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Cameron und Harper wollen nicht nach Russland

Weitere Sotschi-Absagen aus London und Ottawa


Premierminister David Cameron, der in seinem Land die Ehe öffnen ließ, will den Spielen in Russland fernbleiben (Bild: World Economic Forum / flickr / by-sa 2.0)

Die Regierungschefs von Großbritannien und Kanada wollen nicht zu den Olympischen Winterspielen nach Sotschi kommen.

Mit dem britischen Premierminister David Cameron und seinem kanadischen Amtskollegen Stephen Harper haben zwei weitere hochrangige westliche Politiker angekündigt, das große Sportevent in Russland nicht besuchen zu wollen. Die beiden konservativen Regierungschefs nannten dabei keine Gründe. Sie sorgten aber für Spekulationen in den Medien, die die Unterdrückung von politischen Minderheiten und das Gesetz gegen Homo-"Propaganda" für die Absagen mitverantwortlich machen.

Ein Sprecher Camerons erklärte, dass der Premier nicht zu einem Boykott aufrufe. Er sende seinen Kulturstaatssekretär zu den Spielen. Harper ließ über einen Sprecher mitteilen, dass der Premierminister an den letzten Winterspielen nur teilgenommen habe, weil sie in Kanada stattgefunden hätten.

Bereits zuvor hatten Bundespräsident Joachim Gauck und sein französischer Amtskollege François Hollande die Teilnahme an den Spielen abgelehnt. Beide Staatschefs gaben für ihre Absagen ebenfalls keine Gründe.

Deutlicher wurde dagegen EU-Justizkommissarin und Kommissionsvizepräsidentin Viviane Reding, die angekündigt hatte, wegen der Menschenrechtsverletzungen nicht nach Sotschi zu reisen (queer.de berichtete). Die 62-jährige Christdemokratin aus Luxemburg erklärte: "Ich werde mit Sicherheit nicht nach Sotschi gehen, solange Minderheiten weiterhin auf diese Weise unter der gegenwärtigen Gesetzgebung behandelt werden".

Laut der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti wollen von den G8-Staaten nur noch die Regierungschefs Italiens und Japans der Eröffnung der Spiele beiwohnen.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte bereits letzte Woche angekündigt, wahrscheinlich nicht nach Sotschi zu fahren. Statt dessen soll der für den Sport zuständige Innenminister Thomas de Maizière (CDU) Deutschland bei den Spielen vertreten. Ob er sich in Russland mit Oppositionellen trifft, ist noch unklar. (dk)

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#1 herve64Ehemaliges Profil
  • 23.12.2013, 14:03h
  • Und somit kann die Schmierenkomödie eines Vladimir Putin von wegen milder und gnädiger Staatschef bzw. "Ersatz-Zar aller Reußen" wohl als gescheitert angesehen werden.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 LedErich
  • 23.12.2013, 15:02h

  • Ohne offizielle Begründung leider nicht so wirkungsvoll wie es sein könnte und sollte.
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