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Kommentare zu:
Bischof Ackermann will Ton gegenüber Homosexuellen mäßigen


#61 Timm JohannesAnonym
  • 12.02.2014, 13:45h
  • Übrigens nicht nur Bischof Bode oder Bischof Ackermann nehmen nunmehr die Umfrage zur Reform der Sexualmorallehre zur Kenntnis auch einige andere katholische Bischöfe in anderen Ländern fordern Reformen.

    So meldet sich nunmer der irische Erzbischof zu Wort und fordert ein Ende der Homophobie in der Römisch-Katholischen Kirche und in der irischen Gesellschaft.

    Zwar wendet er sich gegen das 2015 geplante Referendum zur Eheöffnung aber er befürwortete Lebenspartnerschaften für homosexuelle Paare. Er erklärte das Personen, die homosexuelle Personen nicht akzeptieren, nicht nur homophob sondern gottesfeindlich seien.

    Das ist schon ein sehr guter Fortschritt bei einem katholischen Erzbischof. Auch wenn er die Eheöffnung in Irland nicht will, sind seine weiteren Worte schon ein grosser Schritt in die richtige Richtung, insbesondere wenn diese Worte mit Herrn Meissner in Köln oder Herr Huonder in Chur verglichen werden.

    *
    www.advocate.com/politics/religion/2014/02/11/irish-archbish
    op-stop-homophobia-church
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#62 Timm JohannesAnonym
  • 13.02.2014, 05:20h
  • Und auch einmal kurz nur erwähnt: seit einigen Jahren schon akzeptiert der schweizerische Bischof Felix Gmür die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare im Bistum Basel.

    Ackermann in Trier, Bode in Osnabrück, Gmür in Basel oder auch der irische Erzbischof Martin in Dublin gehören zu den Reformbischöfen.

    Demgegenüber sind Huonder in Chur, Schönborn in Wien, Schick in Bamberg, Meissner in Köln oder Müller in Rom Hardliner, die Reformen behindern wollen.
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#63 Timm JohannesAnonym
  • 14.02.2014, 14:15h
  • Und weiter geht es "munter" derzeit bei den katholischen Bischöfen in Deutschland zu.

    Nachdem nunmehr die Umfrageergebnisse bekannt wurden, wonach ein grosser Teil der katholischen Gläubigen an der Basis Reformen bei der Sexualmorallehre wünschen, hat sich nach Bischof Ackermann aus dem Bistum Trier nunmehr auch der Bischof Feige aus dem Bistum Magdeburg solidarisch hinter die Forderungen von Ackermann gestellt.

    *
    www.domradio.de/themen/ethik-und-moral/2014-02-13/bischof-fe
    ige-kritisiert-debatte-um-ackermann-aeusserungen


    Feige erklärte, "es sei "endlich an der Zeit, sich offen der ungeschminkten Wirklichkeit zu stellen und im Geiste Jesu Christi sensibel und fair um verantwortbare und lebensdienliche Lösungen zu ringen".

    Ackermann war zuvor von den deutschen Bischöfen Konrad Zdarsa aus Augsburg, Heinz Josef Algermissen aus Fulda und Wolfgang Ipolt aus Görlitz sowie die Pressesprecher der Bistümer Eichstätt und Regensburg, offenbar im Namen ihrer Bischöfe, angegriffen worden. Diese distanzierten sich über das Internetportal "kath.net" von den Aussagen des Trierer Bischofs.

    Hier meine Aufstellung in den Reihen der deutschen Bischöfe (7 Erzbischöfs- und 20 Bischofssitze) zur Reform der Sexualmorallehre:

    Reformbefürworter:
    * Bischof Ackermann aus dem Bistum Trier
    * Bischof Feige aus dem Bistum Magdeburg
    * Bischof Bode aus dem Bistum Osnabrück
    * Bischof Lettmann aus dem Bistum Mainz
    * Erzbischof Marx aus dem Erbistum München
    * Bischof Genn aus dem Bistum Münster
    * Bischof Mussinghoff aus dem Bistum Aachen

    Reformgegner:
    * Erzbischof Schick aus dem Erzbistum Bamberg
    * Erzbischof Meisner aus dem Erzbistum Köln ("der geht aber bald nunmehr in den Ruhestand")
    * Bischof Ipolt aus dem Bistum Görlitz
    * Bischof Algermissen aus dem Bistum Fulda
    * Bischof Zdarsa aus dem Bistum Augsburg
    * Bischof Overbeck aus dem Bistum Essen
    * Bischof Tebbartz-van-Elst aus dem Bistum Limburg ("Protzbischof")
    * Bischof Voderholzer aus dem Bistum Regensburg
    * Bischof Hofmann aus dem Bistum Würzburg

    Dann gibt es noch die Erzbischöfe Woelki in Berlin, Becker in Paderborn und Thissen in Hamburg sowie die Bischöfe Trelle aus Hildesheim, Fürst aus Stuttgart, Wiesemann aus Speyer und Koch aus Dresden, die ich nicht ganz einschätzen kann, was das Thema Reform der Sexualmorallehre angeht.

    Die Bistümer Erfurt, Passau und das Erzbistum Freiburg und bald auch das Erbistum Köln sind derzeit sedisvakant und es dürfte interessant werden, wen der neue Papst Franziskus in diese Bistümer beruft.

    --> Fazit: Zwischen den katholischen deutschen Bischöfen finden derzeit Grabenkämpfe statt. Es gibt Reformbefürworter und Reformgegner.

    In anderen Staaten sieht es ähnlich aus, beispielsweise die Schweiz: dort gehen Felix Genn als Reformbefürworter aus Basel und Huonder aus Chur sehr getrennte Wege.
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