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Lesben und Schwule in der Union
Zum Bildungsplan: Das Wort zum Sonntag der LSU
- 27. Januar 2014 3 Min.
Die Unions-Homos kritisieren Pro- und Contra-Petitionen zum Bildungsplan in Baden-Württemberg. Es gehe doch nur um die "von der Schöpfung gewollte sexuelle Orientierung".

Mit diesen T-Shirts war die LSU im letzten Sommer auf vielen CSDs vertreten.
Am Wochenende erreichte uns eine Pressemitteilung der Lesben und Schwulen in der Union (LSU) zum Streit um den Bildungsplan in Baden-Württemberg, die wir hiermit vollständig dokumentieren wollen.
Die Schöpfung annehmen und gesellschaftliche Akzeptanz fördern
Von LSU-Bundesgeschäftsführer Carsten Sura
Es gibt Menschen, die Menschen gleichen Geschlechts lieben. Sie sind wie alle Menschen Teil der Schöpfung. Zur partnerschaftlichen Liebe gehört auch die sexuelle Liebe. Insofern ist jede Maßnahme, die einen offenen und ehrlichen Umgang mit diesen Tatsachen – also auch mit der Schöpfung – einfordert, nur zu begrüßen.
Und es gibt Menschen, denen es schwer fällt, die Schöpfung so zu akzeptieren wie sie ist. Und auch diese Menschen sind Teil der Schöpfung. Und es verwundert daher nicht, dass es zu Widerspruch und Widerstand kommt.
Nun jagt eine Petition die andere und es ist zu befürchten, dass jede der beteiligten Seiten die Menschen und ihre von der Schöpfung gewollte sexuelle Orientierung, um die es hier eigentlich gehen soll, für sich instrumentalisiert. Die einen wollen den politischen Erfolg, die anderen wollen der verlängerte Zeigefinger einer höheren moralischen Instanz sein.
Dabei geht es doch allein darum, die Dinge so zu akzeptieren, wie sie nun einmal sind: Es gibt Frauen, die Männer lieben; Männer, die Frauen lieben; Frauen, die Frauen lieben; Männer, die im "falschen" Körper geboren werden; und so weiter und sofort.
Dies ist keinesfalls gleichzusetzen mit sexuellen Praktiken. Diese sind – und das ist nicht erst nach irgendwelchen Aufklärungswellen bekannt – vielfältig und völlig unabhängig von sexuellen Orientierungen und Präferenzen. So gibt es auch keine Verbindung zwischen Transsexualität und Sexualverhalten. Die vielen Bedeutungen des Wortes Sex, übernommen aus dem englischen Sprachgebrauch, sind zu differenzieren. Wer hierzu nähere Informationen benötigt, der bedarf selbst der Aufklärung und zeigt, wie wichtig dieses Thema gerade auch in Schulen ist. In dieser Unwissenheit ganze Bevölkerungsteile aufzuhetzen, die eigentlich in Frieden mit Ihrem Nachbarn leben wollen, ist peinlich und widerspricht dem hohen Bildungsniveau in unserem Land.
Wir fordern alle Beteiligten auf, zum Kern der Diskussion zurückzukehren. Es ist gut, wenn wir gemeinsam mit der Schöpfung leben, anstatt uns an ihr abzuarbeiten. Wir empfehlen der einen Seite, die wunderbare Fülle der Welt so kennen und akzeptieren zu lernen, wie sie nun mal (und u. E. vom Schöpfer gewollt) ist. Der anderen Seite sagen wir: Nehmt Rücksicht auf die, die sich mit der Vielfalt der Schöpfung noch schwer tun, weil ihnen bisher Erfahrungen und Berührungspunkte fehlen. Lasst nicht zu, dass diese zum leichten Spiel werden für die, die die Welt nicht teilen wollen. Holt sie dort ab, wo sie stehen – auf angemessene Art und Weise und nicht mit der Keule einer vermeintlichen Mehrheit. Dies muss das Ziel sein und nicht die Wette, wer am Ende mehr Unterschriften gesammelt hat.
Bilder: LSU
Es gibt Menschen, die Menschen gleichen Geschlechts lieben. Sie sind wie alle Menschen Teil der Schöpfung. Zur partnerschaftlichen Liebe gehört auch die sexuelle Liebe. Insofern ist jede Maßnahme, die einen offenen und ehrlichen Umgang mit diesen Tatsachen – also auch mit der Schöpfung – einfordert, nur zu begrüßen.














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