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Kommentare zu:
Die Angst des deutschen Fußballs vor der Normalität


#1 AlexAnonym
  • 14.01.2014, 15:22h

  • Ich hoffe, das bleibt jetzt kein Einzelfall.

    Thomas Hitzlsperger hat seinen Kollegen einen Traumpass zugespielt - den müssen sie jetzt nur noch verwandeln...

    Die wollen ihn, der für sie den Boden bereitet hat, doch wohl jetzt nicht alleine stehen lassen...
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#2 LucaAnonym
  • 14.01.2014, 15:26h

  • Es ist nichts schlimmes daran schwul zu sein. Schlimm ist nur, seine Fans und sich selbst zu belügen.

    Es wird Zeit, endlich diese Schmierenkomödie zu beenden und endlich zu sich selbst zu stehen. Das wäre ein wahres Zeichen von Größe.
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 FelixAnonym
  • 14.01.2014, 15:34h

  • Die betreffenden Spieler sollten sich nicht nur outen, weil sie Idole sind und eine Vorbildfunktion haben.

    Sondern sie sollten sich vor allem auch um ihrer selbst willen outen. Denn diese konstante Selbstverleugnung kann auf Dauer nicht ohne seelische Folgen bleiben.

    Erst danach merkt man, wie frei und wie viel glücklicher man plötzlich ist. Dann bereut man jeden Tag, den man gewartet hat.

    Ist die dauernde Angst, es könnte vielleicht doch etwas durchsickern wirklich besser als Freiheit und das Wissen, das richtige zu tun?!

    Alleine schon die Angst vor Entdeckung wäre für mich ein Grund, es selbst in die Hand zu nehmen.
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#6 PromisAnonym
  • 14.01.2014, 15:35h

  • Das ist das gleiche wie mit Elton John. Vips sollten keine Angst haben. Das homoeheliche eines Sportlers ist das Private wie bei Elton. Große Sensation ist das nicht. Hamburger Bürgermeister hat sich auch nichtlange geoutet. Jetzt hat volle Anerkennung. Schwul und lesbisch ist nicht mehr wie Aussererdischer. Früher gab es so: Zwangheteroehe dann Scheidung.
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#7 LorenProfil
  • 14.01.2014, 15:49hGreifswald
  • "Der Sport wird verwaltet, aber nicht gesellschaftlich gestaltet." (Leibfried/Erb)

    Gestaltet wird -ob vom DFB oder der Fifa oder dem IOC- primär das Geschäftliche, denn der Spitzensport ist längst als Geldmaschine erkannt worden, mit der sich viele Akteure die Taschen voll machen können. Im Zweifel werden dann Grund- und Menschenrechte dem Big Business geopfert und die homosexuellen Sportler in den Schrank verwiesen. Dass das mit der vielbeschworenen Ethik des Sports nicht in Einklang zu bringen ist, geht vielen Funktionären, Trainern etc. schlicht am A.... vorbei, allen Sympathiebekundungen gegenüber Herrn Hitzlsperger (die ja nichts kosten) zum Trotz.
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#8 TimonAnonym
  • 14.01.2014, 15:50h

  • Wahre SportLee sind nicht zu feige, um zu sich selbst zu stehen und verstecken sich nicht...

    Es gibt tausende, die sich in Schulen outen oder in Staaten, wo ihnen Repressionen bis hin zu Gefängnis, Folter und Tod drohen.

    Da kann man doch wohl von gutsituierten Profispielern erwarten, dass sie endlich mal ihrer Vorbildfunktion gerecht werden und endlich etwas ändern...

    Wer so weitermacht, trägt mit zu einer Situation bei, wo Schwule und Lesben gemobbt werden, Opfer von Gewalt werden oder gar so verzweifelt sind, dass sie sich das Leben nehmen. Nach wie vor ist die Selbstmordrate unter schwulen und lesbischen Jugendlichen 4-5 mal höher als bei Hetero-Jugendlichen.

    Aber schwule Spieler könnten nicht nur für schwule und lesbische Jugendliche ein Vorbild sein, sondern für alle Menschen - egal welches Alter, welche Hautfarbe, welches Geschlecht und welche sexuelle Orientierung: Vorbilder für Toleranz, Fairness, Offenheit, Menschlichkeit und wahre Sportlichkeit...
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#9 bengtAnonym
#10 HabukazProfil
#11 RobbyEhemaliges Profil
#12 m123Anonym
  • 14.01.2014, 19:25h
  • Dieses Interview ist von 2007:

    www.youtube.com/watch?v=JDYX9rRMooo

    Er nannte es eine "negative Begleiterscheinung des Fußballs" wenig Zeit für Mädels zu haben. Damit hat er suggeriert, dass er auf Frauen steht.

    Und hier hat er sich mit seiner damaligen Freundin Inga im Jahr 2007 verlobt:

    www.bild.de/sport/fussball/thomas-hitzlsperger/am-tag-vor-de
    m-polterabend-platzte-die-verlobung-34176180.bild.html


    Es gibt nur zwei Möglichkeiten, und in jeder Möglichkeit sieht man die Lüge. ENTWEDER seine damalige Freundin Inga war eine Alibifreundin und sie wusste von Anfang an, dass er schwul ist. Dann hat Hitzlsperger sowohl 2007 gelogen als auch jetzt bei seinem Coming Out Anfang 2013, weil er nämlich gesagt hat ihm sei erst nach der Trennung von seiner Freundin Inga klar geworden, dass er homosexuell ist. ODER seine Freundin Inga wusste viele Jahre lang nichts von seiner Homosexualität und dachte, dass ihr Glück perfekt sei. Dann aber hat Hitzlsperger nicht nur über all die Jahre seine Freundin Inga und die Öffentlichkeit angelogen, sondern er hat auch im Jahr 2013 seine Ex-Freundin Inga und die Öffentlichkeit angelogen, weil er nämlich gesagt hat, er habe erst nach der Trennung 2007 erkannt, dass er homosexuell ist.

