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- 10. Januar 2014 2 Min.

Moskaus früherer Bürgermeister Juri Luschkow ist wegen seines Homo-Hasses bei den Jecken unerwünscht
Eigentlich wollte der Moskauer Ex-Bürgermeister am Rosenmontagszug teilnehmen. Jetzt stellt der älteste Karnevalsverband fest, dass man nichts mit Schwulenhassern zu tun haben wolle.
Das 1823 gegründete Karnevals-Traditionskorps Rote Funken hat am Freitag dementiert, dass Moskaus früherer Bürgermeister Juri Luschkow am Rosenmontagszug teilnehmen wird. Zuvor hatte die Zeitung "Express" berichtet, dass Luschkow und dessen Frau eine Einladung des Vereins zur Teilnahme angenommen hätten.
Grund für die Rücknahme der Einladung sei die Homophobie des Politikers, erklärte der Verband auf seiner Website: "Rote Funken dulden keine Schwulenhasser im Zoch [Karnevalszug]". Man lehne "jegliche Form der Ausgrenzung von Homosexuellen oder Migranten" ab und betrachte die Rücknahme der Einladung daher als "eine Selbstverständlichkeit".
Laut den Roten Funken ist die Einladung an Luschkow schon vor Jahren von den Kölner Ex-Oberbürgermeitern Norbert Burger und Fritz Schramma grundsätzlich ausgesprochen worden und von den Roten Funken bestätigt worden. "In diesem Zusammenhang wurde es versäumt, die Person des Einzuladenden zuvor noch einmal näher zu überprüfen", so der Karnevalsverein. Es sei aber nicht ungewöhnlich, dass auf Wunsch von Politik oder Wirtschaft Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zur Teilnahme am Zug eingeladen werden. In Zukunft müsse man diese Einladungen genauer prüfen.
"Köln ist die Stadt der Toleranz"
Nach Bekanntwerden der Einladung hatten sich sofort Protest formiert. So twitterte der grüne Bundestagsabgeordnete Volker Beck aus Köln: "Bitte nicht! Jeck und bescheuert ist ja ein Unterschied". Er erhielt Unterstützung vom FDP-Europaabgeordneten Alexander Graf Lambsdorff: "Köln ist die Stadt der Toleranz. Herr Luschkow ist ein Bürgermeister der Intoleranz".
Der 77-jährige Luschkow war von 1992 bis 2010 Bürgermeister von Moskau und fiel in seiner Amtszeit durch viele homophobe Ausfälle auf. So hat er Jahr für Jahr den CSD verbieten und Homo-Aktivisten bei Demonstrationen verhaften lassen. Öffentlich erklärte er wiederholt seine Abneigung gegenüber Lesben und Schwulen. In seiner Amtszeit erklärte er, Homosexuelle seien "zügellos", der CSD sei ein "Werk des Satans". Zudem behauptete er, Homo-"Propaganda" fördere die HIV-Ausbreitung (queer.de berichtete). (dk)













Es ist bereits ein Skandal, dass diese "Rote Funken" ihn überhaupt eingeladen hatten.
Aber wenigstens haben sie das korrigiert - wenn auch erst durch den massiven medialen und öffentlichen Druck...