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- 25. Februar 2014 2 Min.

Die evangelische Kirche will Gläubige für die Beziehungsvielfalt sensibilisieren
Die Evangelischen Frauen in Deutschland (EFiD) und die Männerarbeit der EKD haben am Dienstag die Online-Kampagne eine-tuer.de gestartet.
Die interaktiv konzipierte Aktion soll die heute gelebte Vielfalt von Liebes- und Lebensbeziehungen vorstellen. So sind bereits Geschichten online unter dem Titel "Jesus – der biblische Single" oder das Thema "Männerliebe" (Zitat: "Dass es Liebe zwischen Männern gibt, ist sogar dort umstritten, wo so viel von Liebe die Rede ist: in der christlichen Kirche").
"Menschen leben heute in lebenslangen Partnerschaften, sie leben in Patchwork-Gemeinschaften, als Singles, in gleichgeschlechtlichen Beziehungen und als Inter- und Transsexuelle. Sie alle leben in der Zuwendung Gottes", so Pfarrer Gerd Kiefer, Theologischer Vorsitzender der Männerarbeit.
Er verwies dabei auf den Diskussionsbedarf, der unter anderem durch die Orientierungshilfe der EKD aufgegriffen wurde. In dem kontroversen Papier hatte der Rat der Evangelischen Kirche argumentiert, dass homosexuelle Beziehungen aus theologischer Sicht "gleichwertig" mit heterosexuellen Beziehungen seien (queer.de berichtete).
EFiD-Vorsitzende Ilse Falk erklärte, man wolle mit der Seite dazu beitragen, "dass die Menschen in unserer Kirche die heute gelebte Beziehungsvielfalt wertschätzen und das gute Potential, das darin steckt, erkennen lernen".
Die evangelische Kirche hat sich in den letzten Jahren teilweise betont homofreundlich gegeben: So gab das Schwule Netzwerk NRW erst vergangenen Monat bekannt, dass Dr. Volker Jung, der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, in diesem Jahr die Kompassnadel erhält (queer.de berichtete). Vergangenes Jahr erklärte die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) in einem Positionspapier, dass homo- und heterosexuelle Beziehungen "gleichwertig" seien (queer.de berichtete). (pm/dk)
Links zum Thema:
» www.eine-tuer.de















Es wäre nur schön, wenn die evangelische Kirche ihren Worten auch Taten folgen ließe und z.B. in Baden-Württemberg nicht mehr gegen den Bildungsplan hetzen würde.
Denn ansonsten muss man davon ausgehen, dass das nur Marketing-Gelaber ist, um von der wirklichen Hetze abzulenken.