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Einzelkommentar zu:
SWR und HR knicken vor Homo-Hassern ein


#75 saltgay
  • 08.01.2014, 19:00h
  • Bitte noch einmal bei dem Thema bleiben. Es geht nicht um die Petition, sondern darum, dass die Medien den kritischen Stimmen keine Gelegenheit geben sich öffentlich wie diese Petitionsschreier zu äußern. Nun hat sich das mittlerweile auf 50000 Unterschriften ausgewachsen. Erstaunlich? Ehrlich gesagt, von irgendwoher müssen ja die Wählerstimmen für die Reaktionäre in der Bundesregierung ja auch kommen. Oder ist hier jemand so dumm, dass er glaubt, es gäbe aufgeklärte CDU-Wähler? Es mag wohl sehr naive unpolitische CDU-Anhänger geben, die sogar auch noch schwul sind, aber so etwas kann man doch bitte nicht ernst nehmen.

    Die Medien, dazu gehören auch die öffentlich-rechtlichen Rundfunk- und Fernsehanstalten, haben die Mischung von Krawalljournalismus in Tateinheit mit deutsch-sentimentaler Konsenskacke von den privaten Sendern kopiert. Deshalb wird so gern nach dem Motto "pro und contra" diskutiert. Dem dummen Volk wird dabei suggeriert, dass es in diesem Land tatsächlich eine Debatte über bestimmte Probleme gibt. Das ist natürlich Unsinn. Das ist alles nur Demokratietheater, was den Bürgern vorgespielt wird. Die wirklichen Meinungsrichtlinien werden von der herrschenden Klasse, zu denen auch die Führungskräfte in den Medien gehören, vorgegeben und für einen Zuschauer mit Förderschulniveau aufbereitet.

    Zum Aufstand der bisher 50000 gehören Leute der evangelikalen Sorte vom Schlage "Colonia dignidad", die ja gerade von diesen suspekten Freikirchen und evangelischen Allianzen gehegt und gepflegt wurde, oder die beliebten Obervergaser vom Typ "Unter Adolf war ja nicht alles schlecht". Dass in diesem Ensemble dann noch ein Oberkirchenrat der badischen Landeskirche Schneider-Harpprecht auftaucht, lässt sich wohl nur mit dem landsmannschaftlichen Verhalten dieser Volksgruppe erklären, unter denen ja auch ein Marine-Richter Filbinger, ein Wolfgang Schäuble, oder eine Gertrud Scholtz-Klink zu finden war oder ist.

    Jedenfalls ist damit genügend Volkes Stimme versammelt, was die öffentlich-rechtlichen Medien gern als "Meinungspluralismus" verkaufen. Das Theme ist ja auch sehr dankbar, besonders wenn man es noch mit Kinderpornografie und Missbrauch anreichert. So sichert es eine hohe Quote, die auch in den öffentlich-rechtlichen Medien eine tragende Rolle spielt.

    Kritische Stimmen sind völlig unangebracht, denn schließlich lädt man ja auch keine Punk-Band zum beliebten "Frühlingsfest der Volksmusik" ein.

    Warum wohl gab es in den Siebziger Jahren eine gewisse Ruhe vor diesen Rektionären? Weil damals die Volksmeinung diese ewigen verkappten Nazis satt hatte. Diese Gängelei kotzte meine Generation nur noch an. Die Unruhen der 68er und frühen 70er Jahre führten dazu, dass sich dieses Pack einfach nicht mehr traute den Mund öffentlich aufzumachen. Sie blamierten sich einfach mit ihrem ewiggestrigen Gefasel. Ein Gerhard Löwenthal konnte keine Sendung im ZDF mehr ohne ein riesiges Wasserglas mit Alka-Seltzer moderieren und sah trotzdem noch aus wie ein personifiziertes Zwölffingerdarmgeschwür. Die anderen Witzfiguren, wie ein Kurt Ziesel, der zwielichtige Hans Habe und andere Mitglieder der Springer-Entourage sind heute schon komplett vergessen.

    Aber die nachlassende Entpolitisierung der Bevölkerung, das Besinnen auf den Konsumrausch, sich Einlullen lassen von unverblümten Jesuitengeschwätz, das alles führte zu der Renaissance dieser Zombies, die der CDU immer noch ein Existenzrecht beschert.

    Man muss sich also aus dem Sessel erheben und selbst aktiv gegen diese Untoten vorgehen. Im schwulen Kämmerlein sitzen und von Prinzen träumen bringt gar nichts. Das System muss gesäubert werden - bitte anpacken.
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