https://queer.de/?20578
- 05. Dezember 2013 2 Min.

Der 1923 geborene Schimon Peres ist seit 2007 israelischer Staatspräsident. Zuvor war er auch Außenminister und Ministerpräsident seines Landes
Der 90-jährige Präsident Israels schlägt sich in die Debatte um die Einführung einer Zivil-Ehe für Schwule und Lesben auf die Seite der Gleichstellungsbefürworter.
Schimon Peres hat sich in einem Interview mit "Ynet" für die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Eherecht ausgesprochen. Der israelische Präsident antwortete am Sonntag bei einem Auslandsbesuch in Mexiko auf die Frage, ob gleichgeschlechtliche Paare heiraten sollten: "Auch eine Person, die homosexuell ist, ist ein Mensch und hat Rechte. Wir haben keine Macht, diese Rechte wegzunehmen, […] weil die Person anders ist. Wir können nicht das Recht auf Atmen, auf Essen oder auf die Gründung einer Familie wegnehmen. Wir müssen allen erlauben zu leben, wie es für sie natürlich ist".
In Israel gibt es derzeit eine Debatte über die Einführung einer Zivilehe, die sowohl Hetero- als auch Homosexuellen geöffnet sein soll (queer.de berichtete). Gegenwärtig können Israelis nicht auf Standesämtern heiraten, nach der Rechtslage dürfen nur Religionsgemeinschaften Hochzeiten durchführen. Dadurch müssen Paare mit unterschiedlicher Religionszugehörigkeit oder Nichtgläubige ihre Ehe im Ausland schließen. Der Staat erkennt bereits jetzt alle im Ausland geschlossenen Ehen an, auch die von gleichgeschlechtlichen Paaren.
Es ist unklar, ob der Gesetzentwurf im Parlament eine Mehrheit findet. Insbesondere Abgeordnete religiöser Parteien beharren darauf, dass Israel nicht von den Traditionen abrücken solle.
Mit Peres unterstützt der ranghöchste Politiker seines Landes die Ehe-Öffnung. Allerdings ist der Posten des Präsidenten in Israel ähnlich wie in Deutschland fast ausschließlich zeremoniell und nicht mit politischer Macht verbunden.
Weitere Nobelpreisträger für gleiche Rechte
Mit der Aussage des 90-Jährigen hat sich ein weiterer Friedensnobelpreisträger für die Gleichstellung von Schwulen und Lesben ausgesprochen. Peres war der Preis 1994 für seine Anstrengungen zur Lösung des Nahostkonflikts verliehen worden. Im Mai hatten mit dem anglikanischen Erzbischof Desmond Tutu (Südafrika, erhielt Nobelpreis 1984), Professor Jody Williams (USA, 1997), Dr. Shirin Ebadi (Iran, 2003) und Professor Muhammad Yunus (Bangladesch, 2006) bereits weitere Preisträger die Ehe-Öffnung unterstützt (queer.de berichtete). Zudem befürwortet der 2009 mit dem Preis ausgezeichnete US-Präsident Barack Obama seit vergangenem Jahr ebenfalls die Ehe-Öffnung.
In dieser Riege gibt es aber auch erbitterte Homo-Gegner: So kritisierte Lech Walesa, der Preisträger aus dem Jahr 1983, dass die schwul-lesbische Minderheit "meine Kinder und Enkel verwirrt". Zudem hält Liberias Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf, die 2011 für ihren Einsatz für Frauenrechte ausgezeichnet wurde, an Gefängnisstrafen für Homosexuelle fest. (dk)















Wer sich in der israelischen Politik auskennt weiss aber auch welche persöhnliche Stellung er in seinem Land hat.
Nicht dieses Wischiwaschi wie in Deutschland oder bei uns in Österreich!
"Auch eine Person, die homosexuell ist, ist ein Mensch und hat Rechte. Wir haben keine Macht, diese Rechte wegzunehmen, [] weil die Person anders ist. Wir können nicht das Recht auf Atmen, auf Essen oder auf die Gründung einer Familie wegnehmen. Wir müssen allen erlauben zu leben, wie es für sie natürlich ist"
Was für ein Satz....zum Abbusserln!
"Der Staat erkennt bereits jetzt alle im Ausland geschlossenen Ehen an, auch die von gleichgeschlechtlichen Paaren."
Gibts das in D auch schon?
" Insbesondere Abgeordnete religiöser Parteien beharren darauf, dass Israel nicht von den Traditionen abrücken solle. "
Kein Kommentar!!!