    Wenn ein Mann schwul ist und behauptet, dass er mit 25 nicht wusste, dass er schwul ist, dann ist das einfach eine Lüge.

    Ich kann es ja noch halbwegs nachvollziehen, wenn man als schwuler Fußballer aus Angst vor Homophobie sich ne Scheinfreundin schnappt (die genau weiß, dass sie nur eine Scheinfreundin ist), und der Öffentlichkeit eine heterosexuelle Fassade vorgaukelt. Schlimm ist aber, und das werfe ich Hitzlsperger vor, dass er bei seinem Coming Out Anfang 2013 erneut gelogen hat, indem er nämlich behauptet hat seine sexuelle Orientierung habe sich geändert, nachzulesen im "Die Zeit"-Interview. Laut Hitzlsperger ist "Homosexualität eine Begleiterscheinung des Älterwerdens und der beruflichen Neuorientierung". So ein Blödsinn! Er hat das nur gesagt, weil er zu feige war die Wahrheit zu sagen, dass seine Beziehung zu seiner Freundin zumindest von seiner Seite aus nur eine Scheinbeziehung war, mit der er eine heterosexuelle Fassade aufrechterhalten wollte. Wenn er das zugegeben hätte, d. h. dass er überall die Jahre WEGEN der Homophobe eine heterosexuelle Fassade vorgegaukelt hat, dann wäre das ehrlich gewesen und jeder hätte Verständnis dafür gehabt. Jetzt aber tischt er der Öffentlichkeit die Lüge auf seine sexuelle Orientierung habe sich geändert. Und diese Lüge ist obendrein noch brandgefährlich für homosexuelle Menschen, denn Millionen Menschen denken jetzt, dass sexuelle Orientierung etwas Veränderbares sei.

    Gut, dass er sich überhaupt geoutet hat. Schlecht, dass er gleich eine erneute Lüge gebracht hat. Und in seiner aktiven Zeit als Profi hat er sich nicht outen wollen. Nach der Profikarriere ist es tausend Mal leichter sich zu outen.
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#13 m123Anonym
  • 14.01.2014, 19:29h
  • Ich bin voll dafür, dass sich aktive Profifußballer outen, wenn sie schwul sind. Und dann sollten sie nicht lügen, sondern Klartext reden. D. h. sagen, dass sie schon immer schwul waren und dass ihre Freundin nur eine Scheinfreundin war. D. h. nicht wie Hitzlsperger behaupten man sei sich seiner sexuellen Orientierung erst vor wenigen Jahren bewusst geworden. So ein Blödsinn!

    Außerdem haben doch sowieso schon mehrere Experten, darunter Tatjana Eggeling oder mal bei Markus Lanz jemand bestätigt, dass es tatsächlich sogar Agenturen gibt, die Models an homosexuelle Fußballspieler vermitteln und sogar Scheinehen organisieren!!! D. h. das gibt es! Und das sollte man dann auch zugeben, wenn man sich als schwuler Fußballprofi outet.
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#14 NeustartAnonym
  • 14.01.2014, 20:01h
  • Antwort auf #13 von m123
  • Als jemand, der selbst einmal vor seinem Coming Out mit einer Frau verheiratet war, sind mir seine Handlungen ziemlich nachvollziehbar. Ich will mal versuchen zu erklären, was passiert sein könnte (es muss so nicht gewesen sein), ich mische da ziemlich viel eigene Erfahrungen mit rein:
    Du bist 19, erste "harmlose" sexuelle Erfahrungen gesammelt (vielleicht auch mit Kerlen), spürst vielleicht sogar, dass Du auf Männer stehst und bist einfach nicht gefestigt genug, Dich dem zu stellen. Dann gibt es da eine Frau, die Interesse an Dir hat, mit der Du Dich vielleicht gut verstehst. Es kommt zum Sex (was mit 19 beileibe kein Problem ist) und Du denkst: "Klasse, es funktioniert ja doch." Und schwupps rutscht man ganz tief in etwas hinein, was man nicht mir nichts Dir nichts über Bord wirft, wenn man merkt, dass sich die ganzen Männerphantasien dann doch nicht verdrängen lassen.
    Es ist gut, wenn man dann irgendwie die Kurve kriegt und das Ganze irgendwie in die Brüche geht. Es mit dem Argument "ich bin schwul, und ich war es schon immer" zu beenden, ist ziemlich hart, und ich für meinen Teil war sehr froh, dass es bei mir damals noch andere Gründe gab.
    Wenn man jetzt nach dem Grund für die Trennung gefragt wird, kann man natürlich sagen, dass man schon immer schwul empfunden hat, aber ich kann mir auch vorstellen, dass man das aus einer Art Rücksicht gegenüber der Frau nicht tut. Wenn es vielleicht im Bett nicht so wirklich geklappt hat, so kann es doch sein, dass man sich was zu sagen hatte. Acht Jahre hinterlassen Ihre Spuren.

