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  • 23. Januar 2014 11 2 Min.

In Deutschland gelten Schwule generell als Risikogruppe und dürfen nicht Blut spenden (Bild: warrenski / flickr / by-sa 2.0)

Das Parlament des Stadtstaats fordert, die Diskriminierung von Schwulen beim Blutspenden zu beenden.

Die Bremische Bürgerschaft hat am Mittwoch einstimmig gefordert, dass homo- und bisexuelle Männer beim Blutspenden nicht mehr diskriminiert werden dürften. In dem von SPD und Grünen eingebrachten Antrag heißt es, es handele sich bei dem Verbot um einen diskriminierenden "Generalverdacht" aufgrund der sexuellen Orientierung. Das "pauschale Verbot für Schwule" sei nicht mehr hinnehmbar. Die Abgeordneten forderten daher den Senat auf, sich auf Bundesebene für eine diskriminierungsfreie Regelung einzusetzen.

Die selben Forderungen haben bereits Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt gestellt.

In Deutschland dürfen Männer, die in ihrem Leben mindestens einmal Sex mit Männern gehabt haben, generell kein Blut spenden. Heterosexuellen Männern ist dagegen nur bei "sexuellem Risikoverhalten" die Spende untersagt. Dazu zählen etwa häufig wechselnde Geschlechtspartnerinnen. Homo-Gruppen beklagen seit langem, dass diese Regelung diskriminierend sei. Die Deutsche Aids-Hilfe fordert ein Ende des generellen Verbots für Schwule, da "viele Heterosexuelle zumindest zeitweise höhere Infektionsrisiken" aufweisen würden.

Bundesärztekammer strebt Änderungen an

Im vergangenen Jahr hat die Bundesärztekammer angekündigt, "im Rahmen ihrer Möglichkeiten" auf eine Veränderung der Blutspenden-Regulierung auf EU-Ebene hinzuwirken (queer.de berichtete). Ziel soll es sein, künftig Menschen nicht aufgrund ihrer sexuellen Orientierung vom Blutspenden auszuschließen, sondern aufgrund eines riskanten Sexualverhaltens.

In verschiedenen Ländern gibt es unterschiedliche Regelungen über schwule Blutspenden. So werden Homo- und Bisexuelle in Spanien oder Italien gleichbehandelt wie Heterosexuelle – in diesen Staaten dürfen Männer sechs bzw. vier Monate nach einem Partnerwechsel Blut spenden, unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung. In anderen Ländern gibt es "Keuschheitsgebote" für Schwule: In Großbritannien sind es ein Jahr, in Neuseeland fünf Jahre, die seit dem letzten Sex vergangen sein müssen, um Blut spenden zu dürfen. In den USA darf kein Mann Blut spenden, der in den letzten 37 Jahren Sex mit einem anderen Mann hatte. (dk)

-w-

#1 bartholomäusAnonym
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 23.01.2014, 13:31h
  • Das Blutspendeverbot für Schwule könnte längst der Vergangenheit angehören, wenn nicht wieder wertvolle Zeit verplempert worden wäre!
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#3 Koechli
  • 23.01.2014, 18:16h
  • Einmal war ich zum Blutspenden, schon allein um zu sehen ob ich wirklich angeben muss das ich schwul bin und die dann mein Blut nicht wollen.
    Ich hätte fast gelacht als ich das dann wirklich ankreuzen hätte sollen, hab ich natürlich nicht, geht die nix an, und mancher Hetero treibt es sonstwo ohne Gummi und darf spenden. Ein Witz ist das. Seitdem geh ich nicht mehr hin.
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