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Vor Einstieg in Profiliga
Wichtiges Coming-out im amerikanischen Football
- 10. Februar 2014 2 Min.

Michael Sam outete sich, bevor seine Karriere so richtig beginnt
Michael Sam, einer der besten Verteidiger im Collegefootball, outete sich in zwei Interviews als schwul.
Der amerikanische Collegefootballer Michael Sam hat sich durch ein sorgsam vorbereitetes Interview mit der "New York Times" am Sonntag als schwul geoutet. Der Verteidiger der Universität von Missouri, der am Freitag 24 Jahre alt wurde, könnte bereits im Mai in die höchste Footballliga NFL wechseln.
Bereits im August hatte er sich gegenüber Mitspielern geoutet: "Ich habe in ihre Augen geschaut und sie haben einfach mit dem Kopf geschüttelt – so als wollten sie sagen: Endlich outet er sich." Danach habe er sich erleichtert und befreit gefühlt: "Wenn jemand auf der Straße mich gefragt hätte, 'Hey Mike, ich habe gehört, du wärst schwul. Stimmt das?', ich hätte einfach 'Ja' gesagt."
Das Coming-out – zeitgleich erschien ein Interview mit dem Sportsender ESPN – war gut geplant; so hatte ihn sein PR-Manager zuvor mit vielen offen schwulen Sportlern zu Gesprächen treffen lassen. "Ich möchte allen für ihre Unterstützung und Ermutigung danken", schrieb Sam später am Abend auf Twitter. Zusätzlichen Dank richtete er an seine "unterstützende Familie" und sein Team.
Erster Profi-Spieler
Mit dem wahrscheinlichen Wechsel in die NFL wäre Sam, der im Dezember sein Studium abschloss, der erste offen schwule Spieler in der Liga. Diese ließ in einer Pressemitteilung verlauten: "Wir bewundern die Ehrlichkeit und Courage von Michael Sam. Michael ist ein Footballspieler. Jeder Spieler mit Begabung und Entschlossenheit kann in der NFL erfolgreich sein." Man warte darauf, ihn willkommen zu heißen und zu unterstützen.
Die weitere Karriere des Sportlers wird mit Spannung verfolgt werden – aus der Liga hatten sich immer wieder Spieler mit homophoben Kommentaren zu Wort gemeldet. Zugleich erhielt er am Sonntag viel Unterstützung: "Wir sind stolz auf Michael", sagte sein Trainer Gary Pinkel. "Michael ist ein großartiges Beispiel dafür, wie wichtig der Respekt für andere ist." (nb)















Herlichen Glückwunsch zum Ende von Selbstverleugnung und Selbsthass.
Und jeder, der sich outet, verändert die Welt ein Stück zum Positiven. Bei Promis kommt dann auch noch die Vorbildfunktion dazu.