    Natürlich ist es unglücklich formuliert zu sagen, dass Ihm erst nachher klargeworden ist, dass er auf Männer steht, aber ich halte ihm eine Menge persönliche Gründe zu Gute, das er diese Formulierung gewählt hat. Was mich persönlich mehr stört, ist dass er selbst nie das Wort "schwul" benutzt.
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#15 FaktencheckAnonym
  • 14.01.2014, 20:07h
  • Antwort auf #12 von m123
  • Deine subjektive Sichtweise hast du jetzt ungefähr zwanzigmal hier ausführlich erläutert, ohne auf die Gegenargumente wirklich einzugehen.
    Damit wirfst du wieder einmal die Frage auf: Was ist eigentlich DEIN problem, dass neunzehnmal immer noch nicht ausgereicht haben? Was willst du hier erreichen? Ums diskutieren geht es dir ja offenbar nicht.
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#16 Burkhard BockAnonym
  • 14.01.2014, 20:15h
  • Es sind eben rückständige Fußballfunktionäre beim DFB. Die DFB-Funktionäre in Frankfurt/M. und vielen Landesverbänden haben doch mehr Angst vor dem Coming-out eines aktuellen Spielers, wie dieser selbst. Tatenlos und wenn, dann kommen nur hole Sprüche. Wie es den vielen Leuten an der Basis geht, interessiert die DFB-Bosse überhaupt nicht. Traurig.
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#17 HugoAnonym
#18 Miguel53deProfil
  • 14.01.2014, 20:28hOttawa
  • Antwort auf #12 von m123
  • Soviel Spekultaion, warum ein Mensch so handelt, wie er handelt. Zuviel Spekulation, wie ich meine. Ich kann doch niemandem vorschreiben, wie er mit seinem Leben, seinen Plaenen, seinem Umfeld umgeht. Das muss jeder fuer sich entscheiden und mit sich ausmachen.
    Natuerlich ist es gut, wenn ein Mensch ohne Druck und ohne Angst leben kann. Doch auch der bestaendige Druck "Du musst Dich outen", kann belastend sein. Insbesondere, wenn man in der Oeffentlichkeit lebt und agiert und von ihr abhaengig ist. Ich moechte nicht wissen, wieviele "Prominente" ein Leben mit bestaendiger Verdraenung gelebt haben und wir nichts davon wissen.
    Haben wir das Recht, sie zu kritisieren? Nein, ueberhaupt nicht.
    Umgekehrt allerdings duerfen wir uns zu Recht freuen und ist es zu unterstuetzen, wenn jemand wie ein Hitzlsperger "aus dem Schrank" kommt, weil es Mut macht.
    UND - weil sich dann auch zeigt, ob die Reaktionen aus Politik und Gesellschaft echt sind oder - wie man gerade erlebt, nichts als Lippenbekenntnisse.
    Ihn hier als Luegner zu bezeichnen, ohne diesen Menschen auch nur im geringsten persoenlich zu kennen, das halte ich fast schon fuer unverfroren.
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#19 David77Anonym
  • 14.01.2014, 20:53h
  • Antwort auf #12 von m123

  • Für manche bleibt ein halbvolles glas halbleer. Wenn man selbst in der szene noch angezickt wird, wundert man sich ernsthaft, dass andere weiter ungeoutet bleiben wollen? Wozu dann noch outen, wenn man sich dann dafür noch belehren lassen muss?! Manche verdrängen erstmal ihre neigung, stürzen sich in ausbildung, beruf, bildung und holen später nach, was sie in der zeit verdrängt haben. Nicht jeder ist mit anfang 20 so gereift um sich selbst und das drumrum klar erkennen zu können.
    Aber am besten bleiben die aktiven spieler auch nach dem ende weiter im schrank, dann muss man sich erst gar nicht erst rechtfertigen.
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#20 PietAnonym
  • 14.01.2014, 21:24h
  • Antwort auf #17 von Hugo
  • Beides. In erster Linie bei der Werbemafia.

    Aber es gibt leider noch genug Fans die homophob sind. Das Problem ist dabei die schweigende Masse an Fans, die nichts dagegen unternimmt oder nur daneben steht und lacht wenn homophobe Äußerungen wie schwule Sau usw fallen.
    Ich bin unregelmäßig bei Heimspielen im Stadion und kriege das mit.
    Man macht es sich also zu einfach wenn man sagt nur die oberen Verantwortlichen sind schuld.
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#21 FrageAnonym
#22 Uwe-RalfAnonym
  • 14.01.2014, 22:07h
  • Antwort auf #14 von Neustart
  • Das sich Männer erst später oder nach der Hochzeit mit einer Frau für ein ComingOut und ein schwules Leben entscheiden, kommt wohl sehr oft vor. In meinem Bekanntenkreis gibt es viele offen schwul lebende Männer, die Väter sind und Familie hatten. Einige haben ihr Schwulsein verdrängt, andere haben es schlichtweg nicht gemerkt. Das kann doch bei Thomas genauso gewesen sein. Freut euch doch einfach mit ihm mit, wir haben einen tollen Kerl und Mitstreiter mehr !
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#23 Uwe-RalfAnonym
  • 14.01.2014, 22:17h
  • Antwort auf #1 von Alex
  • Lt. Thomas Interview im heutejournal haben sich bei ihm vier Bundesligaspieler persönlich gemeldet und ihn unterstützt. Vier ?? - was ist denn mit den restlichen Zweihundert der Liga los ? -- Zeigt das nicht wie tief der Morast noch immer ist in dem der Fussball steckt ? - Ich denke Theo Zwanziger hätte einiges mehr zu sagen gehabt, als das ganze Gelabere von Löw, Bierhoff und Niersbach. Thomas, das war eine Glanzleistung -- Danke !
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#24 dem TimingAnonym
#25 daVinci6667
  • 14.01.2014, 22:43h
  • Antwort auf #13 von m123

  • Lügner! Ja, du hast ja recht. Alle Schankschwestern sind feige Lügner!

    Hitzlsperger war auch eine solche, wissen wir alle!

    Jetzt hat er damit aufgehört. Dafür sollten wir ihm alle gratulieren. Je mehr sich outen desto einfacher wird es für uns alle. Vor allem für schwule Jugendliche die dringend positive, männliche, schwule Vorbilder brauchen.

