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Verdächtiger ist LKA-Beamter
Kannibalen-Fall: Neues Rotenburg in Sachsen?
- 29. November 2013 2 Min.

Der Film "Rohtenburg" mit Thomas Kretschmann in der Hauptrolle orientiert sich auf den Fall Armin Meiwes. Er war zunächst 2006 in Deutschland verboten worden, weil er Meiwes' Persönlichkeitsrechte verletze. Der Bundesgerichtshof hob das Verbot drei Jahre später auf.
Vor elf Jahren sorgte der Fall des "Kannibalen von Rotenburg" für Entsetzen. Ein ähnlicher Fall soll sich jetzt im Erzgebirge zugetragen haben – diesmal ist der Tatverdächtige Polizist.
Am Freitagmorgen gaben Polizeibeamte in Dresden in einer Pressekonferenz bekannt, dass ein 55-jähriger LKA-Mitarbeiter einen 59-Jährigen auf dessen Wunsch hin getötet haben soll. Anschließend habe der Schrift-Analytiker für die Spurenauswertung die Leichenteile auf seinem Grundstück in Reichenau im Osterzgebirge versteckt. Der Festgenommene habe ein Teilgeständnis abgelegt.
Der Verdächtigte stritt ein sexuelles Motiv ab. Boulevardmedien berichten aber, dass der 59-Jährige der "Geliebte" des schwulen Beamten gewesen sei. So schrieb die größte deutsche Boulevardzeitung, die die Homosexualität des Täters mehrfach erwähnte: "Wie BILD aus Ermittlerkreisen erfuhr, soll der LKA-Beamte beim Mord seine sexuelle Fantasie ausgelebt haben". Der "homosexuelle Polizist" wurde in dem Artikel als "Stückel-Killer" bezeichnet, dem seine Beziehung mit einem Mann "offenbar nicht aus[reichte]".
Tötung auf Verlangen
Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, hat sich der Vorfall laut dem Tatverdächtigen bereits am 4. November ereignet. Der Mann habe den Beamten gezeigt, wo er Leichenteile vergraben habe. Oberstaatsanwalt Erich Wenzlick erklärte auf der Pressekonferenz, es handele sich um einen Fall von Tötung auf Verlangen. Nun soll geprüft werden, ob der Täter Leichenteile gegessen habe – was dieser ebenso wie sexuelle Motive abstreitet.
Das Opfer stammt aus Hannover. Es soll den Tatverdächtigen über eine Kannibalen-Internetseite kennengelernt haben, die bereits vom "Kannibalen von Rotenburg" genutzt wurde. Dieser Fall hatte vor einem Jahrzehnt die Gemüter erregt (queer.de berichtete): Armin Meiwes tötete 2001 einen 43-Jährigen, der eingewilligt haben soll. Ein Gericht verurteilte Meiwes sechs Jahre später zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe wegen Mordes und Störung der Totenruhe, die das Verzehren einer Leiche nach Auffassung des Gerichtes darstellte. (cw)














...die Bild und ihre " Ermittlerkreise", die in ganz Deutschland ihre Spitzel haben?
Ist die Bild eine Zeitung, eine Sekte oder eine Mafia?
Eigentlich brauchen wir kein BKA mehr, wir haben ja die Bild die alles weiß.