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  • 29. Januar 2014 9 2 Min.

Es gibt bereits seit Wochen Einschüchterungsversuche von Homo-Gegnern: Schilder wie diese wurden an Privathäusern von LGBT-Aktivisten angebracht. (Bild: Alternative Côte d'Ivoire)

Nach tagelangen homophoben Protesten in der Elfenbeinküste hat ein Mob am Wochenende das Büro einer Homo-Gruppe überfallen und geplündert. Ein Wachmann wurde verletzt.

In der für afrikanische Verhältnisse als liberal geltenden Elfenbeinküste ist es zu homosexuellenfeindlichen Ausschreitungen gekommen: Ungefähr 200 Homo-Gegner haben am Samstag das Büro der schwul-lesbischen Organisation "Alternative Côte d'Ivoire" in Abidjan überfallen, berichtete die Nachrichtenagentur AP.

Nach Angaben der Homo-Aktivisten haben die Täter Computer gestohlen, Scheiben eingeworfen sowie die Büroräume mit Müll und Glassplittern verunreinigt. "Alles, was sie mitnehmen konnten, haben sie mitgenommen", sagte Claver Toure von "Alternative Côte d Ivoire". Ein Wachmann wurde bei dem Angriff verletzt. Die Demonstranten brachten außerdem Plakate an den Hauswänden an mit Aufschriften wie "Stopp den Homos" oder "Pädos, geht nach Hause".

Aktivisten warteten zwei Stunden auf die Polizei


Das Logo der Homo-Gruppe

Die Polizei kam den Homo-Aktivisten nicht zu Hilfe: Sie erschien mit sechs Vertretern von UN-Friedenseinheiten erst zwei Stunden nach dem Angriff, nachdem sich die französische Botschaft eingeschaltet hatte. Die Regierung erklärte, sie habe von dem Überfall nichts gewusst.

Der Vorfall am Samstag habe sich angekündigt, erklärte die aus Irland stammende internationale Menschenrechtsorganisation "Front Line Defenders". Die Gruppe hatte vor letzte Woche vor "koordinierten Angriffen" am Samstag gewarnt. Es gab bereits seit längeren Aktionen gegen Homo­sexuelle. So demonstrierten Homo-Gegner vor gut einer Woche bereits vor Toures Privathaus.

Bislang galt die Elfenbeinküste in Afrika als eines der homofreundlichsten Länder. Anders als viele andere afrikanische Staaten, in denen die Kolonialmacht Großbritannien Homosexualität untersagen ließ, hat das 23 Millionen Einwohner zählende Land als ehemalige französische Kolonie nie homo­sexuellenfeindliche Verbote eingeführt. Allerdings berichten LGBT-Aktivisten auch dort von schlechter werdenden Lebensbedingungen für Schwule und Lesben sowie von vermehrten Übergriffen. Als Grund wird eine generell homophobere Atmosphäre in Afrika genannt. Zuletzt hat Nigeria, das bevölkerungsreichste Land des Kontinents, die Gesetze gegen Homo­sexuelle verschärft. (dk)

-w-

#1 Albaboy
#2 HugoAnonym
  • 29.01.2014, 17:04h
  • Ich würde mich nicht wundern, das auch dort die verbrecherischen evangelikalen erstarken, und ihre Haßerfülltem Parollen kundtun.
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#3 FinnAnonym
  • 29.01.2014, 17:49h
  • Was für Barbaren.

    Als ob diese Staaten keine anderen Probleme hätten.
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