    Ich hab ihm heute eine ehrliche Mail geschrieben in dem ich ihm zu seinem Schritt gratulierte. Bestimmt bekommt er schon genug Hassmails von homophoben Idioten.

    Weshalb und wofür sollten wir ihn auch noch kritisieren? Bringt doch nichts. Wir und er selbst hätten uns das anders gewünscht und ein Coming-Out eines Aktiven gewünscht, ok. Das wird's auch noch mal geben.

    Ja es war eine Lüge vor allem sich selbst gegenüber. Und wenn man einmal mit dem Lügen angefangen hat und nicht auffliegen will reitet man sich immer mehr in die Scheisse.

    Wer ist daran nun wirklich schuld? Eben!

    Ich finde du solltest ihm das verzeihen.
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#26 David77Anonym
  • 14.01.2014, 23:55h
  • Antwort auf #24 von dem Timing
  • Wie wäre die Wirkung, wenn er sich jetzt NICHT geoutet hätte? Wie würden nicht darüber diskutieren, hätten keine Ahnung, und würden darüber meckern, dass sich noch nicht einmal ein Spieler im Ruhestand geoutet hat.
    Und der nächster Spieler, über dessen Outing zu seiner aktiven Zeit wir dann in 12 Monaten diskutiert haben werden, würde sich dann eben auch nicht geoutet haben...

    Er hat es aber eben jetzt gemacht, und somit ist auch das Outing des nächsten Spielers zur aktiven Zeit auch wahrscheinlicher, als wenn er es jetzt nicht getan hätte.
    Man muss das mal so rum sehen.
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#27 meet the pressAnonym
#28 gefundenAnonym
  • 15.01.2014, 00:32h
  • "Und über der ganzen Diskussion schwebt nun noch die Absurdistan-WM 2022 in Katar, die offensichtlich nur dorthin vergeben wurde, weil gewisse Petro-Dollars das Hirn der Fifa-Delegierten benebelt haben: Ein Klima, das im Sommer nur Nacht-Spiele zulassen würde, ein Regime dass auf Menschenrechte defäkiert und ein Fifa-Boss, der den Aktiven und Fans empfiehlt, während der WM - bei «falscher» sexueller Orientierung - doch bitte enthaltsam zu sein, aus Respekt gegenüber den Gastgebern. Und in Russland - dem baldigen Olympiagastgeberland - fordert die orthodoxe Kirche doch allen Ernstes ein Gesetz gegen Homosexualität, denn Diskriminierung reicht offenbar nicht."

    www.news.ch/Coming+out+Leinenhemden+und+Wollhosen/613035/det
    ail.htm


    DAS GESETZ IST SCHON DA!!!
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#29 m123Anonym
  • 15.01.2014, 01:18h
  • Antwort auf #25 von daVinci6667
  • Das Problem ist doch nicht, dass er jahrelang eine Schrankschwester war und eine heterosexuelle Identität vorgegaukelt hat. Das Problem ist, dass jetzt, wo er sich geoutet hat, er leugnet die ganze Zeit homosexuell gewesen zu sein und sogar noch explizit sagt, dass seine sexuelle Identität sich geändert hätte. D. h. er hat mitnichten mit dem Lügen aufgehört, er hat nur die eine Lüge durch eine neue Lüge ersetzt.

    Sagt mal, seid ihr alle so benebelt von der an sich guten Sache, dass sich mal endlich ein (ehemaliger) Fußballprofi als schwul geoutet hat, dass ihr völlig vergesst, dass er nicht nur während seines Versteckspiels gelogen hat, sondern er auch bei bzw. nach seinem Coming Out gelogen hat, und dass er damit sogar falsche Fakten in Millionen Köpfe reinbringt, die gefährlich für homosexuelle Menschen sind. Wie anders soll man es denn beschreiben, wenn jemand, dem die Medien eine hohe Glaubwürdigkeit bescheinigen, nämlich Hitzlsperger, sagt, dass die sexuelle Identität veränderbar sei? Also ich finde den Aspekt, dass er LEUGNET mit seiner Freundin Inga zumindest von seiner Seite aus nur eine Scheinbeziehung geführt zu haben, ziemlich erbärmlich. Der Typ war 25 als er seine Freundin heiraten wollte und obwohl er da schon längst gewusst hat, dass er homosexuell ist. Was ist das denn anderes als eine Scheinbeziehung dann? Wie nennt man das, wenn jemand weiß, dass er schwul ist, aufgrund von Homophobie im Fußball aber ne Beziehung mit ner Frau eingeht, diese sogar heiraten will, es einen Tag vor dem Polterabend zur Trennung kommt, er sich als schwul outen will, sich später als schwul outet und dann aber behauptet das mit seiner Freunding Inga wäre von seiner Seite aus keine Scheinbeziehung gewesen, nur weil er nicht als Lügner dastehen will. Dabei ist genau das eine Lüge, wenn man seinen Verstand benutzt, und zwar eine ziemlich üble, die gefährlich für homosexuelle Menschen, vor allem angesichts der Tatsache, dass jetzt Millionen Menschen in Deutschland glauben die sexuelle Orientierung sei veränderbar. Ich kann mir nur ausmalen wieviele Eltern ihrem schwulen Sohn jetzt nahelegen es doch mal mit ner Frau zu probieren, denn laut Hitzlsperger ist Homosexualität ja nur eine Begleiterscheinung des Älterwerdens und der beruflichen Neuorientierung. *hust*

    Klar, es gibt natürlich auch positive Aspekte bei seinem Coming Out. Ich hab lediglich auf die negativen Aspekte hingewiesen und auf die Langzeitwirkung, die das haben könnte, d. h. dass viele Millionen Menschen nun Falsches über Homosexalität "gelernt" haben.

