Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?21106
  • 25. Februar 2014 23 2 Min.

Die evangelische Kirche will Gläubige für die Beziehungsvielfalt sensibilisieren

Die Evangelischen Frauen in Deutschland (EFiD) und die Männerarbeit der EKD haben am Dienstag die Online-Kampagne eine-tuer.de gestartet.

Die interaktiv konzipierte Aktion soll die heute gelebte Vielfalt von Liebes- und Lebensbeziehungen vorstellen. So sind bereits Geschichten online unter dem Titel "Jesus – der biblische Single" oder das Thema "Männerliebe" (Zitat: "Dass es Liebe zwischen Männern gibt, ist sogar dort umstritten, wo so viel von Liebe die Rede ist: in der christlichen Kirche").

"Menschen leben heute in lebenslangen Partnerschaften, sie leben in Patchwork-Gemeinschaften, als Singles, in gleich­geschlechtlichen Beziehungen und als Inter- und Trans­sexuelle. Sie alle leben in der Zuwendung Gottes", so Pfarrer Gerd Kiefer, Theologischer Vorsitzender der Männerarbeit.

Er verwies dabei auf den Diskussionsbedarf, der unter anderem durch die Orientierungshilfe der EKD aufgegriffen wurde. In dem kontroversen Papier hatte der Rat der Evangelischen Kirche argumentiert, dass homo­sexuelle Beziehungen aus theologischer Sicht "gleichwertig" mit heterosexuellen Beziehungen seien (queer.de berichtete).

EFiD-Vorsitzende Ilse Falk erklärte, man wolle mit der Seite dazu beitragen, "dass die Menschen in unserer Kirche die heute gelebte Beziehungsvielfalt wertschätzen und das gute Potential, das darin steckt, erkennen lernen".

Die evangelische Kirche hat sich in den letzten Jahren teilweise betont homofreundlich gegeben: So gab das Schwule Netzwerk NRW erst vergangenen Monat bekannt, dass Dr. Volker Jung, der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, in diesem Jahr die Kompassnadel erhält (queer.de berichtete). Vergangenes Jahr erklärte die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) in einem Positionspapier, dass homo- und heterosexuelle Beziehungen "gleichwertig" seien (queer.de berichtete). (pm/dk)

-w-

#1 LucaAnonym
  • 25.02.2014, 14:51h

  • Es wäre nur schön, wenn die evangelische Kirche ihren Worten auch Taten folgen ließe und z.B. in Baden-Württemberg nicht mehr gegen den Bildungsplan hetzen würde.

    Denn ansonsten muss man davon ausgehen, dass das nur Marketing-Gelaber ist, um von der wirklichen Hetze abzulenken.
  • Direktlink »
#2 AlexAnonym
  • 25.02.2014, 15:19h

  • Wenn das glaubwürdig sein soll, genügt es nicht, nur mal ab und zu nett zu reden, sondern dann muss man auch danach handeln und z.B. als erstes mal den Widerstand gegen volle rechtliche Gleichstellung aufgeben.
  • Direktlink »
#3 goddamn liberalAnonym
  • 25.02.2014, 15:37h
  • Antwort auf #1 von Luca
  • Ich seh die Bibelkreise schon im Kreis hyperventilieren. Die werden sich damit viel Ärger einhandeln. Insofern ist das wohl mehr als Marketing.

    Aber ohne den harten Schnitt mit der Evangelischen Allianz gibt es ein gewaltiges Glaubwürdigkeitsproblem.
  • Direktlink »