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  • 26. November 2013 9 2 Min.

Homophobe Täter haben es offenbar auf das "Central Station", eine der beliebtesten Schwulendiscos in Russland, abgesehen

Aus Russland werden weiterhin homophobe Übergriffe gemeldet – in einer amerikanischen Ikea-Filiale gibt es unterdessen eine kreative Protestaktion gegen russische Homophobie.

Homo-Hasser haben am Wochenende wieder in Moskau und St. Petersburg mobil gemacht: Am Samstagabend wurde im Moskauer Schwulenclub "Central Station" Reizgas innerhalb des vollbesetzten Gebäudes freigesetzt. Nach Angaben der Polizei waren zu diesem Zeitpunkt 500 Menschen im Club. Die Rauchabzugsanlage wurde sofort angeschaltet, einige Gäste ließen sich behandeln.

Das ist bereits der zweite Zwischenfall in dem Club in diesem Monat: Eine Woche zuvor hatten bereits zwei offenbar homophob motivierte Männer um sich geschossen, aber niemanden verletzt (queer.de berichtete). Nach Angaben des Club-Betreibers seien auch diesmal Homo-Hasser für den Übergriff verantwortlich: "Die wollten ihre extremistischen Ansichten gegen die LGBT-Community ausdrücken", so Andrei Letschinski. Er vermutet, dass der Vermieter der Räumlichkeiten, die staatliche Bahngesellschaft, hinter den Übergriffen steckt. So soll der Club zur Aufgabe gezwungen werden, vermutet Letschinski.

Bombendrohungen bei Filmfestival

Unterdessen gab es in St. Petersburg mehrere Bombendrohungen gegen das LGBT-Filmfestival "Side by Side". Zur Eröffnung am Donnerstag und zu einer weiteren Vorführung am Samstag erhielten die Veranstalter anonyme Warnungen, dass eine Bombe im Kinosaal explodieren werde. Mehr als 1.000 Menschen mussten dafür evakuiert werden, während auf der Straße homophobe Demonstranten die Besucher anpöbelten.

Bombesuchkommandos gaben schnell Entwarnung. Inzwischen hat die Polizei einen Verdächtigen festgenommen; zu seinen Hintergründen wurde zunächst nichts bekannt.

Bei dem Festival soll am Samstag unter anderem der Biografie-Film "Milk" aufgeführt werden, der vom ersten offen schwulen Abgeordneten der USA handelt. Bei der Aufführung werden auch Regisseur Gus van Sant, Produzent Bruce Cohen und der oscarprämierte Drehbuchautor Dustin Lance Black erwartet.

Protest gegen Ikea


In Brooklyn küssten sich Homo-Paare im Ikea-Einrichtungshaus

Am Wochenende gab es derweil eine kreative Aktion zur Unterstützung der LGBT-Community in Russland: Im New Yorker Stadtbezirk Brooklyn versammelte sich eine Handvoll Homo-Aktivisten für einen "Guerilla Photo Shoot". Der russische Fotograf und Aktivist Alexander Kargaitsew schoss dabei Bilder von küssenden gleich­geschlechtlichen Paaren in den Vorführwohnräumen von Ikea. Die Aktivisten kritisierten damit eine Entscheidung des schwedischen Konzerns, eine Geschichte über ein lesbisches Paar aus seinem russischen Kundenmagazin zu entfernen (queer.de berichtete). (dk)

#1 LucaAnonym
  • 26.11.2013, 19:13h

  • Und da sollen Olympische Spiele stattfinden?

    In einer faschistischen Diktatur ist so etwas unmöglich...
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#2 olfwobAnonym
  • 26.11.2013, 19:56h
  • Als jemand, dessen Großvater kurz nach den Olympischen Spielen in Berlin ins Lager geschickt wurde, bin ich vielleicht etwas übersensibel. Ich habe aber große Befürchtungen, dass das nach den Spielen in Russland echt übel werden könnte... Darum am besten jetzt schon mit allen Mitteln kämpfen, damit nicht wieder alle sagen können, dass sie das nicht erwartet haben.
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#3 miniachmetowAnonym