    Dass jemand wie Hitzlsperger, der eigentlich weiß, dass er schon immer schwul war, so einen Unsinn erzählt, diesen Teil kann ich Hitzlsperger nicht verzeihen, denn das war unnötig. Dass er sich versteckt hat und eine Scheinbeziehung geführt hat, das verzeihe ich ihm angesichts der Homophobie im Fußball. Aber nochmal, zu behaupten die sexuelle Orientierung könne sich ändern, das ist doch das Allerletzte. Und genau da hab ich viel drüber nachgedacht und hab festgestellt, dass je mehr ich drüber nachgedacht hab, desto weniger positiv erschien mir sein Coming Out. Wenn er gesagt hätte "ja es war ne Scheinbeziehung udn ich war schon immer schwul", dann wäre das nur positiv gewesen. Aber genau das hat er bestritten! Und das ist erbärmlich und schädlich.
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#30 Miguel53deProfil
  • 15.01.2014, 01:18hOttawa
  • Antwort auf #22 von Uwe-Ralf
  • Dazu kann ich auch ein drastisches und zugleich sympatisches Beispiel beitragen. In unserem Freundeskreis gibt es ein Paar, die sich in einem Kreis von getrennt lebenden oder geschiedenen Schwulen mit Kindern kennengelernt haben. Der eine hat sieben, der andere drei Kinder. Der erste kam "raus" vor zwei Jahren. Der andere erst kuerzlich.
    Was ich damit sagen will ist, dass jeder Mensch mit seiner ganz persoenlichen Geschichte zu respektieren ist. Aussenstehende koennen immer gern Ratschlaege, am besten natuerlich Hilfe geben. Aber meckern, vorschreiben, fordern, kritisieren?
    Wer sind wir denn, dass wir anderen Menschen sagen, wie ihre ganz persoenliche Geschichte abzulaufen hat?
    Ganz wie Du es sagst. Freuen wir uns, wenn es einem Menschen gelingt, seine Furcht abzulegen und seinen eigenen Weg zu gehen!
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#31 m123Anonym
#32 Miguel53deProfil
  • 15.01.2014, 08:26hOttawa
  • Antwort auf #29 von m123
  • Wir sind nicht benebelt, sondern bleiben auf dem Teppich. Du bist geradezu besessen von Deinem "der muss" und "der hat" und "alles Luege".
    Der muss gar nichts und hat gar nichts und es ist seine Weise, wie er damit fertig wird. Es ist etwas gaenzlich anderes, wenn jemand jahrelang homophobe aufgetreten ist und sich dann herausstellt, dass er eine, wie von Dir so gern gesagt, Schrankschwester ist.
    Du kannst niemandem vorschreiben, wie er mit seiner Sexualitaet umgeht. Und auch nicht, wie mi seinem Outing.
    Komm da mal runter. Es hat wirklich schon was wie Manie bei Dir.
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#33 wdtGUIHIJAnonym
  • 15.01.2014, 09:04h
  • Haben die versteckt schwulen Fußballer gar kein Selbstwertgefühlt und kein bisschen Selbstachtung mehr?

    Es kann doch echt nicht toll sein, sich wie eine Kakerlake in der Dunkelheit zu verstecken.
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#34 NeustartAnonym
  • 15.01.2014, 09:08h
  • Antwort auf #29 von m123

  • Es kommt Dir wohl nicht in den Sinn, dass eine Beziehung nicht nur aus Vögeln besteht, oder freundlicher ausgedrückt: Liebe und Sex sind zwei verschiedene Dinge (der Spruch wird nur meistens in dem Zusammenhang gebraucht, einen Ausflug in den Darkroom zu rechtfertigen).

    Meine Ex und ich verstehen uns immer noch sehr gut (und sind beide mittlerweile mit anderen Kerlen zusammen), wir sind nur beide einig, dass wir nie den Fehler hätten machen dürfen, miteinander ins Bett zu steigen. Aber wenn man Nummer eins für einander ist, hat man keinen
    Vergleich.

    Die Vehemenz, mit der Du Thomas Hitzlsperger eine Scheinbeziehung unterstellst, hat was pathologisches.
    Ich finde die Message wesentlich wichtiger, dass man Fehler in der Lebensplanung korrigieren und so etwas richtig befreiend wirken kann.
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#35 Uwe-RalfAnonym
  • 15.01.2014, 09:11h
  • Antwort auf #32 von Miguel53de
  • Deine Antwort werde ich gänzlich unterschreiben. Aber selbst unter schwulen Männern wird es immer auch solche geben, die manches nicht nachvollziehen können und wollen. Doch unterm Strich: damit können wir doch leben. Die Mehrheit der Gays hats ganz gut verstanden ;-))
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#37 Ferrante
#38 TheDadProfil
  • 15.01.2014, 10:19hHannover
  • Antwort auf #29 von m123
  • ""Das Problem ist, dass jetzt, wo er sich geoutet hat, er leugnet die ganze Zeit homosexuell gewesen zu sein und sogar noch explizit sagt, dass seine sexuelle Identität sich geändert hätte.""..

    Zum gefühlt 25. Male, weil´s andere auch schon geschrieben haben..

    Wenn jemand sagt oder schreibt das sich seine Sexuelle Identität "geändert" hat, ist das nicht automatisch gleichbedeutend damit, das sich Sexuelle Identität ändern ließe, oder durch äußere Einflüße veränderbar wäre..

    Was sich geändert hat, ist seine GEFÜHLSWELT..

