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Streit um "Stonewall Parade"

CSD Berlin lädt Kritiker ein

  • 13. Februar 2014 8 2 Min.

Der Hauptstadt-CSD sorgt mal wieder für Emotionen

Am Donnerstag hat der Vorstand des Berliner CSD e.V. die schwul-lesbischen Vertreter von SPD, CDU, Grünen, Linken und FDP, die zuvor die CSD-Organisatoren scharf angegriffen hatten, zu einem Gespräch eingeladen-

Die LGBT-Gruppen der Parteien hatten den Veranstaltern am Mittwoch mangelnde Beteiligung der Community vorgeworfen und insbesondere die geplante Umbenennung des CSDs in "Stonewall Parade" kritisiert (queer.de berichtete). Auf seiner Facebook-Seite reagierte der CSD e.V. am Donnerstag auf die Angriffe: "Seid versichert, dass wir Eure Besorgnis zur Kenntnis nehmen und alle Veränderungen, die wir planen, im Bewusstsein der damit einhergehenden Verantwortung umsetzen", hieß es in dem Antwortschreiben.

Am 26. Februar gebe es im Rahmen des CSD-Forums Gelegenheit, "sich in die Arbeit des Berliner CSD e.V. einzubringen", heißt es. "Wir hoffen auf Euer zahlreiches Erscheinen und freuen und auf Euren Beitrag". Die CSD-Organisatoren dankten ihren Kritikern auch, dass sie der Veranstaltung "große Bedeutung und Strahlkraft" bescheinigt hatten. "Auf eine derart einmütige Erklärung seitens der Berliner Politik hätten wir bisher nicht zu hoffen gewagt", so die Veranstalter mit einem Anflug von Sarkasmus.

In der Antwort verteidigten die Organisatoren ihren Vorschlag, den CSD politischer zu machen, da es "vermehrt substanzielle Rückschläge" gebe – auch in Deutschland "haben sich unsere Gegner_innen positioniert und verhindern erfolgreich Fortschritte". Der Vorstand kritisierte auch, "dass sich die Parteien FDP, Grüne, Linke und SPD im vergangenen Jahr mit der Partei CDU solidarisierten und gemeinsam den Ausschluss der CDU von der Demonstration durch den Berliner CSD e.V. scharf verurteilten". Hintergrund: Im Vorfeld der Bundestagswahl hatten die Organisatoren angekündigt, sie duldeten keinen Wagen der CDU-Bundespartei bei der Parade, weil sich die Partei Homo-Rechten widersetze (queer.de berichtete). Am Ende nahm ein Wagen der Lesben und Schwulen in der Union (LSU) und machte Werbung mit Aufschriften wie "Muttis gayle Truppe".

Derweil steht weiterer Ärger ins Haus: Nach Medienberichten könnte es 2014 keinen CSD am Brandenburger Tor geben, weil die Straße des 17. Juni wieder durch eine Fanmeile zur Fußball-WM belegt ist. Am gepanten CSD-Termin 21. Juni spielt Deutschland gegen Ghana. Das für Genehmigungen zuständige Bezirksamt Mitte streitet sich schon seit Jahren mit den CSD-Organisatoren. Aus der Politik soll das Tempelhofer Feld als Ersatzort ins Gespräch gebracht worden sein. (dk)

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-w-

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 JoonasAnonym
  • 13.02.2014, 16:46h
  • Dass man sich gegenüber Parteien wehren muss, weil man den CSD (aufgrund des konservativen Rollbacks) wieder politischer machen will, ist echt skandalös.

    Da haben die Parteien wohl Angst, ihr bunter Heile-Welt-Wahlkampf auf CSDs könnte auch mal ein paar kritische Töne bekommen.

    Ich finde:
    jeder CSD sollte politischer werden. Und wem das nicht passt, der braucht nicht teilnehmen!!
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#3 reiserobbyEhemaliges Profil