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Gegen homosexuelle "Quasi-Werte"
Putin kritisiert "aggressive" Minderheiten
- 19. Dezember 2013 2 Min.

Wladimir Putin glaubt, sein Volk vor zerstörerischen Schwulen und Lesben schützen zu müssen
Der russische Staatschef heizt die Stimmung gegen Homosexuelle weiter an: Er kündigte an, weiter mit "traditionellen Werten" gegen das "recht aggressive Verhalten einiger sozialer Gruppen" vorzugehen.
Russlands Präsident Wladimir Putin hat am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in Moskau Minderheiten kritisiert, die ihren Standpunkt traditionellen Russen "aufdrängen" wollten. Nach einem Bericht von RIA Novosti wurde Putin von einer CNN-Journalistin gefragt, warum Russland westliche Werte kritisiere. Der 61-Jährige antwortete: "Für mich ist nicht die Kritik an westlichen Werten wichtig, sondern es ist wichtig, die Bevölkerung vor einigen Quasi-Werten zu beschützen, die für unsere Bürger äußerst schwer zu akzeptieren sind".
Er spielt dabei auf das Gesetz gegen Homo-"Propaganda" an, das "Werbung" für "nicht traditionelle sexuelle Verhältnisse" in der Öffentlichkeit verbietet. Putin hatte das Gesetz im Juni unterzeichnet (queer.de berichtete).
Ihm gehe es nicht darum, andere Personen zu kritisieren, so Putin weiter: "Sondern die Frage ist, wie man uns vor dem recht aggressiven Verhalten einiger sozialer Gruppen abschirmen kann, die meiner Meinung nach nicht nur leben, wie es ihnen passt, sondern auch ihren Standpunkt recht aggressiv anderen Leuten in anderen Ländern aufdrängen". "Fortschritt" sei mit einer Rückkehr zu "traditionellen Werten" möglich.
Warnung vor "Chaos"
Bereits vor einer Woche warnte Putin davor, dass ohne das homophobe Gesetz "traditionelle Werte" vernichtet und die Welt ins Chaos gestürzt werden würde (queer.de berichtete).
Auf seiner Pressekonferenz versuchte Putin mit umfassenden Amnestie-Versprechen, der westlicher Kritik wegen Menschenrechtsverletzungen in Russland entgegenzuwirken. Er kündigte unter anderem die Freilassung der beiden noch inhaftierten Pussy-Riot-Sängerinnen an. Außerdem soll Putin-Gegner Michail Chodorkowski begnadigt werden, der wegen Steuerhinterziehung bereits zehn Jahre in Haft gesessen hatte – der Prozess gegen den früheren Unternehmer war laut Amnesty International politisch motiviert gewesen. Zudem kündigte Putin an, dass die 30 nach einer Protestaktion verhafteten Greenpeace-Aktivisten mit einer Einstellung des Verfahrens wegen Rowdytums rechnen könnten. (dk)















Es sind seine Polizisten, die auf Schwule und Lesben eindreschen, sie internieren und foltern.
Es ist seine Gesetzgebung und seine Hetze, die zu Mobbing und Gewalt an Schwulen und Lesben führt.
Und wenn man das dann kritisiert und sich gewaltlos dagegen zur Wehr setzt, sind wir plötzlich die Aggressiven.
Es gehörte immer schon zur Taktik jeder Diktatur, die Täter- und Opfer-Rolle zu vertauschen. Und das macht jetzt auch der Faschist Putin.