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Kommentare zu:
LGBT-Aktivisten trauern um Nelson Mandela


#1 -hw-Anonym
  • 06.12.2013, 12:18h
  • In den 70ern mussten wir in der Mittelstufe zu einer Pflicht-Info-Veranstaltung des Rassisten-Regimes in die Aula des Gymnasiums. Organisiert von einem französischen Kleikalfaschisten mit deutschem Pass, Pfarrhaus, und Komplizen.

    In den 80ern traf ich farbige ANC-Mitglieder in der DDR. Weiße in der BRD.

    de.wikipedia.org/wiki/Umkhonto_we_Sizwe
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#2 stephan
  • 06.12.2013, 12:22h
  • Nelson Mandela hat in seinem Leben gelernt, dass die Freiheit und die Gleichheit aller vor dem Gesetz unteilbar sind und er hat natürlich auch gesehen, dass die Diskriminierung von Minderheiten ebenso fatal und unmenschlich ist, wie die Unterdrückung der Mehrheit. So wurden auch die rechtliche Gleichheit und die Öffnung der Ehe in der südafrikanischen Verfassung abgesichert!

    Es war und ist ein Vorbild und die Unterdrücker und Diskriminierer sollten lernen, dass sie auf der falschen Seite der Geschichte stehen und dass die Unterdrücker von LGBTIs eins genauso gesehen werden wie das ehemalige Apartheidsregime!

    Er war kein Heiliger, aber jemand der sich wirklich um Recht und Gerechtigkeit bemüht hat (wie er es selbst formulierte).

    Requiescat in pace!
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#3 KokolemleProfil
  • 06.12.2013, 12:41hHerschweiler
  • An Nelson Mandela kann sich unsere Merkel und ihre Partei mit ihrer Steinzeitpolitik mal eine ganz dicke Scheibe abschneiden. Sie hätte bei ihn auch einen Nachhilfekurs zum Thema Menschenrechte besuchen sollen. Im Vergleich zur Politik von Nelson Mandela ist die Politik in der Union im Steinzeitalter insbesondere was die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare betrifft.
    Die SPD sollte sich auch in Grund und Boden schämen, das sie ihr Wahlversprechen zur Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben zugunsten einer Groko verraten und aufgegeben hat. Eine Schande für die SPD. Schämt euch mit solchen Steinzeitpolitikern eine Groko eingehen zu wollen. Pfui deibel.
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#4 46664Anonym
#5 draganProfil
#6 bunnyAnonym
#7 FoXXXynessEhemaliges Profil
#9 leander
#11 suspektAnonym
  • 06.12.2013, 21:55h
  • Antwort auf #9 von leander

  • Genau das will ich auch gerade zitieren. Plus dem, was Seehofer zu Nelson Mandelas Tod sagte:

    Doch auch namhafte deutsche Politiker unterstützten das Apartheid-Regime. Noch 1988 war der damalige CSU-Chef Franz Josef Strauß Ehrengast von Außenminister Pik Botha. Die Abschaffung der Apartheid sei "unverantwortlich" und die Gleichstellung der schwarzen Mehrheit "nicht wünschenswert", sagte Strauß damals. Treffen mit ANC-Vertretern lehnte er ab. Bei einem Auftritt vor Buren rief er: "Nie in meinem 40-jährigen politischen Leben habe ich eine so ungerechte und unfaire Behandlung eines Landes erlebt, wie sie Südafrika widerfährt."

    Strauß' Nachfolger Horst Seehofer äußert sich heute ganz anders. Anlässlich des Todes von Nelson Mandela erklärte der bayerische Ministerpräsident: "Wir trauern mit allen Südafrikanern um einen großen Präsidenten und eine bewundernswerte Persönlichkeit. In der historischen Stunde der Geburt des neuen Südafrika ist Nelson Mandela zu einem geachteten Staatsmann geworden, der sein Vaterland in die Gemeinschaft der freien Völker geführt hat."

    Es ist mir gelinde gesagt scheiß-egal, ob dieser Vergleich von einigen als unzulässig angesehen wird.

    Seehofer ist in der Intention samt CSU/CDU keinen Deut besser als Strauß damals. Keinen!

    Das ganze rechte Pack war immer gut darin, Menschen die anders waren, zu schikanieren, auszugrenzen, in ihren Rechten zu beschneiden, zu verunglimpfen, wegzusperren, etc. pp.

