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- 05. Februar 2014 2 Min.

Gabourey Sidibe gilt seit ihrer Rolle in "Precious" als großes schauspielerisches Talent (Bild: Greg Hernandez / flickr / by 2.0)
US-Schauspielerin Gabourey Sidibe hat sich für einen transphoben Ausspruch in einer Fernsehsendung entschuldigt.
Die 30-Jährige erklärte via Twitter, ihr tue die Nutzung des Wortes "Tranny" in de Talkshow des Komikers Arsenio Hall leid. Sidibe hatte in der Sendung vergangenen Monat darüber gesprochen, dass sie mehrfach beobachtet habe, wie "Trannys" in New Orleans verhaftet worden seien. Anschließend machte sie einen Witz über "Tranny-gegen-Tranny-Kriminalität".
Nach Kritik entschuldigte sie sich via Twitter: "Ich habe nicht erkannt, dass das ein Schimpfwort ist. Mir tut meine schlechte Wortwahl sehr leid". Sie entschuldige sich auch dafür, dass sie so unkritisch über ein Thema wie die Verhaftung von Minderheiten gesprochen habe.
Die Gruppe National Center for Transgender Rights hatte zuvor die Aussagen Sibides als transphob bezeichnet: "Es ist nicht in Ordnung, das Wort 'Tranny' zu benutzen. Und es ist sicherlich nicht in Ordnung, sich mit Hilfe des Worts über Menschen lustig zu machen", so Sprecherin Mara Keisling. Jean-Marie Navetta von PFLAG erklärte jedoch nach der Entschuldigung der Schauspielerin, dass Menschen auch dazulernen könnten: "Wir brauchen alle das Recht, uns zu korrigieren. Ich hoffe, das war eine Lernerfahrung."
Sibide ist 2009 für ihre Rolle als 16-jähriges übergewichtige Analphabetin aus dem New Yorker Problembezirk Harlem im Film "Precious – Das Leben ist kostbar" hoch gelobt worden und erhielt auch eine Oscar-Nominierung. Zuletzt war sie als TV-Seriendarstellerin erfolgreich: Sie spielte in "The Big C" und der neuesten Staffel von "American Horror Story" mit. (dk)












