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Kommentare zu:
Die Angst des deutschen Fußballs vor der Normalität


#11 RobbyEhemaliges Profil
#12 m123Anonym
  • 14.01.2014, 19:25h
  • Dieses Interview ist von 2007:

    www.youtube.com/watch?v=JDYX9rRMooo

    Er nannte es eine "negative Begleiterscheinung des Fußballs" wenig Zeit für Mädels zu haben. Damit hat er suggeriert, dass er auf Frauen steht.

    Und hier hat er sich mit seiner damaligen Freundin Inga im Jahr 2007 verlobt:

    www.bild.de/sport/fussball/thomas-hitzlsperger/am-tag-vor-de
    m-polterabend-platzte-die-verlobung-34176180.bild.html


    Es gibt nur zwei Möglichkeiten, und in jeder Möglichkeit sieht man die Lüge. ENTWEDER seine damalige Freundin Inga war eine Alibifreundin und sie wusste von Anfang an, dass er schwul ist. Dann hat Hitzlsperger sowohl 2007 gelogen als auch jetzt bei seinem Coming Out Anfang 2013, weil er nämlich gesagt hat ihm sei erst nach der Trennung von seiner Freundin Inga klar geworden, dass er homosexuell ist. ODER seine Freundin Inga wusste viele Jahre lang nichts von seiner Homosexualität und dachte, dass ihr Glück perfekt sei. Dann aber hat Hitzlsperger nicht nur über all die Jahre seine Freundin Inga und die Öffentlichkeit angelogen, sondern er hat auch im Jahr 2013 seine Ex-Freundin Inga und die Öffentlichkeit angelogen, weil er nämlich gesagt hat, er habe erst nach der Trennung 2007 erkannt, dass er homosexuell ist.

    Wenn ein Mann schwul ist und behauptet, dass er mit 25 nicht wusste, dass er schwul ist, dann ist das einfach eine Lüge.

    Ich kann es ja noch halbwegs nachvollziehen, wenn man als schwuler Fußballer aus Angst vor Homophobie sich ne Scheinfreundin schnappt (die genau weiß, dass sie nur eine Scheinfreundin ist), und der Öffentlichkeit eine heterosexuelle Fassade vorgaukelt. Schlimm ist aber, und das werfe ich Hitzlsperger vor, dass er bei seinem Coming Out Anfang 2013 erneut gelogen hat, indem er nämlich behauptet hat seine sexuelle Orientierung habe sich geändert, nachzulesen im "Die Zeit"-Interview. Laut Hitzlsperger ist "Homosexualität eine Begleiterscheinung des Älterwerdens und der beruflichen Neuorientierung". So ein Blödsinn! Er hat das nur gesagt, weil er zu feige war die Wahrheit zu sagen, dass seine Beziehung zu seiner Freundin zumindest von seiner Seite aus nur eine Scheinbeziehung war, mit der er eine heterosexuelle Fassade aufrechterhalten wollte. Wenn er das zugegeben hätte, d. h. dass er überall die Jahre WEGEN der Homophobe eine heterosexuelle Fassade vorgegaukelt hat, dann wäre das ehrlich gewesen und jeder hätte Verständnis dafür gehabt. Jetzt aber tischt er der Öffentlichkeit die Lüge auf seine sexuelle Orientierung habe sich geändert. Und diese Lüge ist obendrein noch brandgefährlich für homosexuelle Menschen, denn Millionen Menschen denken jetzt, dass sexuelle Orientierung etwas Veränderbares sei.

    Gut, dass er sich überhaupt geoutet hat. Schlecht, dass er gleich eine erneute Lüge gebracht hat. Und in seiner aktiven Zeit als Profi hat er sich nicht outen wollen. Nach der Profikarriere ist es tausend Mal leichter sich zu outen.
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#13 m123Anonym
  • 14.01.2014, 19:29h
  • Ich bin voll dafür, dass sich aktive Profifußballer outen, wenn sie schwul sind. Und dann sollten sie nicht lügen, sondern Klartext reden. D. h. sagen, dass sie schon immer schwul waren und dass ihre Freundin nur eine Scheinfreundin war. D. h. nicht wie Hitzlsperger behaupten man sei sich seiner sexuellen Orientierung erst vor wenigen Jahren bewusst geworden. So ein Blödsinn!

    Außerdem haben doch sowieso schon mehrere Experten, darunter Tatjana Eggeling oder mal bei Markus Lanz jemand bestätigt, dass es tatsächlich sogar Agenturen gibt, die Models an homosexuelle Fußballspieler vermitteln und sogar Scheinehen organisieren!!! D. h. das gibt es! Und das sollte man dann auch zugeben, wenn man sich als schwuler Fußballprofi outet.
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#14 NeustartAnonym
  • 14.01.2014, 20:01h
  • Antwort auf #13 von m123
  • Als jemand, der selbst einmal vor seinem Coming Out mit einer Frau verheiratet war, sind mir seine Handlungen ziemlich nachvollziehbar. Ich will mal versuchen zu erklären, was passiert sein könnte (es muss so nicht gewesen sein), ich mische da ziemlich viel eigene Erfahrungen mit rein:
    Du bist 19, erste "harmlose" sexuelle Erfahrungen gesammelt (vielleicht auch mit Kerlen), spürst vielleicht sogar, dass Du auf Männer stehst und bist einfach nicht gefestigt genug, Dich dem zu stellen. Dann gibt es da eine Frau, die Interesse an Dir hat, mit der Du Dich vielleicht gut verstehst. Es kommt zum Sex (was mit 19 beileibe kein Problem ist) und Du denkst: "Klasse, es funktioniert ja doch." Und schwupps rutscht man ganz tief in etwas hinein, was man nicht mir nichts Dir nichts über Bord wirft, wenn man merkt, dass sich die ganzen Männerphantasien dann doch nicht verdrängen lassen.
    Es ist gut, wenn man dann irgendwie die Kurve kriegt und das Ganze irgendwie in die Brüche geht. Es mit dem Argument "ich bin schwul, und ich war es schon immer" zu beenden, ist ziemlich hart, und ich für meinen Teil war sehr froh, dass es bei mir damals noch andere Gründe gab.
    Wenn man jetzt nach dem Grund für die Trennung gefragt wird, kann man natürlich sagen, dass man schon immer schwul empfunden hat, aber ich kann mir auch vorstellen, dass man das aus einer Art Rücksicht gegenüber der Frau nicht tut. Wenn es vielleicht im Bett nicht so wirklich geklappt hat, so kann es doch sein, dass man sich was zu sagen hatte. Acht Jahre hinterlassen Ihre Spuren.