    Ich sehe keinen Unterschied im Verhalten und der geistigen Grundhaltung heutiger konservativer im Vergleich zu Strauß, Thatcher, Reagan und Co.!
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#12 goddamn liberalAnonym
#13 FelixAnonym
  • 07.12.2013, 12:05h
  • Ein ganz großer Mensch und einer der wenigen moralisch integren Politiker ist von uns gegangen. Ein weltweites Idol ist nicht mehr unter uns.

    Nicht nur die GLBTIs in Südafrika, sondern alle Südafrikaner müssen ihm auf ewig dankbar sein, dass er aus dieser korrupten Diktatur eine bunte, blühende Nation gemacht hat.

    Und er zeigt allen Unterdrückten auf der ganzen Welt, dass ihr Kampf nicht verloren ist. Es kann Jahrzehnte dauern, aber irgendwann wird es Erfolg haben.
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#14 -hw-Anonym
#15 vuvuzelaAnonym
#16 HinnerkAnonym
  • 07.12.2013, 12:37h
  • Nicht nur Südafrika, sondern die ganze Welt hat ein Vorbild an Menschlichkeit, Gerechtigkeit und Freiheit verloren!

    Ein wirklicher Visionär!

    Und Deutschland befindet sich weiterhin im Klammergriff dieser Provinz-Politikerin, die ihre Kanzlerschaft ausnutzt, um ihre Privatposition ganz Deutschland aufzuzwingen und die völlig prinzipienlos nur auf ihre Machtmaximierung schielt...

    Wieso hat Deutschland nicht auch mal so einen ganz großen Staatsmann an der Spitze, sondern immer nur machtgeile, unfähige Provinz-Politiker?!
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#17 readers digestAnonym
  • 07.12.2013, 13:02h
  • Er war wohl auch sehr belesen:

    The South African Communist party activist Wolfie Kodesh, who has died aged 84, devoted his life to the black struggle for freedom in his country. He belonged to a generation of radicals whose grandparents had fled the pogroms in eastern Europe, and whose contribution to the ultimate overthrow of apartheid was substantial. [...] In his autobiography, Long Walk To Freedom, Nelson Mandela recalled the time, in 1961, when he went underground and spent two months in Kodesh's one-room flat in Berea, an inner-city area of Johannesburg. Kodesh moved Mandela from one safe house to another, and his ingenuity kept the future president away from the security police until his capture in Natal in 1962.

    www.theguardian.com/news/2002/nov/13/guardianobituaries

    Eine Zeit lang wohnt Mandela im Apartment des Journalisten Wolfie Kodesh im weißen Vorort Berca bei Johannesburg. Jeden Morgen bringt er Kodesh zur Verzweiflung, weil er um halb fünf aufsteht und eine Stunde auf der Stelle läuft, um im Training zu bleiben. Draußen zu laufen wäre zu gefährlich. Mandela lässt sich von Kodesh mit Büchern aus der Bibliothek ver­sorgen, die er als Führer einer Untergrundarmee lesen zu müssen glaubt. Bei heruntergelassenen Jalousien arbeitet er sich durch die Werke des preußischen Offi­ziers Carl von Clausewitz, liest Betrachtungen über die militärischen Leistungen von Mao Zedong und
    Fidel Castro. Auch die afrikanischen Kriege studiert er nun unter dem Gesichtspunkt militärischer Fragen und eignet sich detaillierte Kenntnisse über das Trans­port- und Kommunikationssystem Südafrikas und seiner Bodenschätze an.

    Quelle: Die Morgenröte unserer Freiheit: Die Lebensgeschichte des Nelson Mandela
    von Maren Gottschalk, S. 147

    Mandela enjoyed Kodeshs conversation, and Kodesh would have been an interesting interlocutor on thesubject of war. He had served in the South African forces in World War II and had been involved in the leadership of a leftist servicemensorganisation, the Springbok Legion. Kodesh told Mandela that Clausewitz was to war what Shakespeare was to literature.

    Around this time, Mandela also read other books on warfare, including Deneys Reitzs luminous
    memoir of guerilla fighting in the Boer War,
    Commando, and volumes onthe Communist-led insurgencies in the Philippines and Malaya, on Ca
    stros revolution in Cuba, and on the violent Zionist campaign against the Britishin Palestine the 1940s. He also read Mao Ze Dongs work. Kodesh was impressed by Mandelas deep concentration and assiduous note-taking.


    www.academia.edu/1480927/An_Instinctive_Clausewitzian_Mandel
    a_on_War
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#18 more is moreAnonym
#19 bengtAnonym
#20 Timm JohannesAnonym
  • 07.12.2013, 16:17h
  • In der Tat ein ganz besonderer Mensch ist gestorben.

