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"Gescheiterte Menschen"
Kardinal Marx ist neuer Vorsitzender der deutschen Bischöfe
- 12. März 2014 2 Min.

Der Kardinal Reinhard Marx ist der neue Vorsitzende der Bischöfe in Deutschland (Bild: Erzbischöfliches Ordinariat München)
Der Erzbischof von München und Freising, der Homosexuelle einst als "gescheiterte Menschen" bezeichnet hatte, ist der neue Chef der Bischofskonferenz.
Der Münchener Erzbischof Reinhard Marx ist am Mittwochvormittag als neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz vorgestellt worden. Der 60-jährige Kardinal wurde bei Frühjahrsvollversammlung in Münster zum Nachfolger von Robert Zollitsch gewählt, der aus Altersgründen nicht mehr angetreten war. Marx kündigte nach seiner Wahl an, dass er daran mitwirken wolle, die katholische Kirche "zu einer Stimme zu machen, die in diesem Land gehört wird".
Der neue Vorsitzende hatte in den letzten Jahren wiederholt mit homofeindlichen Äußerungen für Aufmerksamkeit gesorgt. Besondere Aufregung erzeugte seine Aussage aus dem Jahr 2011, als er bei einem Gesprächsforum in Mannheim erklärt hatte, dass Homosexuelle "gescheiterte und zerbrochene Menschen" seien (queer.de berichtete). Der Lesben- und Schwulenverband nannte die Aussagen "beleidigend und herabwürdigend" und verlangte vom Kardinal entweder eine Richtigstellung oder eine Entschuldigung. Später relativierte der Geistliche, dass Schwule und Lesben nicht an sich gescheitert seien, sondern lediglich ihre Lebensentwürfe (queer.de berichtete). Außerdem sagte Marx, die Kirche habe im Umgang mit dem Thema Homosexualität "nicht immer den richtigen Ton getroffen".
Aber auch später beschuldigte Marx Homosexuelle, einen schlechten Einfluss auf die Gesellschaft zu haben. So sagte er Ende 2012, dass es zum Tod der Gesellschaft führen würde, wenn Schwule und Lesben gleichberechtigt heiraten dürfen (queer.de berichtete).
Homo-Hasser ist Stargast des Vollversammlung
Die Frühjahrskonferenz der Bischöfe hatte bereits im Vorfeld zu Unruhe unter LGBT-Aktivisten geführt, weil die deutschen Geistlichen auch den nigerianischen Kardinal John Onaiyekan eingeladen haben, der Haftsrafen für Homosexuelle gutheißt (queer.de berichtete). Onaiyekan lobte etwa die nigerianische Regierung im Januar, als sie die Gesetzgebung gegen Schwule und Lesben verschärft hatte. Das Land bestraft nun nicht mehr "nur" gleichgeschlechtlichen Sex, sondern verbietet auch Treffen von Homosexuellen, gleichgeschlechtliche Küsse oder die simple Teilnahme an Verpartnerungszeremonien oder gleichgeschlechtlichen Eheschließungen, egal ob diese in Nigeria oder im Ausland stattfinden (queer.de berichtete).
Wegen seines Auftritts haben Aktivisten bereits angekündigt, am Donnerstag ein Kiss-in vor dem Veranstaltungsort in Münster abzuhalten (queer.de berichtete). (dk)















Wenn der Herr statt seinem schmucken Dirndl in Holzfällerhemd und Jeans/Lederhose unterwegs wäre, würde ich ihn sofort in der Bärenszene vernorden...
Wäre ja auch nicht der erste von Selbsthass geplagte Priester, der anderen nicht gönnen kann, was er sich selbst versagt.
Das ist natürlich keine Spekulation über seine Eminenz, sondern lediglich ein verkapptes Kompliment an einen knuffigen Bären!