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  • 03. Februar 2014 7 2 Min.

Die Autoren der Studie spekulieren, dass mehr Schwule und Bisexuelle ihren Körper stählen wollen, weil sie aufgrund der anhaltenden Diskriminierung ein schlechtes Selbstbild haben und weil sie sich gegen Übergriffe schützen wollen (Bild: istolethetv / flickr / by 2.0)

Laut einer US-Studie nutzen weit mehr schwule und bisexuelle Teenager Steroide als ihre heterosexuellen Altersgenossen.

Im Vergleich zu heterosexuellen Jungs nehmen schwule und bisexuelle Jungs sechs Mal häufiger Steroide ein. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie, die am Sonntag im Fachmagazin "Pediatrics" veröffentlicht wurde. Darin erklärten 21 Prozent von schwulen und bisexuellen Teenagern, sie hätten mindestens einmal in ihrem Leben Steroide genommen. Bei Heterosexuellen lag dieser Anteil bei nur vier Prozent.

Auch der Anteil der "heavy user" war unter Schwulen und Bisexuellen höher: Vier Prozent injizierten oder schluckten mindestens 40 Mal die Muskelaufbaupräparate. Bei Heterosexuellen lag der Anteil bei lediglich einem Prozent.

Diskriminierungserfahrungen als möglicher Grund

Die Gründe für den hohen Gebrauch wurden nicht untersucht. Die Autoren der Studie erklärten jedoch, dass für schwule und bisexuelle Jungs wegen Diskriminierungserfahrungen eher ein tadelloser Körper wichtig sei als für andere Schüler. Mitautor Rob Garofalo vom "Children's Hospital" in Chicago erklärte, dass seiner Erfahrung nach schwule Jugendliche eher Probleme mit ihrem Selbstbild haben und daher anfälliger für den Missbrauch derartiger Medikamente seien.

Die Studie hat Daten aus den Jahren 2005 bis 2007 von 17.000 Teenagern ausgewertet, die durchschnittlich 16 Jahre alt waren. Vier Prozent der Jungs identifizierten sich selbst als schwul oder bisexuell. Nach Ansicht der Studienautoren hat sich der Unterschied von homo- gegenüber heterosexuellen Jungs in den letzten Jahren kaum verändert, da Schwule an Schulen weiterhin Mobbing ausgesetzt seien.

In den letzten Jahren kamen immer wieder Studien zum Ergebnis, dass Schwule und Lesben eher Medikamenten- oder Suchtmittelmissbrauch begehen würden. So kam eine britische Untersuchung 2012 zum Ergebnis, dass der Drogenkonsum unter Homo- und Bisexuellen sieben Mal höher liegt als unter Heterosexuellen (queer.de berichtete). 2009 hieß es in einer großangelegten US-Metastudie, dass das Rauchen die Todesursache Nummer eins unter Schwulen und Lesben sei (queer.de berichtete). (dk)

#1 Sabelmann
  • 03.02.2014, 17:20h
  • Wenn der Schwule nicht so körperfixiert wäre gebe es auch dieses Problem nicht!
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 reiserobbyEhemaliges Profil
  • 03.02.2014, 17:29h
  • Allem Anschein nach geben Jugendliche, die ehrlich ihre Sexualität benennen, freimutiger Auskunft über andere als "sündhaft" belegte Dinge.
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