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Absetzung seiner Show
Alec Baldwin ist sauer auf "fundamentalistische" Schwulenaktivisten
- 27. November 2013 2 Min.

In diesem Studio wird Alec Baldwin in Zukunft nicht mehr auftreten
Die US-Talkshow des eigentlich linksliberalen Schauspielers wurde nach homophoben Aussagen abgesetzt – jetzt ist der Star aus "30 Rock" auf Homo-Aktivisten sauer, die ihn kritisiert hatten.
Alec Baldwin macht schwule Aktivisten und "ein wenig" sich selbst für die Absetzung seiner wöchentlichen Talkshow "Up Late" verantwortlich. Hintergrund: Am Dienstag hatte der linksliberale Meinungskanal MSNBC bekannt gegeben, dass die Sendung Baldwins mit sofortiger Wirkung aus dem Programm entfernt werde. Zuvor hatte der Sender den 55-Jährigen suspendiert, weil Baldwin einen aggressiven Paparazzo offenbar als "cocksucking fag" (schwanzlutschende Schwuchtel) beschimpft hatte (queer.de berichtete).
Im Gespräch mit dem Blog "Gothamist" teilte Baldwin gegen Aktivisten aus: "Es gibt den fundamentalistischen Arm von Homo-Aktivisten – Rich Ferraro und Andrew Sullivan – die sind da draußen, um dich zu kriegen. Das ist wahrscheinlich Rich Ferraros größter Triumph. Sie haben meine Show gekillt. Und ich trage auch ein wenig Verantwortung."
Ferraro ist ein Sprecher der Homo-Gruppe "Gay & Lesbian Alliance Against Defamation" (GLAAD), die Baldwin für seine Aussage scharf kritisiert hatte. Sullivan ist ein konservativer schwuler Aktivist, der Baldwin als Homohasser beschimpfte und linken Aktivisten vorwarf, nur gegen homophobe Konservative vorzugehen.
Baldwin bestritt im Interview weiter, das Wort "Fag" oder "Faggot" benutzt zu haben. Bereits zuvor hatte er erklärt, statt dessen "Fathead" (etwa: Dummkopf) gesagt zu haben. Aktivisten bezweifelten jedoch seine Version, da das Wort äußerst selten benutzt wird. Aus einer Videoaufnahme geht nicht der genaue Wortlaut hervor. Aktivisten kritisierten jedoch auch das Wort "Schwanzlutscher" als homophobe Beleidigung. Baldwin erklärte letzte Woche, dass er das Schimpfwort nie für schwulenfeindlich gehalten habe.
Dan Savage verteidigt Baldwin

Dan Savage als Gast bei "Real Time With Bill Maher"
Der Schauspieler aus Filmen wie "Jagd auf den Roten Oktober" oder "Pearl Harbor" wird aber auch von Homo-Aktivisten verteidigt. So sagte Dan Savage, der Gründer der "It Gets Better"-Kampagne, dass man auch das Alter Baldwins in Betracht ziehen müsse: "Er kommt aus einer Zeit, in der homophobe Sprüche an der Tagesordnung waren. Und er hat das überwunden [mit seiner Unterstützung für die Ehe-Öffnung und die vollständige Gleichstellung]. Aber wenn es einen Konflikt gibt, kommt die Homophobie sofort zurück", so Savage in der HBO-Talkshow "Real Time" am Freitagabend. "Für 15-Jährige ist es das schlimmste, als Schwuchtel oder Schwanzlutscher bezeichnet zu werden. [Baldwin] sagt das, ohne nachzudenken".
Fernsehexperten sehen ohnehin andere Gründe hinter der Absetzung der Show, die erst im Oktober gestartet ist: Sie brachte einfach nicht die gewünschten Einschaltquoten. So hatte die letzte "Up Late"-Sendung weniger als 400.000 Zuschauer. Zur gleichen Zeit überzeugt der rechtskonservative Konkurrenzsender Fox News bis zu zwei Millionen Menschen, das Programm einzuschalten. (dk)













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