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- 29. Oktober 2003 1 Min.
Schön einfach ist die Welt des Kölner Kardinals Joachim Meisner: Auf der einen Seite gibt es gute gottfürchtige Katholiken, auf der anderen Terroristen, Drogensüchtige und Schwule. "Der europäische Mensch muss diese Gifte ausschwitzen", so der Pfaffe zu einer deutschsprachigen Gemeinde in Budapest, zu der er mit (Kirchen-)Steuergeldern gereist war.
Man solle nicht aus "Zweckmäßigkeitsberechnungen Moral erfinden", begründet der Kirchenmann seine Tiefschläge. Die von ihm gewünschte Rückkehr ins Mittelalter hätte aber doch den einen oder anderen Vorteil: Wenn die Pranger in der Kölner Innenstadt wieder aufgestellt werden würden, hätten wir gleich ein sicheres Plätzchen für ihn. Da wir aber leider Gottes doch zivilisiert sind, gibt's "nur" die Homo-Gurke für den "Ewig-Vorgestrigen". (dk)











Jedenfalls grenzt er aus!
Das ist bestimmt nicht der Weg, den Jesus gegangen wäre! Jesus hatte für jeden und alle Verständnis und Respekt. Daran sollte sich der Kardinal erinnern.
Abgesehen vom religiösen Skandal seiner Thesen sind seine Aussagen gesellschaftspolitisch ungeheuerlich, ja man möchte meinen rechts radikal.
Nur gut, dass Herr Meissner nicht die Kirche insgesamt repräsentiert. Er ist nur einer unter vielen, wenn auch in exponierter Stellung.
Wir, das heißt auch die gläubigen Schwulen und Lesben repräsentieren, ja wir sind Kirche.
Wir müssen Flagge zeigen, und zwar unsere! Und wir wissen, Gott ist mit uns! Und darum sind wir so wie wir sind und verstecken uns nicht!
Möge der Herr ihm verzeihen, ...wir tuns auch, aber wir bleiben wachsam.