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  • 02. Januar 2014 35 2 Min.

Bundeskanzler Werner Faymann regiert seit mehr als fünf Jahren die Alpenrepublik (Bild: SPÖ / flickr / by-sa 2.0)

"Zutiefst entsetzt" zeigte sich die Homo­sexuellen Initiative (HOSI) Wien über die Teilnahme von Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) an den Olympischen Winterspielen in Sotschi.

Faymann hatte am Mittwoch in der "Kronen-Zeitung" angekündigt, als Vertreter Österreichs neben Sportminister Gerald Klug (SPÖ) nach Russland zu reisen. "Es wäre falsch, wenn zwar Wirtschaftstreibende nach Russland fahren, aber wenn unsere Sportler mit Höchstleistungen antreten, die Athleten nicht zu unterstützen", erklärte der Kanzler, der seit 2008 eine Große Koalition mit der konservativen Volkspartei (ÖVP) anführt.

HOSI-Vorsitzender Christian Högl kritisierte die Teilnahme scharf: "Selbst wenn Faymann in Sotschi Gelegenheit und die Courage hätte, gegenüber dem russischen Präsidenten einige kritische Äußerungen anzubringen, würde sich Putin wohl kaum davon beeindrucken lassen", so Högl am Donnerstag in einer Pressemitteilung. "Von der Anwesenheit des Bundeskanzlers in Sotschi wird daher – nicht zuletzt wegen der prominenten offiziellen Absagen u. a. aus Deutschland, Frankreich und den USA – einzig und allein das Signal übrigbleiben, dass dem offiziellen Österreich die Situation der Menschenrechte in Russland im allgemeinen und von Homo­sexuellen im besonderen herzlich egal ist." Die HOSI bezeichnete die Teilnahme als "Appeasement-Politik" und zeigte sich von den eigentlich LGBT-freundlichen Sozialdemokraten enttäuscht.

In den letzten Wochen haben viele führende Politiker aus Europa erklärt, sie wollten nicht zu den Spielen reisen, unter ihnen Bundespräsident Joachim Gauck, sein französischer Amtskollege François Hollande sowie der britische Premierminister David Cameron. Allerdings nannten die Politiker keine Gründe für ihre Entscheidung.

Deutlicher wurde dagegen EU-Justizkommissarin und Kommissionsvizepräsidentin Viviane Reding, die angekündigt hatte, wegen der Menschenrechtsverletzungen nicht nach Sotschi zu reisen (queer.de berichtete). (dk)

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-w-

#1 FelixAnonym
  • 02.01.2014, 17:43h
  • Tja, die österreichischen Sozialdemokraten sind kein bisschen besser als die deutschen Sozialdemokraten...

    Opportunistische Arschkriecher bis zum Umfallen...
  • Direktlink »
#2 Neue MitteAnonym
#3 FoXXXynessEhemaliges Profil