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- 07. Januar 2014 2 Min.

Heath Spence, der Chef des australischen Viererbobteams, freut sich über den neuen Sponsor
Australische Wintersportler wollen in Russland öffentlich zeigen, dass sie mit dem Gesetz gegen Homo-"Propaganda" nicht einverstanden sind.
Das australische Bob-Team hat am Montag bekannt gegeben, dass die LGBT-Gruppe "Principle 6" der offizielle Sponsor für den Rest der Wintersportsaison sein wird. Alle australischen Bobfahrerinnen und Bobfahrer werden etwa bei Weltcuprennen das Logo der Organisation tragen, die sich gegen homofeindliche Gesetze in Russland einsetzt.
"Principle 6" wurde erst vor einem Monat von den beiden LGBT-Gruppen "Athelte Ally" und "All Out" gegründet. Zum ersten Mal wird das Bob-Team bei einem Weltcuprennen diese Woche im amerikanischen Lake Placid das Logo tragen. Für das Sponsoring müssen die Homo-Aktivisten nur einen symbolischen Betrag an die Bobfahrer-Organisation überweisen.
"Wir sind gegen Diskriminierung im Sport. Das bedeutet auch, dass wir Diskriminierung von schwulen und lesbischen Sportlern verurteilen", erklärte Heath Spence, der Kapitän der australischen Bobmannschaft. Spence sagte weiter, dass einige der "loyalsten Unterstützer" seines Teams homosexuell seien. "Die haben uns unterstützt, also wäre es heuchlerisch, wenn wir nicht dasselbe tun". Er sei "stolz" darauf, dass seine Mannschaft für gleiche Rechte kämpfe.
Bereits vergangenen Monat hatte die lesbische australische Snowboarderin Belle Brockhoff angekündigt, während der Olympiade Outfits mit dem Logo und Botschaften von "Principle 6" zu tragen.
Gegen Putin-Propaganda
LGBT-Aktivist Brian Ellner von "Athlete Ally" erklärte, das Sponsoring solle verhindern, dass die Spiele zu einer Propagandaveranstaltung von Präsident Wladimir Putin werden: "Während Putin versucht, seine Schokoladenseite vor der Eröffnungsfeier zu zeigen, ist es sehr wichtig, dass wir auf die grauenhaften homophoben Gesetze in Russland aufmerksam machen", so Ellner. Es sei vielversprechend, dass sich inzwischen viele Wintersportler in aller Welt gegen Diskriminierung ausgesprochen hätten.
In der IOC-Charta ist festgelegt, dass "jede Form der Diskriminierung eines Landes oder einer Person aufgrund von Rasse, Religion, Geschlecht oder aus politischen und sonstigen Gründen" verboten sei.
Vor einem halben Jahr hat Russland das Gesetz gegen Homo-"Propaganda" eingeführt, das es untersagt, sich in der Öffentlichkeit positiv über Schwule und Lesben zu äußern (queer.de berichtete). Homosexuelle Sportler haben das Internationale Olympische Komitee (IOC) bereits dafür kritisiert, dass es nicht genug tue, um schwule und lesbische Sportler zu schützen. Die frühere Tennisspielerin Martina Navratilova und der Basketballprofi Jason Collins erklärten etwa, das IOC stecke seinen "Kopf in den Sand" (queer.de berichtete). (dk)
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