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Kommentare zu:
Berlin wirbt für Homo-Toleranz an Grundschulen


#21 MikeschAnonym
#22 David77Anonym
  • 23.01.2014, 20:11h
  • Antwort auf #16 von Dont_talk_about
  • Was soll daran zu früh sein? Wer soll denn in Schubladen gesteckt werden? Warum darf man nicht früh wissen, dass Mann auch Mann und Frau auch Frau lieben kann? Was machen denn homosexuelle Onkel und Tanten die in einer Beziehung leben im Familienleben? Den Partner verheimlichen, der eigentlich mit zur Familie gehört?
    Was schadet es denn, wenn der schwule Onkel seinen Freund mitbringt? Die Kinder schnallen auch ohne das Wissen was im Bett passiert, dass beide zusammengehören und sich lieb haben und haben eigentlich ein unverkrampftes Verhältnis dazu.
    Die Fragen was im Bett passiert kommen eh später und ehrlich gesagt - wer will den wissen was die EIGENEN Eltern oder Onkel und Tanten im Bett machen?
    Verwirrt sind die Kinder eher, wenn sie vieles erst später kennenlernen, was in ihrer Kindheit nicht existent war. Ich war auch verwirrt, weil ich erst später feststellte, dass es nicht nur Katholen gibt, dass nicht alle Katholen in die Kirche gehen, dass es sogar Leute ohne Glauben gibt (von mir damals als "Heiden" verschrien), dass manche nicht mit beiden Elternteilen lebten... spätestens als ich SPÄT feststellte, dass es auch Homosexuelle gibt und diese sogar offen leben, war das wegen der Nicht-Existenz in meiner Kindheit alles andere als lustig. Mein Coming Out hätte viel einfacher verlaufen können und mein Lebensweg erst recht...
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#23 sanscapote
  • 23.01.2014, 20:35h
  • Notwendig ist ein breitenwirksamer Plan, der sämtliche politischen und schulpolitischen Systeme umfasst

    - Regierung der BRD
    - Ministerpraesidenten
    - Parteien
    - Wissenschaft
    - Lehrerausbildung
    - verbindliches Studienfach aller Sozialberufe
    - Lehrerfortbildung
    - Lernspsychologische Aus- und Weiterbildung
    - Ausbildungs- (Uni) und Lehrpläne (Schulen)
    - Supervisionen
    - Konferenzen in Schulen an denen eine Schuelervertretung teilnimmt
    - Information und Wunschlisten für Elternbeiraete sowie Lehrer-/ Schuelervertretungen
    - Opfer-Taeter-Ausgleiche bei Mobbing gegenueber Schwulen und Minderheiten
    - Informationen der Schuelereltern
    - Durchforstung des Lehr- und Lernmaterials sowie der Schuelerbuechereien
    - Vorschulen
    - Kindergaerten
    - Berufsuebergreifende Informationen an Aerzte, Zahnaerzte, Behoerden, Reinigungspersonal in Unis und Schulen
    - Praktika in LSBD-Einrichtungen und in Psychosozialen Beratungs- und Auffangstellen fuer junge Lesben und Schwule
    - Praktika in Jugendaemtern in der Betreuung von Regenbogenfamilien
    - Informationen für Vermittler in der Beschaffungsbehoerde fuer Arbei
    - Informationen schulbegleitende Praktikumorte in der Wirtschaft
    - etc. etc.

    Das System in Berlin durch LSVD-Schulbehoerde erscheint mir das am besten ausgearbeitete Papier und hoffentlich bleibt es nicht nur ein (geduldiges) Papier, sondern wird umgesetzt.
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#24 LehrerAnonym
  • 23.01.2014, 20:44h
  • Aus meiner täglichen Praxis als Grundschullehrer kann ich sagen, dass auch Grundschüler schon Ausdrücke wie "schwul" und "lesbisch" kennen. Und wissbegierig wie Kinder in dem Alter glücklicherweise noch sind, wollen sie auch wissen, was das heißt.

    Wenn man ihnen das altersgerecht erklärt, verstehen sie das auch und finden es okay. Nur wenn man das nicht erklärt oder um den heißen Brei rumredet (oder sogar sagt, dafür seien sie "noch zu klein") bilden sich bei ihnen Ängste, Unsicherheit und Zweifel. Das ist dann der Nährboden für Hass.

    Denjenigen die Aufklärung verhindern wollen kann ich nur eines sagen:

    damit wird es nicht weniger oder mehr Schwule und Lesben geben. Es geht nur darum, dass Kinder Toleranz lernen. Und dass schwule und lesbische Jugendliche in Zukunft eine bessere Jugend haben und nicht mehr gemobbt werden oder sich gar das Leben nehmen.

