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Kommentare zu:
Israel weiht Homo-Mahnmal ein


#1 seb1983
#2 lesekompetenzAnonym
#3 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 12.12.2013, 15:03h
  • Antwort auf #1 von seb1983
  • Pink Washing ist übrigens keine Erfindung von Israel, sondern wird in vielen westlichen Ländern praktiziert. Darauf sollten gerade LGBT-Personen achten, wenn LGBT-Rechte damit erkauft werden, das anderswo gleichzeitig Grundrechte wie Meinungs- und Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden. Homos, die für Wortverbote streiten, Rassismus befördern und Militarismus beschönigen, sind nun mal rechtsreaktionär, auch dann, wenn sie in eigenen Belangen für ihre Menschenrechte "kämpfen". Etwa, wenn ein Peter Tatchell afrikanischen Ländern, die Entwicklungshilfe verweigern will, oder wenn die Sorgen russischer Homos missbraucht werden, um antirussische Ressentiments zu schüren. Da hat eine Butler (jüdische Pink Washing-Theoretikerin) schon recht, Ihr deshalb platt mit der Antisemitismus-Keule zu kommen, ist ganz klar absurd und gefährlich, weil man Kritiker diskreditieren möchte, ohne ihre Einwände zu prüfen. Dergleichen Methode bedienen sich auch totalitäre Regime und Vertreter faschistoider Weltanschauungen.
    Zugleich ist es ein sehr primitiver Reflex, Israel jedes Mal eine Hinterlist zu unterstellen, wenn sich der einzige demokratische Staat der gesamten Region um die Belange von LGBT-Personen kümmert. Gerade dort, wo sich Islamisten, Fundi-Christen und orthodoxe Juden regelmäßig gegen LGBT verbünden, ist das Mahnmal ein starkes und wirkungsvolles Zeichen gegen weltlichen und theologisch motivierten Faschismus.
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#4 seb1983
  • 12.12.2013, 15:29h
  • Antwort auf #3 von reiserobby
  • Jop.
    Daher sehe ich es auch als Schwachsinn an diesen Begriff zu verwenden.
    Israels Politik ist schon seit 50 Jahren in vielen Punkten kritikwürdig, inzwischen kann man dies auch in Deutschland endlich offen tun.

    Nun käme aber keiner auf die Idee bei einer fortschrittlichen israelischen Umweltpolitik oder Bildungspolitik eine Verbindung zum Nahostkonflikt herzustellen wie man das bei Homorechten tut.
    So finde ich es lächerlich zu behaupten dass damit von den enormen sonstigen Defiziten abgelenkt werden soll.
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#5 launderetteAnonym
#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
#7 SebiAnonym
#8 AgnostikerbaerAnonym
  • 12.12.2013, 20:29h
  • Einfach mal kurz gesagt: Finde ich gut, dass es ein solches Mahnmal jetzt in Israel gibt!

    Na vielleicht noch eins: Dass Peter Tatchell "rechtsreaktionär" ist, wusste ich bislang nicht. Mich hat seine israelablehnende Haltung gestört, aber sonst ... ? Tja man lernt nie aus ... So las ich kürzlich in der ver.di-Mitgliederzeitung etwas über eine drohende "Islamisierung" in der Türkei unter Erdogan. Machte mich stutzig: Islamisierung - dat gibbet doch gar nicht und wenn: Islam, das ist doch Frieden, oder sehe ich da etwas verkehrt ... :-)
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#9 SaschsaAnonym
  • 13.12.2013, 08:24h
  • Hier die deutsche Übersetzung des Haaretz-Berichts zur Einweihung des Mahnmals:

    Israel gedenkt:
    Denkmal für verfolgte Homosexuelle in Tel Aviv eingeweiht

    Und was das angebliche "PinkWashing" betrifft - wenn, dann gibt es das von den Parteikommunisten hierzulande, die zwar beim CSD gerne Mitlaufen, aber kein Problem damit haben, das ihre Bruderpartei KPRF in der Duma für die Anti-Homosexuellen-Gesetze von Putin gestimmt hat.
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#10 FOX-NewsAnonym
#11 goddamn liberalAnonym
  • 13.12.2013, 10:15h
  • Das ist schon deswegen eine großherzige Geste, weil nicht alle schwulen KZ-Opfer vorher ausgewiesene Antifaschisten waren.

    Die Pinkwashing-Debatte trägt schon deswegen nicht weit, weil sie ein schlechtes Gewissen gegenüber unsereinem voraussetzt. Das ist aber kein Massenphänomen.

    Wer gerne mal ne Runde homophobelt, antisemitelt auch mal gern. Siehe z. B. Jakob Augstein.

    Auch von einem Juden-dürfen-alles-Tabu in früheren Westdeutschland, über das manche gerne raunen, kann keine Rede sein. Im Gegenteil.

    Hier mal zwei Beispiele aus der schönen Adenauer-Zeit.

    de.wikipedia.org/wiki/Philipp_Auerbach

    de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_Zind

    "Trotz des Scheiterns eines Versöhnungsgesprächs zwischen Ludwig Zind und Kurt Lieser unternahm das Oberschulamt Freiburg i. Br. nichts gegen den bekennenden Antisemiten und Lehrer Zind. Die Tatenlosigkeit des Oberschulamts und des baden-württembergischen Kultusministeriums veranlassten den 28-jährigen Spiegel-Journalisten Stähle dazu, den Fall an die Öffentlichkeit zu bringen." (wiki)
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