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Coming-out in der Bundesregierung
Umweltministerin Hendricks outet sich als lesbisch
- 31. Dezember 2013 2 Min.

Feiert mit ihrer Lebenspartnerin Silvester in Berlin: Umweltministerin Barbara Hendricks (Bild: SPD)
Es war ein offenes Geheimnis: Nun hat die Sozialdemokratin Barbara Hendricks erstmals öffentlich ihre Homosexualität erwähnt.
In einem ausführlichen Porträt würdigt heute die "Rheinische Post" die "einzige Ministerin aus dem Kreis Kleve", doch die eigentliche Sensation wird in einem Nebensatz versteckt: Barbara Hendricks (SPD) werde "heute mit ihrer Lebenspartnerin auch das Silvesterfest in der deutschen Hauptstadt verbringen", heißt es in dem Artikel über die neue Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit. Mehr Informationen über ihre Freundin oder ihre Homosexualität gibt es nicht – ein überfälliges, aber gelungenes Coming-out mit Hilfe einer Tageszeitung.
In der SPD war Barbara Hendricks Homosexualtität ein offenes Geheimnis. Sie setzte sich zwar über Jahre aktiv für LGBT-Rechte ein, sprach jedoch öffentlich nie über ihre eigene sexuelle Orientierung. Auf ihrer Homepage klammert sie ihr Privat- und Familienleben komplett aus. Im jüngsten Wahlkampf sprach sich die 61-Jährige dennoch engagiert für die Ehe-Öffnung und gegen eine "Zwei-Klassen-Gleichstellung" aus. Darüber hinaus war sie in der vergangenen Legislaturperiode Mitglied des Kuratoriums der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld.
Seit 19 Jahren Mitglied des Deutschen Bundestags
Barbara Anne Hendricks wurde 1952 in Kleve am Niederrhein geboren, im Alter von 20 Jahren trat sie in die SPD ein. Seit 1989 ist die Katholikin, die auch ihren Amtseid mit dem Zusatz "so wahr mit Gott helfe" ablegte, Vorsitzende des SPD-Unterbezirkes Kreis Kleve.
In der Bundespolitik mischt Hendricks seit fast zwei Jahrzehnten in der zweiten Reihe mit: Seit 1994 sitzt sie im Deutschen Bundestag, seit 2001 ist sie Mitglied des SPD-Parteivorstands. Von 2007 bis 2013 war sie Bundesschatzmeisterin der SPD und von 1998 bis 2007 parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfinanzministerium. (cw)
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Erfreulich, ist das Kabinett also doch nicht nur Hererosexuell