    Natürlich ist es unglücklich formuliert zu sagen, dass Ihm erst nachher klargeworden ist, dass er auf Männer steht, aber ich halte ihm eine Menge persönliche Gründe zu Gute, das er diese Formulierung gewählt hat. Was mich persönlich mehr stört, ist dass er selbst nie das Wort "schwul" benutzt.
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#15 FaktencheckAnonym
  • 14.01.2014, 20:07h
  • Antwort auf #12 von m123
  • Deine subjektive Sichtweise hast du jetzt ungefähr zwanzigmal hier ausführlich erläutert, ohne auf die Gegenargumente wirklich einzugehen.
    Damit wirfst du wieder einmal die Frage auf: Was ist eigentlich DEIN problem, dass neunzehnmal immer noch nicht ausgereicht haben? Was willst du hier erreichen? Ums diskutieren geht es dir ja offenbar nicht.
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#16 Burkhard BockAnonym
  • 14.01.2014, 20:15h
  • Es sind eben rückständige Fußballfunktionäre beim DFB. Die DFB-Funktionäre in Frankfurt/M. und vielen Landesverbänden haben doch mehr Angst vor dem Coming-out eines aktuellen Spielers, wie dieser selbst. Tatenlos und wenn, dann kommen nur hole Sprüche. Wie es den vielen Leuten an der Basis geht, interessiert die DFB-Bosse überhaupt nicht. Traurig.
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#17 HugoAnonym
#18 Miguel53deProfil
  • 14.01.2014, 20:28hOttawa
  • Antwort auf #12 von m123
  • Soviel Spekultaion, warum ein Mensch so handelt, wie er handelt. Zuviel Spekulation, wie ich meine. Ich kann doch niemandem vorschreiben, wie er mit seinem Leben, seinen Plaenen, seinem Umfeld umgeht. Das muss jeder fuer sich entscheiden und mit sich ausmachen.
    Natuerlich ist es gut, wenn ein Mensch ohne Druck und ohne Angst leben kann. Doch auch der bestaendige Druck "Du musst Dich outen", kann belastend sein. Insbesondere, wenn man in der Oeffentlichkeit lebt und agiert und von ihr abhaengig ist. Ich moechte nicht wissen, wieviele "Prominente" ein Leben mit bestaendiger Verdraenung gelebt haben und wir nichts davon wissen.
    Haben wir das Recht, sie zu kritisieren? Nein, ueberhaupt nicht.
    Umgekehrt allerdings duerfen wir uns zu Recht freuen und ist es zu unterstuetzen, wenn jemand wie ein Hitzlsperger "aus dem Schrank" kommt, weil es Mut macht.
    UND - weil sich dann auch zeigt, ob die Reaktionen aus Politik und Gesellschaft echt sind oder - wie man gerade erlebt, nichts als Lippenbekenntnisse.
    Ihn hier als Luegner zu bezeichnen, ohne diesen Menschen auch nur im geringsten persoenlich zu kennen, das halte ich fast schon fuer unverfroren.
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#19 David77Anonym
  • 14.01.2014, 20:53h
  • Antwort auf #12 von m123

  • Für manche bleibt ein halbvolles glas halbleer. Wenn man selbst in der szene noch angezickt wird, wundert man sich ernsthaft, dass andere weiter ungeoutet bleiben wollen? Wozu dann noch outen, wenn man sich dann dafür noch belehren lassen muss?! Manche verdrängen erstmal ihre neigung, stürzen sich in ausbildung, beruf, bildung und holen später nach, was sie in der zeit verdrängt haben. Nicht jeder ist mit anfang 20 so gereift um sich selbst und das drumrum klar erkennen zu können.
    Aber am besten bleiben die aktiven spieler auch nach dem ende weiter im schrank, dann muss man sich erst gar nicht erst rechtfertigen.
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#20 PietAnonym
  • 14.01.2014, 21:24h
  • Antwort auf #17 von Hugo
  • Beides. In erster Linie bei der Werbemafia.

    Aber es gibt leider noch genug Fans die homophob sind. Das Problem ist dabei die schweigende Masse an Fans, die nichts dagegen unternimmt oder nur daneben steht und lacht wenn homophobe Äußerungen wie schwule Sau usw fallen.
    Ich bin unregelmäßig bei Heimspielen im Stadion und kriege das mit.
    Man macht es sich also zu einfach wenn man sagt nur die oberen Verantwortlichen sind schuld.
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