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Kommentare zu:
Die Angst des deutschen Fußballs vor der Normalität


#41 sperlingAnonym
  • 15.01.2014, 14:09h
  • Antwort auf #29 von m123
  • das mit der formulierung "änderung" sehe ich so kritisch wie du. aber wie wiedehopf (hallo gefiederter kollege!) schon schrieb, glaube auch ich, dass du die negative wirkung dieser aussage überschätzt.

    was mich aber wirklich wurmt: hier haben mehrere menschen (wie auch ich) darauf hingewiesen, dass es durchaus eine fast vollständige verdrängung sexueller wünsche bis über die pubertät hinaus geben kann. du wischst das weg, ohne auch nur eine sekunde darüber nachzudenken, ob es vielleicht andere wirklich besser wissen könnten als du. dabei beschreiben viele leute es selber genau so: sie merkten wohl irgendwann, dass irgendwas nicht stimmte, aber sie "wussten" keineswegs, worum es dabei ging. das fanden sie erst spät heraus, teilweise erst mit 40, 50, sogar 60 jahren.

    ich finde es grundsätzlich äußerst problematisch, anderen menschen ihre eigene realität abzusprechen.

    das tust du hier leider, und zwar mit einer aggressiven hartnäckigkeit, die wirklich die frage aufwirft, was da bei DIR eigentlich ausgelöst wird.

    auch finde ich es schwierig und auch beleidigend, die hetero-beziehungen von späteren homos als "scheinbeziehungen" und "lügen" abzutun. natürlich enthalten diese beziehungen nicht die sexuelle nähe, die wir bei einer beziehung gern als ideal voraussetzen. aber ist deswegen auch alles andere "gelogen"? die meisten der betroffenen scheinen das nicht so zu sehen, sondern verteidigen, wie hier Neustart, dass ihre beziehung durchaus viele tolle qualitäten hat/te und deswegen nicht "nur schein" war.

    auch hier finde ich es wichtig (und menschlich), die eigensicht der betroffenen zu respektieren und nicht die eigene perspektive über ihre zu stellen.

    auch schwule und lesben erleben es immer wieder, dass außenstehende die qualität ihrer beziehungen anzweifeln und ihnen "echte liebe" einfach kurzerhand absprechen. kann das nicht ein bisschen sensibel machen?
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#42 stepsAnonym
  • 15.01.2014, 14:14h
  • Antwort auf #9 von bengt
  • »Seitdem ist viel passiert«, sagte Alexander Wehrle am Samstag. »Wir werden Farbe bekennen«, versprach er und kündigte für Anfang April einen Aktionstag gegen Homophobie vor dem Zweitliga-Heimspiel gegen Arminia Bielefeld an. Außerdem will der 1. FC Köln beim Christopher Street Day im Juli erstmals mit einem eigenen Wagen teilnehmen.

    Womit die Geißböcke deutlich weiter sind als ein anderer großer Karnevalsverein der Stadt, die Roten Funken. Die wollten nämlich in diesem Jahr Juri Luschkow als Ehrengast auf ihren Rosenmontagswagen hieven. Weil der Exbürgermeister von Moskau aber immer wieder als übler Schwulenhasser auffällt, rief die Einladung im toleranten Köln heftige Kritik hervor. Vor zwei Wochen luden die schnell kleinlaut gewordenen Karnevalisten den Russen wieder aus. »Ich finde, daß Homosexualität ein unnatürliches Verhalten ist. Ich würde mich ungerne in homosexuellen Kreisen aufhalten«, trat Luschkow nach der Ausladung in einem Interview mit dem Boulevardblatt Express noch mal kräftig nach.

    www.jungewelt.de/2014/01-15/001.php?sstr=schwul
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#43 sperlingAnonym
  • 15.01.2014, 14:31h
  • Antwort auf #40 von Was fehlt
  • >"So wurde (auch von ihm) nahezu jede Chance vertan, im Rahmen der medialen Inszenierungen klare politische Forderungen zu stellen"

    ich stimme zu, dass die diskussion nicht von der politischen ebene völlig entkoppelt werden darf. aber diese politische diskussion findet ja bereits statt, und ich habe nicht den eindruck, dass die hitzlsperger-debatte dazu führen wird, das politische vom tisch zu wischen.

