Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?21032
  • 13. Februar 2014 7 2 Min.


So wirbt Carl DeMaio in San Diego um Stimmen

In der aufgeschlossenen Großstadt San Diego stellt sich ein schwuler Republikaner selbstbewusst den Wählern. In seiner Wahlwerbung sind auch Bilder vom CSD und sein Lebenspartner zu sehen – das ist ein Novum.

Der 39-jährige Republikaner Carl DeMaio will es wissen: Der ehemalige Stadtrat von San Diego möchte sich im 52. Wahlbezirk Kaliforniens in das US-amerikanische Repräsentantenhaus wählen lassen – und geht ganz neue Wege: In seinem obligatorischen TV-Spot mit den üblichen Klischeesätzen ("Es gibt die Möglichkeit einer besseren Zukunft") finden sich überraschenderweise CSD-Bilder von DeMaio, in denen er auch händchenhaltend mit seinem Partner zu sehen ist. Hier das Video:

Nach einem Bericht des "Wall Street Journals" zeigt sich damit erstmals ein Kandidat für ein nationales Amt in einer Wahlwerbung mit seinem gleichgeschlechtlichen Partner. Das Video soll am Donnerstag auch in lokalen Fernsehsendern gezeigt werden.

Ein leichter Weg wird es für DeMaio nicht: Für die republikanischen Vorwahlen Anfang Juni haben Homo-Gegner bereits angekündigt, wegen deMaios Homosexualität andere Kandidaten zu unterstützen. So will die National Organization for Marriage (NOM), die sich vor wenigen Jahren im Kampf gegen die Ehe-Öffnung gegründet hatte, sogar Werbespots gegen den schwulen Kandidaten schalten. In ihrem Blog hat die NOM bereits wiederholt gegen DeMaio polemisiert und ihn als einen RINO ("Republican in Name Only" – zu Deutsch: nur dem Namen nach Republikaner) diffamiert. Laut NOM will die republikanische Parteiführung mit ihm ihr wahres, viel zu liberales Gesicht zeigen:

Es gibt eine andere Sache über DeMaios Kandidatur, die Sie wissen sollten: Er ist ein offen Homosexueller und ein erklärter Unterstützer der Homobewegung. Verstehen Sie mich nicht falsch – ich urteile nicht über ihn als Person und unterstütze sein Recht, in Amerika so zu leben, wie er will. Seine Homosexualität ist ein Thema in dem Rennen, weil ihn genau deshalb republikanische Führer in Washington unterstützen. Sie haben einen perfekten Kandidaten, weil sie in den Medien sagen können: "Wir sind auch progressiv und haben uns entwickelt". Und sie hoffen, einen Kollegen zu haben, der ihnen ein wenig Zugang zu den Millionen gibt, die schwule politische Anliegen vertreten.

DeMaio, so NOM, macht also die guten alten Republikaner mit seinem Lebenswandel zu halben Demokraten…

Sollte er die republikanischen Vorwahlen gewinnen, wird es für DeMaio noch einmal schwer: Anfang November trifft er dann auf den demokratischen Amtsinhaber Scott Peters, der erst 2012 einem Republikaner den Wahlkreis mit 51 zu 49 Prozent abjagte. Der Heterosexuelle unterstützt übrigens schon seit Jahren die Gleichstellung im Eherecht. (dk)

-w-

#1 SmileyEhemaliges Profil
  • 13.02.2014, 15:29h
  • >Verstehen Sie mich nicht falsch ich urteile nicht über ihn als Person und unterstütze sein Recht, in Amerika so zu leben, wie er will ..<

    .. aber wenn es je auch nur in die Nähe gelangt daß er dieses Recht auch wahrnehmen kann, werde ich mich wie ein kleines Kind auf den Boden werfen, mit Händen und Füßen herumzucken und erbärmlich kreischen bis diese Abscheulichkeit unter den Augen Gottes verhindert wird.
  • Direktlink »
#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 13.02.2014, 16:25h
  • Es wird Zeit, einen Shitstorm gegen die NOM im Internet loszutreten und hoffentlich wird bald die Seite von denen von "Anonymous" torpediert!
  • Direktlink »