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Arne Friedrich war von 2004 bis 2010 Mannschaftskapitän bei Hertha BSC Berlin und auch in der Nationalmannschaft unverzichtbar (Bild: Wiki Commons / Steindy / CC-BY-SA-2.0)

Nach dem Coming-out von Thomas Hitzlsperger hat sein früherer Nationalspielerkollege erneut seine Heterosexualität beteuert.

Der 82-fache deutsche Nationalspieler Arne Friedrich hat Spekulationen über seine sexuelle Orientierung erneut zurückgewiesen. Im Interview mit "Zeit Online" sagte der 34-Jährige: "Jeder Fußballer ist doch auch Privatperson. Ich bin heterosexuell. Aber wenn ich homosexuell wäre, wäre jetzt ein guter Zeitpunkt, es öffentlich auszusprechen."

Anlass war Thomas Hitzlspergers medienwirksames Coming-out am Mittwoch, der als erster früherer Nationalspieler offen über seine Homosexualität sprach (queer.de berichtete). Friedrich erklärte einerseits, dass Hitzlsperger den "richtigen Schritt" getan und eine Tür für viele andere aufgestoßen hätte, auch zeigte er Verständnis für die große Medienaufmerksamkeit. Andererseits übte er auch Kritik: "Gleichwohl ist es auch immer wieder Wasser auf die Mühlen derer, die unbedingt spekulieren wollen, ob einer hetero- oder homosexuell ist. Das geht auch in meinem Fall schon über Jahre so. Dass meine Freundin oder ich damit immer wieder konfrontiert wurden, war ab und zu auch nervig", sagte der Abwehrspieler.

Probleme mit Google

Friedrich, der in Deutschland zuletzt für Hertha BSC Berlin und den VfL Wolfsburg gespielt hat, hat sich bereits wiederholt gegen Homo-Gerüchte gewehrt. So beklagte er vor zwei Jahren in der RBB-Sendung "Sportplatz", dass sein Name beim Googeln mit dem Wort "schwul" in Verbindung gebracht werde (queer.de berichtete). Kurze Zeit später beteuerte seine Freundin in einem Brief an eine Boulevardzeitung, dass Friedrich "nicht schwul" sei (queer.de berichtete).

Im Interview erklärte Friedrich auch, dass er Hitzlsperger zu seinen wenigen Freunden im Fußballgeschäft zähle. Von der Homosexualität seines ehemaligen Mitspielers habe er aber erst "vor sechs oder sieben Wochen erfahren, als er sich mir anvertraute". Innerhalb der Mannschaft und in der Kabine sei "über so etwas" nicht gesprochen worden.

Der 34-Jährige lobte, wie die amerikanische Profiliga (MLS) mit dem Coming-out von Robbie Rogers umgegangen sei: "Er hat nur positives Feedback bekommen. In der gesamten Liga wurde es als Normalität betrachtet, dass ein Spieler sich outet", so Friedrich, der im letzten Jahr seine Karriere bei der MLS-Mannschaft Chicago Fire SC beendet hatte. (dk)

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#1 warmduscheAnonym
  • 09.01.2014, 14:00h
  • ZEIT ONLINE: Werden sich also homosexuelle Profifußballer bald nicht mehr Alibi-Freundinnen zulegen müssen?

    Friedrich: Ist das so?
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#2 splattergayAnonym
  • 09.01.2014, 14:01h
  • Ein mutiges Statement, sich zu seiner Heterosexualität zu bekennen.
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#3 David77Anonym
  • 09.01.2014, 14:09h
  • Antwort auf #2 von splattergay
  • ja, vor allem weil ein Shitstorm losgehen müsste, wo man beklagt dies sei ja Privatsache was er im Schlafzimmer treibe, er solle ja nicht damit hausieren gehen oder am besten gleich ein Buch darüber schreiben...
    Die Fans werdfen sich jetzt wohl entsetzt abwenden.
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