    was mir nämlich ebenso wichtig ist: wir dürfen auch nicht NUR noch über politik im sinne von parteien und gesetzen reden.

    ich finde es sehr wichtig, gleichzeitig auch die ganz simple zwischenmenschliche ebene zu betrachten, auf der sich homophobie und diskriminierung noch einmal auf andere weise zeigen wie auf den höheren politischen ebenen. die menschen müssen nicht nur über politik nachdenken, sondern auch über ihr persönliches alltagshandeln. dazu trägt die aktuelle debatte vielleicht etwas bei. ich muss zwar zugeben, dass ich mir auch hier von h. deutlichere worte gewünscht hätte, statt darauf zu verweisen, dass schwulenwitze ja gar nicht so schlimm seien und er mitgelacht habe.

    aber vielleicht brauchen wir einen mix aus allem: politische forderungen, demonstrationen, parties, provokationen und scharfe kritik, eher homöopathische signale usw. usw.

    inzwischen glaube ich fast, dass das einzig wirklich schädliche von unserer seite aus darin besteht, die eigene perspektive und aktionsform für die einzig "nützliche" zu halten und einander gegenseitig dauernd "schädigendes" verhalten vorzuwerfen.

    ich schließe mich hier aber in meine eigene kritik ein...
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#44 Was zähltAnonym
#45 uljanowAnonym
#46 daVinci6667
  • 15.01.2014, 15:59h
  • Antwort auf #29 von m123

  • Eigentlich haben andere dir schon geantwortet. Ich sehe es genauso wie Sperling.

    Dann ist mir in den Sinn gekommen warum es dir vielleicht so schwer fällt Hitzelsperger zu glauben.

    Es gibt Schwule wie ich und vermutlich auch du, die sexuell REIN GAR NICHTS empfinden wenn sie mit einer Frau zusammen sind und auch keine Erektion bekommen.

    Bei anderen Schwulen geht das offenbar, auch wenn sie den Sex mit Männern geiler finden und nur mit Männern erfüllende Beziehungen eingehen können.

    Erstere wie wir haben zum Glück gar keine Chance ihre sexuelle Orientierung misszuverstehen.

    Man kann aber bekanntlich nicht immer von sich auf andere schliessen.
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#48 VolkerAnonym
#49 centAnonym
  • 15.01.2014, 22:36h
  • Antwort auf #46 von daVinci6667
  • ich weiß natürlich nicht wie es bei hitzlsperger war, aber die meisten schwulen die früher freundinnen hatten beschreiben das es eher gewohnheit und geborgenheitsliebe war was die beziehung ausmachte und keine feurige liebe.

    ich glaube, wenn spätouter wirklich schwul und nicht bi sind, finden sie frauen sexuell auch nicht attraktiv, sondern finden strategien.
    die kriegen keine errektion wegen des weiblichen körpers, sondern wegen der intimen nähe, fantasien und anderen gedanklichen hilfsmitteln.
    einer meiner ex war zuvor mit einer frau verheiratet und meinte das er seine frau zwar in gewisser weise liebte, der sex auch klappte und schön im sinne von körperlicher nähe und geborgenheit war, er aber weibliche primäre und sekundäre geschlechtsmerkmale nicht erregent findet.
    also muss es irgendwie auch so klappen, das schwule (ohne bineigung), durch die heteronormativität bedingt vor ihrem coming out beziehungen inklusive sex mit frauen hatten.

    das manche aber rein gar nicht gemerkt haben das sie schwul sind glaube ich nicht. denn man läuft ja mit offenen augen durch die gegend und bei dem ein oder anderen mann der einem begegnet merkt man doch das man ihn gerne anguckt.
    allerdingt glauben viele die das erleben und es nicht wahr haben wollen das es nur ein phase ist...bis sie merken das diese phase nicht aufhört, über jahre nicht, manchmal über jahrzehnte nicht...bis endlich das coming in und out kommt. letzteres bei manchen nie.
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