    Und zwar sehr deutlich..
    Wie oft muß Mann darüber lesen das sich Schrankschwestern, ob nun freiwillige, oder eher unfreiwillige wie Hitzlsperger, das muß hier auch mal wieder angemerkt werden, unter dem normativem Druck der heterosexistischen Gesellschaft WÜNSCHEN Hetero zu sein, und alles nur erdenkliche dafür unternehmen in der öffentlichen Wahrnehmung dann auch für Hetero gehalten zu werden..

    Diese Form der Selbstverleugnung geht so weit das Schwule Männer teils jahrzehntelange Hetero-Beziehungen leben, Familien gründen, Kinder zeugen, und über Jahre ihr eigentliches ICH, ihre Identität so sehr verdrängen und verleugnen, das sie sich selbst für Hetero halten, und die Schwulen Gefühle in sich als eine Art Phase, die ja immer noch durch die Erklärungswelten wandern, empfinden..

    Hat Hitzlsperger hier also gelogen ?
    Ja, hat er..
    Er hat SICH belogen, und das über Jahre..
    Aber das muß er auch mit sich selbst ausmachen..

    Hat er Dich belogen ?
    Liebelein..
    Wenn Du ihn persönlich kennst, dann schon..

    Aber irgendwann kommt dann der Punkt der Erkenntnis, an dem Mann die Schwulen Gefühle nicht mehr unterdrücken kann, an dem Mann für sich selbst zum ersten Mal zugibt, ja, ich bin schwul..

    Viele haben diese Erkenntnis in der Jugend, manche schon mit 10, andere mit 20, und wieder andere erst nach der einen oder anderen gescheiterten Hetero-Beziehung und erstem Schwulem Sex..

    Die Formulierung die Hitzlperger hier verwendet hat ist sicher nicht die glücklichste..

    Aber wie kann sie auch, denn er lebte wenigstens 25 Jahre in einer SCHEIN-WELT der Hetero-Macho-Fußballer, und dementsprechend ist seine SPRACHBILDUNG eine Hetero-Macho-Fußballer-Sprache..

    Ich bin mir sicher das er die Aussagen in 5 oder 10 Jahren völlig anders formuliert, und die Tatsache des Versteckens nicht mehr als "änderung der identität" ausformuliert, sondern als das, was sie war, eine Zeit in der er eine Schein-Beziehung führte, weil er sich aufgrund der Umstände wünschte Hetero zu sein, oder einfach nur tarnen wollte um nicht dumm aufzufallen..

    Klar muß bei allem aber auch sein, das Coming Out von Thomas Hitzlsperger hat jetzt die Möglichkeit dafür geschaffen das sich andere Spieler, egal ob noch aktive Profi´s, oder auch ehemalige Spieler, sowohl im Fußball als auch in anderen Mannschaftssportarten outen können..

    Wie sehr solche Vorbilder dazu "anregen" können zeigt das Coming Out des Brasilianischen Turmspringers Ian Matos, der sich explizit auf das Vorangehen von Tom Daley bezieht, und sagte das habe ihm den Mut gegeben, es zu tun, obwohl ihm abgeraten wurde..

    Hier hat neulich mal einer geschrieben es sei für ihn aus beruflichen Gründen unmöglich sich zu outen..

    Diese Zeit sollte nach dem Coming Out Hitzlsperger´s endgültig vorbei sein..

    Und ich persönlich bin der Meinung, lieber ein Coming Out nach dem Mann weiß mit welchen Leuten Mann es in seiner Umgebung zu tun hat, als keines und in der Illusion zu leben, Mann hätte Freunde die zu einem stehen weil sie einen für Hetero halten..

    Wer sich nicht Outet, ist kein Fußballer und kein Automechaniker, kein Lehrer und kein Arzt..

    Der ist nur ein SCHAUSPIELER der bloß einen Hetero-Fuballer, einen Hetero-Automechaniker, einen Hetero-Lehrer oder einen Hetero-Arzt SPIELT..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #29 springen »
#39 wiedehopfAnonym
  • 15.01.2014, 10:36h
  • Antwort auf #31 von m123
  • Ja, aber dieser unglücklich formulierte Part des Hitzlsperger-Interviews ist nicht die einzige Informationsquelle über Homosexualität. Ich traue der großen Mehrheit der Leser zu, differenziert zu lesen und sich auch aus anderen Quellen zu informieren. M.a.W.: Die glauben jetzt nicht alle, dass die sexuelle Identität veränderbar ist, weil Hitzlspergers Interview-Antwort so gelesen werden kann.
    Ich vermute, dass diejenigen, die an "Veränderbarkeit" (meistens ja in die andere Richtung) glauben wollen, das schon vorher taten, und Hitzlspergers ungeschickte Äußerung allenfalls als Bestätigung sehen. Die anderen, die nicht an solche Scharlatanerie glauben, werden durch diese zwei Zeilen aus dem Interview nicht von ihrer Überzeugung abgebracht.
    Ich verstehe, dass dir diese Äußerung, die als Bestätigung von Veränderbarkeit gelesen werden kann, Bauchschmerzen bereitet, aber m.E. hängst du das in seiner Wirkung zu hoch; ich glaube, dass der überwiegende Effekt des Coming-Outs von Hitzlsperger positiv ist und bleibt.
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#40 Was fehltAnonym
  • 15.01.2014, 13:16h
  • Es fehlt bei seinem Coming-out, nach dem jahrelangen Versteckspiel, eine tatsächlich kritische Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen und politischen Verhältnissen. Nicht zuletzt die Beschönigung und Verklärung seiner jahrelangen Selbstverleugnung verhindert das.

