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  • 23. Januar 2014 42 2 Min.

CSD-Sprecher Christoph Michl (Bild: IG CSD Stuttgart e.V.)

Der CSD Stuttgart stellt sich hinter seinen Sprecher Christoph Michl, der nach einem Interview in die Kritik geraten war.

Ein dpa-Artikel, der in mehreren Zeitungen veröffentlicht worden ist, erweckte den Eindruck, dass Michl den Bildungsplan der grün-roten Regierung kritisiert, mit dem Schüler umfassender über Homosexualität aufgeklärt werden sollten. Damit sei die Regierung über das Ziel hinausgeschossen, zitierte die Nachrichtenagentur den Aktivisten. Bei queer.de kritisierte Micha Schulze in einer Kolumne den CSD-Sprecher als "naiv".

Die Organisatoren reagierten am Donnerstag in der Stellungnahme (PDF) auf die Kritik. Sie erklärten, dass einige der Zitate "sehr missverständlich" formuliert und "verkürzt dargestellt" worden seien. Man bedaure "Irritationen" in der Szene, denn die Unterstützung für den Bildungsplan durch den CSD sei "unstrittig". Die homophobe Online-Petition gegen den Bildungsplan zeige zudem eine "hässliche Fratze eines Teils unserer Gesellschaft".

Allerdings kritisierte der CSD, dass die Sympathisanten der Online-Petition "in eine rein klerikale, ewig gestrige oder rechtsradikale Ecke gestellt" werden würden. "Diese verengte Sichtweise bringt uns nicht weiter und verkennt die Stimmung in der breiten Bevölkerung", heißt es in der Stellungnahme. Man müsse schließlich die Gesellschaft mitnehmen. Außerdem zeige "die große Hysterie" über Themen wie das Coming-out von Thomas Hitzlsperger oder den Bildungsplan, "dass ein halbwegs normaler Umgang mit sexueller Orientierung und der Vielfalt von Geschlecht oftmals nur schwer möglich ist".

Die CSD-Organisatoren halten trotz des "begrüßenswerten Mentalitätswechsels der grün-roten Landesregierung" weiterhin an der Kritik von Michl an der Regenbogen-Beflaggung des Neuen Schlosses im Zentrum Stuttgarts fest. Diese Geste sei zumindest fragwürdig gewesen: "Mit etwas Abstand betrachtet und abseits aller Euphorie über die diese symbolische Geste sollten wir uns aber ganz offen fragen, ob ein solcher Sonderweg – auf dem Neuen Schloss wehen üblicherweise keine Verbandsfahnen, sondern nur EU-, Bundes- oder Landesflaggen – auf unser gemeinsames Ziel uneingeschränkt einzahlt: nämlich die gesamte Gesellschaft für mehr Akzeptanz gegenüber LSBTTIQ-Menschen zu sensibilisieren", heißt es. Die Organisatoren räumen ein, dass bei dieser Position kein Konsens erwartet wird. (dk)

24.01.26 | "Ohne Uns kein Wir! Füreinander laut, miteinander stark."
CSD Stuttgart gibt Motto bekannt
-w-

#2 ExemplarischAnonym
  • 23.01.2014, 15:03h
  • "Zu all diesen Positionen kommen wir als Vorstandsteam der IG CSD Stuttgart e.V. nicht im stillen Kämmerlein. Sie sind das Ergebnis vieler intensiver Gespräche innerhalb unterschiedlicher Kreise der LSBTTIQ-Community"

    Wieviel % der LSBTTIQ-Community in und um Stuttgart haben konkret und verbindlich über die politischen Forderungen, das Programm und die Aktionsformen des CSD Stuttgart im Jahr 2014 abgestimmt?
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#3 LucaAnonym
  • 23.01.2014, 15:15h

  • Ein "unaufgeregter Dialog" setzt voraus, dass es überhaupt einen Dialog gibt. Die Gegner wollen aber keinen Dialog, sondern diktieren was darf und was nicht.
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