    Wer das verhindert, hat Blut an seinen Händen!
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#26 Dont_talk_aboutProfil
  • 23.01.2014, 21:29hFrankfurt
  • Antwort auf #22 von David77
  • @David77

    Wenn ich Dir meine Meinung dazu schreibe, fällt mein Beitrag mit Sicherheit der Prüfung zum Opfer. Daher nur soviel: Bisexualität ist doch total unsichtbar. Die Jungendlichen sollen doch einfach ihre Erfahrungen machen, ohne dass das bedeutet, dass sie sich mit einem bestimmten "Lebensentwurf" anfreunden müssen. Außerdem müsste auch das Thema Asexualität drankommen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #22 springen »
#27 SozialarbeiterAnonym
  • 23.01.2014, 23:20h
  • Antwort auf #24 von Lehrer
  • Bis letztes Jahr habe ich als Sozialarbeiter im Offenen Ganztag einer Grundschule gearbeitet. An unserer Schule gab es unter den Kindern glücklicherweise de facto keine homophobe Beschimpfungen. Kolleginnen hatten, als kurzzeitig mal Begriffe wie "schwule Sau" auftauchten, sofort entsprechend gegengesteuert. Thema Beziehungen bei Erwachsenen: "Na", habe ich dann in etwa gesagt, "die meisten Erwachsenen bilden Mann-Frau-Paare, aber es kommt auch vor, dass zwei Männer oder zwei Frauen sich liebhaben, zusammenleben und füreinander einstehen wollen. Viele von Euch kennen noch den Lasse (Name geändert), der früher hier an der Schule war und jetzt auf's Gymnasium geht. Seine Mutter lebt ja mit einer anderen Frau zusammen und zusammen mit Lasse sind sie eine Familie. Lasses Mutter ist einigen von euch bekannt, da sie hier bei uns im Offenen Ganztag die Theater-AG leitet." Null Problem für die Kinder. Noch andere Beispiele. Ein Junge kommt auf mich zu und erzählt mir, dass ihm ein gewisser Raul - es handelt sich um einen Akteur in den indischen Filmen, die er mit seinen Eltern sieht - sehr gut gefällt und dass er diesen Raul sehr gern mag. Ich entgegne dem Jungen, dass es sehr schön sei, wenn er den Raul möge und dass er ihn doch später vielleicht einmal treffen könne. Der Junge lacht mich an und umarmt mich spontan. Folgende Begebenheit hat mich selbst überrascht: Ich mache mit den Kindern ein Spiel zur Sozialkompetenz. Jedes Kind (und ich) soll etwas Nettes über den Sitznachbarn oder die Sitznachbarin sagen. Als Drittklässler Max (Name geändert) an der Reihe ist, erklärt er, dass er seine Sitznachbarin nicht weiter kenne und nichts zu sagen wisse. "Dann kannst du doch sagen, dass du sie magst und dass ihr euch liebt und dass ihr später heiraten wollt", frotzeln die anderen Kinder. "Nein", antwortet Max empört, "nein, wenn ich groß bin, dann heirate ich Murat (Name geändert)." "Ja", ruft Murat jetzt, "ich und Max - wir heiraten später!" "Das ist aber 'ne tolle Sache", schalte ich mich ein. "Find' ich klasse, wenn ihr später heiraten wollt!" Die anderen Kinder nicken, da beginnt in unserer Runde auf einmal ein Mädchen zu weinen: Ihre Eltern sind gerade dabei, sich scheiden zu lassen und sie erlebt die Trennung als sehr schmerzhaft. Die Aufmerksamkeit wendet sich jetzt von Max und Murat ab. Ich tröste das Mädchen und wir sprechen über Scheidungen, Trennungen usw. ...
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#28 TheDadProfil
  • 23.01.2014, 23:52hHannover
  • Antwort auf #16 von Dont_talk_about
  • Mann wird nicht in Schubladen gesteckt,
    Mann IST drinn,
    und es geht darum alle diese Schubladen auf denen nicht Hetero steht nicht abzuschließen, damit niemand bevor er 18 ist dort rein schaut !

    Was sollte falsch daran sein in der Grundschule über Sexualität zu sprechen, außer das es zu spät ist ?

    Der Kindergarten ist der richtige Ort an dem das bereits thematisiert gehört..

    Es geht um Aufklärung darüber was es alles gibt, und das wissen viele Kinder aus eigenem Erleben bereits bevor sie in den Kindergarten kommen..
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#29 TheDadProfil
  • 24.01.2014, 00:00hHannover
  • Antwort auf #26 von Dont_talk_about
  • Wer sagt denn das diese Themen nicht drankommen ?

    Hast Du eigentlich nicht kapiert das Aufklärung über alles auch ÜBER ALLES meint, und das damit kein Thema ausgeklammert bleiben soll ?

    Drück Dich einfach verständlicher aus..

    Altersgerechte Aufklärung ab dem Kindergarten ist ein Lösungsansatz Voruteile abzubauen und Diskriminierung damit zu beenden..
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#30 sperlingAnonym
  • 24.01.2014, 00:32h
  • Antwort auf #16 von Dont_talk_about
  • >"Ist Grundschule nicht zu früh ? Wer frühreif ist, kann da ja seine Erfahrungen machen. "

    ich kapiere den einwand nicht. es geht doch nicht um "erfahrungen", sondern darum, dass die kinder ihre umwelt verstehen. z.b. den schwulen onkel, die mitschülerin mit der alleinerziehenden mutter oder die transsexuelle nachbarin.

    wir räumen doch auch nicht die spielzeugautos aus den kindergärten, weil die kinder noch keinen führerschein haben.
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