    So wurde (auch von ihm) nahezu jede Chance vertan, im Rahmen der medialen Inszenierungen klare politische Forderungen zu stellen, ohne welche die drei Tage Toleranzheuchelei nichts als Phrasendrescherei bleiben.
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#41 sperlingAnonym
  • 15.01.2014, 14:09h
  • Antwort auf #29 von m123
  • das mit der formulierung "änderung" sehe ich so kritisch wie du. aber wie wiedehopf (hallo gefiederter kollege!) schon schrieb, glaube auch ich, dass du die negative wirkung dieser aussage überschätzt.

    was mich aber wirklich wurmt: hier haben mehrere menschen (wie auch ich) darauf hingewiesen, dass es durchaus eine fast vollständige verdrängung sexueller wünsche bis über die pubertät hinaus geben kann. du wischst das weg, ohne auch nur eine sekunde darüber nachzudenken, ob es vielleicht andere wirklich besser wissen könnten als du. dabei beschreiben viele leute es selber genau so: sie merkten wohl irgendwann, dass irgendwas nicht stimmte, aber sie "wussten" keineswegs, worum es dabei ging. das fanden sie erst spät heraus, teilweise erst mit 40, 50, sogar 60 jahren.

    ich finde es grundsätzlich äußerst problematisch, anderen menschen ihre eigene realität abzusprechen.

    das tust du hier leider, und zwar mit einer aggressiven hartnäckigkeit, die wirklich die frage aufwirft, was da bei DIR eigentlich ausgelöst wird.

    auch finde ich es schwierig und auch beleidigend, die hetero-beziehungen von späteren homos als "scheinbeziehungen" und "lügen" abzutun. natürlich enthalten diese beziehungen nicht die sexuelle nähe, die wir bei einer beziehung gern als ideal voraussetzen. aber ist deswegen auch alles andere "gelogen"? die meisten der betroffenen scheinen das nicht so zu sehen, sondern verteidigen, wie hier Neustart, dass ihre beziehung durchaus viele tolle qualitäten hat/te und deswegen nicht "nur schein" war.

    auch hier finde ich es wichtig (und menschlich), die eigensicht der betroffenen zu respektieren und nicht die eigene perspektive über ihre zu stellen.

    auch schwule und lesben erleben es immer wieder, dass außenstehende die qualität ihrer beziehungen anzweifeln und ihnen "echte liebe" einfach kurzerhand absprechen. kann das nicht ein bisschen sensibel machen?
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#42 stepsAnonym
  • 15.01.2014, 14:14h
  • Antwort auf #9 von bengt
  • »Seitdem ist viel passiert«, sagte Alexander Wehrle am Samstag. »Wir werden Farbe bekennen«, versprach er und kündigte für Anfang April einen Aktionstag gegen Homophobie vor dem Zweitliga-Heimspiel gegen Arminia Bielefeld an. Außerdem will der 1. FC Köln beim Christopher Street Day im Juli erstmals mit einem eigenen Wagen teilnehmen.

    Womit die Geißböcke deutlich weiter sind als ein anderer großer Karnevalsverein der Stadt, die Roten Funken. Die wollten nämlich in diesem Jahr Juri Luschkow als Ehrengast auf ihren Rosenmontagswagen hieven. Weil der Exbürgermeister von Moskau aber immer wieder als übler Schwulenhasser auffällt, rief die Einladung im toleranten Köln heftige Kritik hervor. Vor zwei Wochen luden die schnell kleinlaut gewordenen Karnevalisten den Russen wieder aus. »Ich finde, daß Homosexualität ein unnatürliches Verhalten ist. Ich würde mich ungerne in homosexuellen Kreisen aufhalten«, trat Luschkow nach der Ausladung in einem Interview mit dem Boulevardblatt Express noch mal kräftig nach.

    www.jungewelt.de/2014/01-15/001.php?sstr=schwul
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#43 sperlingAnonym
  • 15.01.2014, 14:31h
  • Antwort auf #40 von Was fehlt
  • >"So wurde (auch von ihm) nahezu jede Chance vertan, im Rahmen der medialen Inszenierungen klare politische Forderungen zu stellen"

    ich stimme zu, dass die diskussion nicht von der politischen ebene völlig entkoppelt werden darf. aber diese politische diskussion findet ja bereits statt, und ich habe nicht den eindruck, dass die hitzlsperger-debatte dazu führen wird, das politische vom tisch zu wischen.

    was mir nämlich ebenso wichtig ist: wir dürfen auch nicht NUR noch über politik im sinne von parteien und gesetzen reden.

    ich finde es sehr wichtig, gleichzeitig auch die ganz simple zwischenmenschliche ebene zu betrachten, auf der sich homophobie und diskriminierung noch einmal auf andere weise zeigen wie auf den höheren politischen ebenen. die menschen müssen nicht nur über politik nachdenken, sondern auch über ihr persönliches alltagshandeln. dazu trägt die aktuelle debatte vielleicht etwas bei. ich muss zwar zugeben, dass ich mir auch hier von h. deutlichere worte gewünscht hätte, statt darauf zu verweisen, dass schwulenwitze ja gar nicht so schlimm seien und er mitgelacht habe.

    aber vielleicht brauchen wir einen mix aus allem: politische forderungen, demonstrationen, parties, provokationen und scharfe kritik, eher homöopathische signale usw. usw.

    inzwischen glaube ich fast, dass das einzig wirklich schädliche von unserer seite aus darin besteht, die eigene perspektive und aktionsform für die einzig "nützliche" zu halten und einander gegenseitig dauernd "schädigendes" verhalten vorzuwerfen.

    ich schließe mich hier aber in meine eigene kritik ein...
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#44 Was zähltAnonym
#45 uljanowAnonym
#46 daVinci6667
  • 15.01.2014, 15:59h
  • Antwort auf #29 von m123

  • Eigentlich haben andere dir schon geantwortet. Ich sehe es genauso wie Sperling.

