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Gerüchte über Liebesbeziehung

Sind Tom Daley und Dustin Lance Black ein Paar?

  • 04. Dezember 2013 40 3 Min.

Beim britischen Turmspringer und dem amerikanischen Drehbuchautor soll es "Klick" gemacht haben

Das Coming-out des jungen Turmspringers Tom Daley hat weltweit für Aufregung gesorgt – laut Boulevardmedien hat sich der Teenager in einen oscarprämierten Drehbuchautor verliebt.

Nach Angaben des amerikanischen TV-Klatschmagazins "E! News" und der britischen Boulevardzeitung "The Sun" sind der 19-jährige Tom Daley und der 39-jährige Dustin Lance Black ein Paar. Der Turmspringer hatte erst am Montag in einem Youtube-Video erklärt, dass er einen Mann liebe (queer.de berichtete). Daley sagte: "Im Frühling dieses Jahres hat sich mein Leben geändert. Ich habe jemanden getroffen, der mich so glücklich gemacht hat, der mir Sicherheit gegeben hat. Es fühlt sich großartig an. Und dieser jemand… ist ein Typ."

In mehreren Zeitungen wurde ein Bild veröffentlicht, in dem Daley und Black gemeinsam auf der Straße in Hollywood mit einem Kaffee in der Hand die Straße herunterlaufen. Das Bild war bereits vor ein paar Wochen im Internet aufgetaucht. Den Berichten zufolge soll das Paar bei einem Empfang im Soho-Hotel in London vor einem halben Jahr einander vorgestellt worden sein.

"Sie sprechen schon von einer gemeinsamen Zukunft"


Die beliebteste britische Boulevardzeitung "Sun" machte die Enthüllung sogar zu ihrer Titelgeschichte

Die "Sun" zitiert einen nicht namentlich genannten Informanten mit den Worten: "[Tom Daley] hat sich völlig in Dustin verguckt. Die lieben sich und scheren sich nicht um den Altersunterschied". Black soll demnach "sehr stolz" auf Daley sein, weil er sich so offen geoutet hatte. "Sie sprechen schon von einer gemeinsamen Zukunft", so der Informant. Daley soll immer wieder nach Los Angeles reisen, um seinen Freund zu besuchen.

Black hat seinen Durchbruch mit dem Drehbuch zu "Milk" geschafft, für das er mit dem Oscar ausgezeichnet wurde (queer.de berichtete). Er wird in Hollywood immer wieder mit Stars wie Leonardo DiCaprio oder Clint Eastwood fotografiert. Zuletzt lieferte er das Drehbuch für die Filmbiografie "J. Edgar". Er wurde auch als Drehbuchautor für die Verfilmung des Green-Day-Musicals "American Idiot" verpflichtet. Noch hat weder Black noch Daley die Beziehung in der Presse bestätigt.

Großes Thema in britischen Medien

In seiner Heimat Großbritannien war allein das Coming-out des britischen Superstars am Montag ein großes Thema bei den Nachrichtensendungen der großen Sender BBC, ITV und Channel Four. Auch internationale Topstars wie Kylie Minogue und Lady Gaga twitterten anerkennend über die Offenheit. Allerdings gab es gerade online auch eine homophobe Hetzkampagne gegen den Teenager (siehe Zusammenfassung im Magazin "Instinct"). Der konservative Abgeordnete Stuart Andrew bezeichnete die Beschimpfungen des Schwimmers als Paradebeispiel für "Cyber-Mobbing" und forderte gesamtgesellschaftliche Anstrengungen, um dagegen vorzugehen.

Im Internet gab es auch Kritik daran, dass Daley sich nicht eindeutig als schwul oder bisexuell geoutet hatte. Die britische Presse verteidigte ihn, wie etwa ein Artikel im linksliberalen "Guardian": "Er könnte so andere junge Leute dazu anregen, ihre eigenen Sexualitäten frei zu erforschen, ohne sich den LGBT-Abkürzungen zu unterwerfen, die nie die flüssige Sexualität vieler Leute treffsicher beschreiben können. Insbesondere dann nicht, wenn man erst 19 Jahre alt ist", so die Tageszeitung aus London.

Derweil gibt es Gerüchte, Daley habe sich auch geoutet, um einen Bericht der "Sun" zuvorzukommen. Am Samstag hatte der Sportler den Homo-Club Zeros in seiner Heimatstadt Plymouth besucht und sich dabei auch mit einer Drag Queen fotografieren. Der Club hatte das Foto am Sonntag auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht. (dk)

Youtube | Das machen Tom Daley und seine Kollegen vom britischen Olympiateam während einer Wettkampfpause

#1 Ikaiko
  • 04.12.2013, 16:00h
  • Soll er lieben wen er will. Hauptsache er ist glücklich.
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#2 The GuardianAnonym
  • 04.12.2013, 16:08h
  • "Er könnte so andere junge Leute dazu anregen, ihre eigenen Sexualitäten frei zu erforschen, ohne sich den LGBT-Abkürzungen zu unterwerfen, die nie die flüssige Sexualität vieler Leute treffsicher beschreiben können. Insbesondere dann nicht, wenn man erst 19 Jahre alt ist""

    Ja, eine schreckliche Gesellschaft, in der sich jeder andauernd "den LGBT-Abkürzungen unterwerfen" muss. Wie glücklich ist da derjenige, der sich die Chance auf Rückkehr (Bekehrung? Erlösung?) in ein heteronormiertes Leben nicht schon mit 19 rauben lässt!

    Auf das Plädoyer des Guardian und anderer "Leitmedien",

    " junge Leute dazu anzuregen, ihre eigenen Sexualitäten frei zu erforschen, ohne sich der Bezeichnung "hetero" zu unterwerfen, die nie die flüssige Sexualität vieler Leute treffsicher beschreiben kann. Insbesondere dann nicht, wenn man erst 19 Jahre alt ist"

    werden wir aber vermutlich noch lange warten.
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#3 label mastersAnonym
  • 04.12.2013, 16:13h
  • "nie die flüssige Sexualität vieler Leute"

    ist "flüssige sexualität" kein label?
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