Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?21179
  • 10. März 2014 9 2 Min.

Anton Hysén wird zukünftig muss sich an das schwüle Wetter gewöhnen

Der schwule Fußballer aus Schweden hat einen Vertrag bei einem amerikanischen Club unterzeichnet.

Der 23-jährige Abwehrspieler Anton Hysén wird in der kommenden Saison für den US-Club Myrtle Beach Mutiny aus South Carolina spielen. Der Verein kämpft derzeit in der National Premier Soccer League, der vierten US-Liga. "Das ist eine großartige Gelegenheit für mich aus persönlicher und fußballerischer Sicht. Ich hoffe, dass ich dazu beitragen kann, das Team an die Tabellenspitze zu bringen", erklärte Hysén in einer Pressemitteilung des Südstaaten-Vereins.

Mutiny-Sportdirektor Pat Piscitelli hegt große Hoffnungen, mit dem früheren schwedischen Profi sportliche Erfolge zu feiern: "Ein Spieler dieses Kalibers mit internationaler Erfahrung wird eine positive Veränderung in unseren Team bewirken. Die Region Myrtle Beach wird einen wahren Genuss erleben und Fußball von höchster Qualität", so Piscitelli.

Hysén hatte 2011 für Aufmerksamkeit gesorgt, als er sich im Alter von 20 Jahren outete (queer.de berichtete). Er hat den großen Durchbruch im Profifußball bislang nicht geschafft und spielt derzeit in der dritten schwedischen Liga. Nach seinem Coming-out erklärte Hysén, dass ihm die Offenheit wahrscheinlich im Profifußball schadet: "Es könnte ja sein, dass ein Club Interesse an mir zeigt – und dann hört der Trainer, dass ich schwul bin, und dann ändern sie vielleicht plötzlich ihre Meinung." Trotzdem wolle er nicht wie andere Profis über Jahre seine sexuelle Orientierung verstecken.

Zweitkarriere als Model und Tänzer

Ohnehin hat der 23-Jährige mehrere andere Standbeine: So arbeitete er als Model und wurde durch Auftritte in schwedischen TV-Shows bekannt. 2012 gewann er die schwedische Version von "Let's Dance".

Hysén gehört zu einer Fußballerdynastie: Sein Vater Glenn ist 68-facher schwedischer Nationalspieler und arbeitete unter anderem für den AC Florenz und den FC Liverpool. Auch seine beiden Brüder Alexander und Tobias sind Fußballer.

Die USA sind derzeit das einzige Land der Welt, in dem es einen offen schwulen Fußballer in der ersten Profiliga gibt: Der 26-jährige Robbie Rogers spielt seit letzten Jahr für Los Angeles Galaxy (queer.de berichtete). Er kickte auch bereits unter Nationaltrainer Jürgen Klinsmann für die amerikanische Nationalmannschaft. (dk)

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 m123Anonym
  • 10.03.2014, 17:15h
  • Was die ungeouteten schwulen Fußballprofis betrifft, so kann ich nicht verstehen wie man wegen einer Hand voll homophoben Idioten verleugnet wer man ist und stattdessen Scheinfreundinnen hat oder sogar Scheinehen schließt. Was muss das für ein trauriges Leben sein, in dem man sich der Menschenfeindlichkeit von ein paar homophoben Idioten gefügig unterwirft.

    Man lebt nur ein Mal und man hat nur ein Mal das Leben eines Mannes in den Zwanzigern. Wenn man in dieser eigentlisch schönsten Zeit des Lebens, d. h. in den Zwanzigern, sich die ganze Zeit verleugnet und das Wichtigste im Leben, nämlich die Liebe, nicht lebt, dann verpasst man etwas, was unendlich viel mehr wert ist als eine Fußballkarriere und man wird das dann später immer bereuen.

    Außerdem, und das ist ja das Kuriose an dem Versteckspiel, denke ich, dass wir schon soweit sind, dass man auch als offen schwuler Fußballprofi seine Karriere ohne größere Probleme weitermachen kann und dass die überwältigende Mehrheit der Gesellschaft einen offen schwulen Fußballprofi gegen vereinzelte Verbalattacken verteidigen wird. Ich versteh nicht, warum sich ein schwuler Fußballprofi nicht einfach sagt, dass die Homophoben einfach nur irgendwelche Idioten sind, die wahrscheinlich auch Menschen wegen ihrer Hautfarbe oder wegen ihres Geschlechts verbal beleidigen. Also ich würd als schwuler Fußballprofi diese Idioten einfach nur belächeln und Kraft daraus schöpfen, dass ich so lebe wie ich bin.

    Ich würde auch meinen Arsch drauf verwetten, dass jeder schwule Fußballprofi, der sich noch nicht geoutet hat, sich nach einem Coming Out ärgern würde das nicht schon früher gemacht zu haben, wenn er merkt, dass es nämlich überhaupt keine Probleme macht und wenn man von der überwältigenden Mehrheit der Gesellschaft unterstützt wird. Außerdem leben wir in Deutschland und nicht in Uganda. Ich glaube, dass Homosexuelle, die in Uganda offen homosexuell leben, über die Luxusprobleme von schwulen deutschen Fußballprofis nur den Kopf schütteln würden. Die wären heilfroh, wenn sie als schwuler deutscher Fußballprofi offen schwul leben würden und könnten.
  • Direktlink »
#3 LangsamLangsamEhemaliges Profil
  • 10.03.2014, 20:03h
  • Antwort auf #2 von m123
  • Wie naiv und blauäugig. Tatsache ist, er würde sich, nach Beendigung seiner Laufbahn, nicht ärgern, daß er sich nicht schon früher geoutet hat. Und für mehrere Millionen Euro auf dem Konto, würde ich auch 15 Jahre schweigen. Wenn man so will, sein dickes Konto ist Schweigegeld. Nicht der, um den es hier geht, den kennt niemand, sondern Spitzen-Profis. 4. Liga in den USA, wo selbst die erste Liga fast niemand kennt. Na danke. Warum, meinst Du, outen sich viele Sportler erst nach Beendigung der Karriere? Bedauerlich, aber einfach Realität.
  • Direktlink »