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Die Castingband t.A.T.u. sorgte mit Tabubrüchen in Russland wie im Westen für hohe Verkaufszeahlen

Bei den Olympischen Spielen soll das Pop-Duo angeblich auftreten – unterdessen wird erstmals ein Journalist wegen Homo"-Propaganda verurteilt.

Die t.A.T.u.-Sängerinnen Jelena Katina und Julija Wolkowa haben in ihrem Profil auf Vkontakte, einem beliebten sozialen Netzwerk in Russland, am Donnerstag angekündigt, dass sie bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele auftreten werden. Mehrere russische Medien haben sofort über die Ankündigung berichtet. Allerdings wurde der Auftritt weder von dem Duo noch von dem Organisationsteam der Olympischen Spiele bestätigt.

Das Duo, das zuletzt 2009 ein Album veröffentlichte, gehört mit Millionen von verkauften Tonträgern zu den erfolgreichsten russischen Popmusikern. 2002 sprang das englischsprachige Lied "All the Things She Said" der Castingband auf Platz eins der deutschen Charts. Ein Jahr später konnte t.A.T.u. beim Eurovision Song Contest für Russland Platz drei erreichen.

t.A.T.u. war kontrovers, weil die beiden Sängerinnen in ihren Liedern davon sprachen, eine lesbische Beziehung zu haben. Die Band wurde auch in der Szene kritisiert, weil die beiden Mädchen ihre angebliche Homosexualität nur gespielt haben und in ihren Lieder eher heterosexuelle Männerfantasien über Lesben angesprochen haben sollen. So bedienten in Videos in kurzen Schuluniformen viele Klischees. Katina ist inzwischen mit einem Mann verheiratet, Wolkowa hat zwei Kinder von zwei verschiedenen Partnern. In Interviews betonte sie jedoch stets, bisexuell zu sein.

Für die LGBT-Aktivisten ist t.A.T.u. lediglich ein Feigenblatt für das russische Regime: So schreibt gay.ru in einer ersten Reaktion, dass der Auftritt offenbar von der Verfolgung von Homosexuellen nach Einführung des Gesetzes gegen Homo-"Propaganda" ablenken solle.

Youtube | Anfang des Jahrtausends war t.A.T.u. das beliebteste Importprodukt aus Russland und schaffte es auch in viele deutsche Shows. Hier ein Playback-Auftritt in "Wetten, dass..."

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Journalist verurteilt

Außerhalb Sotschis greift die russische Staatsmacht weiter gegen Homo-"Propaganda" durch: Am Donnerstag wurde im ostrussischen Chabarowsk erstmals ein Journalist verurteilt, weil er angeblich Werbung für den homosexuellen Lebensstil gemacht hatte. Lokalzeitungs-Chefredakteur Alexander Suturin erhielt eine Geldstrafe in Höhe von 50.000 Rubel (knapp 1.100 Euro) veurteilt. Sein Vergehen: Er hatte in seiner Zeitung über einen LGBT-Aktivisten berichtet, der seinen Job an einer Schule wegen ihres Einsatzes für Homo-Rechte verloren hatte. Suturin kündigte an, gegen das Urteil Berufung einlegen zu wollen. (dk)

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#1 Sabelmann
#2 Wird SchlimmerAnonym
  • 30.01.2014, 16:53h

  • Das sind keine Lesben.
    Das sagt auch alles aus. Heterofrauen die auf Lesben machen sind erwünscht. Schwule Männer hingegen gelten dort als Abschaum.
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#3 TimonAnonym
  • 30.01.2014, 17:30h

  • "unterdessen wird erstmals ein Journalist wegen Homo"-Propaganda verurteilt."

    Jetzt werden die Journalisten mundtot gemacht... So funktioniert das immer bei Faschisten - gerade die Medien müssen die unter Kontrolle bringen.
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