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- 08. Dezember 2004 1 Min.
Hannover Die Gesundheitsreform trifft HIV-Patienten nach einer Umfrage der Niedersächsischen Aids-Hilfe (NAH) unter 136 Betroffenen besonders hart. "Der Hauptgrund sind die Praxisgebühren und die Kosten für nicht verschreibungspflichtige Medikamente", sagte Imke Schmieta von der NAH am Mittwoch in Hannover. Viele Patienten unterbrächen ihre Therapie, weil sie sie nicht mehr finanzieren könnten. Drei Prozent der Befragten seien gar aus dem Methadon-Programm ausgestiegen und bereits rückfällig geworden, sagte Schmieta. Die NAH befragte 136 Betroffene. In Niedersachsen gibt es rund 3500 HIV-infizierte Menschen. Die meisten von ihnen werden in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) behandelt. Matthias Stoll von der MHH betonte, dass die Medikamente regelmäßig und dauerhaft eingenommen werden müssten, da es sonst zu einer Resistenz komme. "Dadurch wird die Therapie bis zu 10.000 Euro pro Person teurer." Sozialhilfeempfänger sollten generell von Zuzahlungen befreit werden, fordert die NAH. (nb/pm)