    Mandela gehört zu den absoluten Lichtgestalten des 20. Jahrhunderts. Gleichrangig sind ihm nur wenige und nennen könnte ich da nur aus dem 20. Jahrhundert Gandhi.

    Ihm hat Südafrika und auch insbesondere die homosexuellen Südafrikaner viel zu verdanken.
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#21 goddamn liberalAnonym
  • 07.12.2013, 16:25h
  • Antwort auf #14 von -hw-
  • OAS?

    Da gibt es doch wieder eine Linie zu Herrn Venner, der sich, weil wir in Frankreich jetzt heiraten dürfen, in Notre Dame erschossen hat.

    de.wikipedia.org/wiki/Dominique_Venner

    Die Kreise schließen sich.

    Nie vergessen: Es sind keine Sektenzirkel!

    Es sind selbsternannte 'bessere Kreise'.

    Christa Meves hat den höchsten Orden Niedersachens von Herrn Wulff erhalten. Wohl weil sie gegen unsere Grundrechte kämpft.

    Venner hat einen Preis der Académie française erhalten.

    Obwohl er Rechtsterrorist war?

    Weil der Rechtsterrorist war?
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#22 Eva BrunneAnonym
  • 07.12.2013, 16:30h
  • Antwort auf #20 von Timm Johannes
  • Ja, auch Ghandi war klug:

    In seinem berühmten Werk Doktrin des Schwertes heißt es:

    Ich glaube dass wenn es eine Wahl gibt zwischen Feigheit und Gewalt, ich zu Gewalt raten würde.

    als mein ältester Sohn mich gefragt hat was er hätte tun sollen, wäre er damals dabeigewesen als ich beinahe im Jahr 1908 tödlich angegriffen worden war, ob er hätte davonlaufen und zusehen sollen wie ich getötet werden oder hätte er seine physische Gewalt eingetzen und mich verteidigen sollen, sagte ich ihm es sei seine Pflicht, mich zu verteidigen, auch durch Einsatz von Gewalt.

    Jemand der nicht sich oder seine Nächsten und Liebsten oder deren Ehre verteidigen kann durch gewaltlose Mittel im Angesicht des Todes, sollte sich mit Gewalt gegen einen Unterdrücker verteidigen. Jemand der beides nicht vermag, ist eine Last. Er taugt nicht als Kopf einer Familie. Er muss sich entweder verstecken oder damit leben dass er für immer in Hilflosigkeit leben muss und wie ein Wurm vor den Füßen eines Tyrannen kriecht

    [Wenn Gewalt] zur Selbstverteidigung stattfindet oder zur Verteidigung der Schwachen, handelt es sich um eine mutige Tat, viel besser als feige Unterwürfigkeit.
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#23 NikolausAnonym
#24 MythosuWahrheitAnonym
  • 07.12.2013, 17:46h
  • eigentlich ist Südafrika ein paradebeispiel davon, daß die öffnung der ehe im gericht auch in einer extrem homophoben gesellschaft zwar möglich ist, sie aber nicht unbedingt weniger homophob macht.
    schwule sind bis heute kein selbstverständlicher teil der Regenbogennation, ganz im Gegenteil. homophobe Männerbanden, die schwule Männer und lesbische Frauen absichtlich töten oder vergewaltigen, trotz oder gerade wegen der nicht weniger homophoben Polizei, ist nur der am besten sehbare Gipfel des ganzen.
    auch über die in den 90-ern in Südafrika noch fast totgeschwiegene HIV-Epidämie begann Mandela nur dann starklaut zu sprechen, als sein eigener Sohn daran erkrankte.
    klare Worte gegen das Regime des menschenfeindlichen Mugabe im Nachbarland Simbabwe oder seinen eigenen Erben, den schwulenfeindlichen Zuma aus derselben Partei, der nach der Inspiration für Südafrika im noch mehr homophoben Uganda sucht, fand die moralische Autorität des ganzen Afrikas, ja sogar der ganzen Welt, überhaupt nie.
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#25 -hw-Anonym

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