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  • 25. November 2013 21 2 Min.

Die evangelische Kirche freundet sich langsam mit nicht-heterosexuellen Paaren an (Bild: Hagar66 / flickr / by 2.0)

Die viertgrößte Landeskirche will zukünftig gleichgeschlechtliche Paare öffentlich segnen – heiraten dürfen Nicht-Heterosexuelle aber in der Kirche auch in Zukunft nicht.

Das in Bielefeld tagende Kirchenparlament der westfälischen Landeskirche hat am Wochenende nach Angaben der WAZ entschieden, dass Homo-Paare zukünftig in öffentlichen Gottesdiensten gesegnet werden dürfen. Die Landessynode gab den Auftrag, dass die Kirchenführung bis zum nächsten Treffen einen Weg ausarbeiten soll, um die Segnungshandlungen zu ermöglichen.

Bislang erlaubte die westfälische Kirche, der 2,4 Millionen Gläubige angehören, nur eine "pastorale Begleitung" für Homo-Paare, die nur unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden durfte. Nun soll die Kirche mit dem Beschluss aber auf diejenigen zugehen, "die ob ihrer familiären Lebensweise in der Kirche die Erfahrung von Ausgrenzung machen mussten und müssen". Außerdem will die Kirche die theologischen Unterschiede von kirchlicher (heterosexueller) Trauung und anderen Formen des Zusammenlebens herausarbeiten.

Erste Eheschließung in Hessen-Nassau

Die evangelische Kirche in Deutschland (EKD) hat gegenüber Homosexuellen bislang keinen einheitlichen Kurs. In der Hälfte der Landeskirchen können gleichgeschlechtliche Paare gesegnet werden, während dies in den anderen Landesteilen nicht möglich ist. Besonders fortschrittlich ist die Landeskirche in Hessen-Nassau, in der im August erstmals eine gleichgeschlechtliche Eheschließung mit Unterstützung der Kirchenführung durchgeführt wurde (queer.de berichtete).

Die Dachorganisation Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) sorgte bereits im Juni für Aufregung, als sie in einer Orientierungshilfe homosexuelle Beziehungen als "gleichwertig" bezeichnete (queer.de berichtete). Das führte zur Kritik von evangelikalen Mitgliedern und aus der katholischen Kirche. Schließlich machte EKD-Chef Nikolaus Schneider einen Rückzieher: Er erklärte im August, dass es "keinen Sinn" mache, homosexuelle Paare gleich wie heterosexuelle zu behandeln (queer.de berichtete).

In anderen gibt es eindeutigere Fortschritte gegenüber Homosexuellen innerhalb der evangelischen Kirche. So hat sich erst unlängst eine Mehrheit der Bischöfe in der norwegischen Kirche dafür ausgesprochen, gleichgeschlechtliche Eheschließungen in Kirchen zuzulassen (queer.de berichtete). Im Nachbarland Schweden sind gleichgeschlechtliche Eheschließungen bereits seit 2009 erlaubt (queer.de berichtete) (dk)

-w-

#1 GeorgGAnonym
  • 25.11.2013, 13:07h
  • Westfalen ist einerseits liberal, andererseits gibt es dort dumpfe konservative Ecken wie etwa das Siegerland, das Märkische Sauerland oder das Münsterland. Es ist daher richtig, die Entscheidung über eine Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren den einzelnen Gemeinden vor Ort zu überlassen.
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#2 TheDad
  • 25.11.2013, 13:25hHannover
  • Und schon haben wir die nächsten Konservativen die sich anschicken sich eine Grüne Wand Rot zu reden..

    Eine Segnung ist keine Hochzeit, und bevor die Ehe-Öffnung nicht gelungen ist können die sich ihr pseudo-liberales Getue auch sparen..

    Wir werden erst wenn die Ehe für Alle geöffnet ist sehen wie viel von Gleichberechtigung innerhalb der Kirchen dann noch übrig ist..

    Und auf geht´s mit den Jubelmails..
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#3 TheDad
  • 25.11.2013, 13:31hHannover
  • Antwort auf #1 von GeorgG
  • "" Es ist daher richtig, die Entscheidung über eine Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren den einzelnen Gemeinden vor Ort zu überlassen.""..

    Und was genau ist daran dann richtig ?

    Um zu erreichen das ein Pärchen in Siegen nicht kann was eine Pärchen in Bielefeld kann ?

    Wie blödsinnig ist das ?

    Gleiche Rechte für Alle ist eine Frage klarer Entscheidungen und klarer Linien..

    Ehrlicher wäre es zumindest entweder alle, oder keiner..
    Aber nicht einmal dazu sind die einzelnen Landeskirchen in der Lage..
    Und da faselt Mann noch von "Einigkeit im Glauben"..
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