    Dann ist mir in den Sinn gekommen warum es dir vielleicht so schwer fällt Hitzelsperger zu glauben.

    Es gibt Schwule wie ich und vermutlich auch du, die sexuell REIN GAR NICHTS empfinden wenn sie mit einer Frau zusammen sind und auch keine Erektion bekommen.

    Bei anderen Schwulen geht das offenbar, auch wenn sie den Sex mit Männern geiler finden und nur mit Männern erfüllende Beziehungen eingehen können.

    Erstere wie wir haben zum Glück gar keine Chance ihre sexuelle Orientierung misszuverstehen.

    Man kann aber bekanntlich nicht immer von sich auf andere schliessen.
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#48 VolkerAnonym
#49 centAnonym
  • 15.01.2014, 22:36h
  • Antwort auf #46 von daVinci6667
  • ich weiß natürlich nicht wie es bei hitzlsperger war, aber die meisten schwulen die früher freundinnen hatten beschreiben das es eher gewohnheit und geborgenheitsliebe war was die beziehung ausmachte und keine feurige liebe.

    ich glaube, wenn spätouter wirklich schwul und nicht bi sind, finden sie frauen sexuell auch nicht attraktiv, sondern finden strategien.
    die kriegen keine errektion wegen des weiblichen körpers, sondern wegen der intimen nähe, fantasien und anderen gedanklichen hilfsmitteln.
    einer meiner ex war zuvor mit einer frau verheiratet und meinte das er seine frau zwar in gewisser weise liebte, der sex auch klappte und schön im sinne von körperlicher nähe und geborgenheit war, er aber weibliche primäre und sekundäre geschlechtsmerkmale nicht erregent findet.
    also muss es irgendwie auch so klappen, das schwule (ohne bineigung), durch die heteronormativität bedingt vor ihrem coming out beziehungen inklusive sex mit frauen hatten.

    das manche aber rein gar nicht gemerkt haben das sie schwul sind glaube ich nicht. denn man läuft ja mit offenen augen durch die gegend und bei dem ein oder anderen mann der einem begegnet merkt man doch das man ihn gerne anguckt.
    allerdingt glauben viele die das erleben und es nicht wahr haben wollen das es nur ein phase ist...bis sie merken das diese phase nicht aufhört, über jahre nicht, manchmal über jahrzehnte nicht...bis endlich das coming in und out kommt. letzteres bei manchen nie.
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#51 TalismannProfil
  • 16.01.2014, 11:37hSingen
  • Antwort auf #38 von TheDad
  • Ich kann mir ganz gut vorstellen, das sich in der letzten Woche viele Jungs oder Männer zu einem ComingOut durchringen konnten, gerade weil viel darüber zu lesen und zu sehen war. Die positiven Reaktionen auf T.H. hat sicher vielen Mut gemacht. Diese stehen nicht auf Seite eins der Tageszeitungen und sind auch nicht zu zählen, aber ich denke es waren sicher tausende, auch in England oder anderen Europäischen Ländern. Das war es doch wert, gerade für die Neuen !
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#52 sperlingAnonym
  • 16.01.2014, 13:36h
  • ich halte immer noch die sponsorenfrage für die wichtigste. ich bin fest überzeugt, dass die ungeouteten fußballer und ihre vereine weniger über die fans nachdenken als über das geld, das sie riskieren. da stehen pro spieler schon mal ein paar hunderttausend euro auf dem spiel, pro verein teils wesentlich mehr.

    leider halten sich die sponsoren immer noch mit positiven äußerungen zurück. ich vermute aber - ohne das irgendwie belegen zu können -, dass hinter den kulissen schon über spezielle werbestrategien nachgedacht wird, um nicht trotz, sondern MIT dem coming-out eines fußballers kohle zu machen. und ich prophezeie: der anstoß wird von den sponsoren kommen, nicht von den vereinen oder spielern.

    ein lesenswertes interview mit der fechterin imke duplitzer hierzu:

    >"Ich glaube, es ist gerade bei Sponsoren die Angst, ihr Produkt mit einer Figur zu verbinden, die nicht in allen Gesellschaftsschichten gut ankommt. Von Seiten der Agenturen würde es auch Mut brauchen, um so einen Versuch bei einem Pitch zu wagen. Dazu muss die Branche neue Ideen entwickeln und neue Wege gehen.
    [...]
    Gute Werbung funktioniert nicht mehr über platte Anzeigen, in denen Krethi oder Plethi ihr Gesicht hinhalten und die Leute dann in den Laden rennen, um das Produkt zu kaufen. Werbung sollte eine gute Story dahinter haben, witzig, ironisch oder charmant sein und so die Kunden länger fesseln. Gerade das Spiel mit vermeintlich alten Klischees und die Weiterentwicklung von Stereotypen würden in der Werbung ein enormes Potenzial bieten. Sei es bei der Vermarktung eines Produkts oder der Diskussion, die eine clevere Kampagne anstoßen könnte. Immerhin betrifft es unmittelbar zehn Prozent der Bevölkerung. Ich sage, Leute da geht noch was!."

    www.wuv.de/marketing/homophobie_der_sponsoren_wo_kein_wille_
    ist_ist_immer_eine_ausrede
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#54 RobbyEhemaliges Profil
  • 16.01.2014, 18:19h
  • Antwort auf #37 von Ferrante
  • Seit wann kannst DU denn da mitreden, Hetero?! Komm, tu uns einen Gefallen und verzieh Dich auf Hetero-Seiten, die für DICH und DEINESGLEICHEN gemacht sind und laß uns mit Deinen blöden Kommentaren, über Dinge von denen DU nichts verstehst, in Ruhe! - Und sag's am besten auch gleich Deinem anderen alias 'Anome'.
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#55 Ferrante

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