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In der englischen Presse ist das homo­sexuellenfeindliche Transparent ein großes Thema

Dem deutschen Rekordmeister droht eine Geldstrafe, weil Anhänger beim Spiel gegen einen englischen Verein ein homophobes Transparent gezeigt hatten.

Der Europäische Fußballverband UEFA hat eine Untersuchung gegen den deutschen Spitzenverein Bayern München eingeleitet, weil vermutlich Fans aus Österreich am Dienstag während des Champion-League-Spiels gegen Arsenal London einen homophoben Banner gezeigt haben. Nun wird wegen des Verstoßes gegen Antidiskriminierungsrichtlinien ermittelt. Die Kontroll- und Disziplinarkammer soll sich am 20. März damit beschäftigen, wie trotz Sicherheitskontrollen ein derartiges Transparent ins Stadion gelangen konnte.

Der Banner, der offen in der Allianz-Arena in München gezeigt wurde, trug die Aufschrift "Gay Gunners". Gunners ist der Spitzname des FC Arsenal. Darunter war die krude Zeichnung eines Spielers zu sehen, auf dessen Hintern ein Geschütz gerichtet ist. Auf dem Bild gab sich eine Fangruppe aus Tirol als Urheber der Zeichnung zu erkennen.

Der schwul-lesbische Fanclub "Queerpass Bayern" reagierte "mit großem Entsetzen" auf das Transparent. Der Vorfall zeige, dass "es weiterer Anstrengungen bedarf, um auch das letzte diskriminierende Gedankengut aus dem Stadion und aus den Köpfen der Menschen zu verbannen". Man betrachte den Vorfall zwar als "Einzelfall einiger weniger Unverbesserlicher", der aber nicht zu akzeptieren sei. "Wir entschuldigen uns im Namen der Gesamtheit der Bayernfans dafür", so Queerpass auf seiner Facebook-Seite.

Weiteres Verfahren droht

Die UEFA leitete außerdem ein weiteres Verfahren ein, weil ein Fan auf einem Transparent die Anerkennung des Kosovo gefordert hatte. Politische Aussagen in Spielen sind nach dem Reglement der UEFA allerdings ebenfalls verboten. Im vergangenen Jahr war bereits der schottische Verein Celtic Glasgow zur Zahlung von 50.000 Euro verurteilt worden, weil Fans im Spiel gegen den AC Mailand mit Postern indirekt für die Unabhängigkeit Schottlands geworben hatten.

2012 war bereits ein homophobes Plakat bei Fans des Bundesligisten Borussia Dortmund aufgetaucht (queer.de berichtete). Auf dem Transparent in den Farben des Vereins war zu lesen: "Lieber 'ne Gruppe in der Kritik als Lutschertum und Homofick". Der BVB wurde daraufhin vom DFB-Sportgericht zu einer Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro verurteilt und verhängte schließlich je dreijährige Stadionverbote gegen mehrere Fans, die das Transparent hochgehalten hatten (queer.de berichtete).

Bayern München gehört zu den Erstunterzeichnern der "Berliner Erklärung", mit der gegen Homophobie im Sport vorgegangen werden soll (queer.de berichtete). In der Live-Übetragung im Fernsehen waren beim gestrigen Spiel auch Regenbogenflaggen zu sehen. (dk)

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#1 SchandeAnonym
  • 12.03.2014, 16:09h
  • Warum greift der tatenlose DFB da nicht sofort im Stadion ein, wie er es bei rassistischen Parolen auch tut?
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 12.03.2014, 17:15h
  • Daß die Fans von Bayern München nicht mehr alle Latten am Zaun haben, wissen wir schon.

    Zuletzt manifestierte sich das im Fall Uli Hoeneß:

    Bei der ersten Frage, ob Steuersünder zu einer Haftstrafe verknackt werden sollten, sind sich alle einig, daß es sein muß. Die zweite Frage war, ob Hoeneß ebenfalls hinter Gitter sollte, sprachen sich alle dagegen aus.

    Wenn also Herr Hoeneß morgen ab in den Knast wandert, dann sollten die Fans, die für Freispruch plädierten, sofort mit eingebuchtet werden!
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#3 Harry1972
  • 12.03.2014, 18:07hBad Oeynhausen
  • "...verhängte schließlich je dreijährige Stadionverbote gegen mehrere Fans, die das Transparent hochgehalten hatten (queer.de berichtete)."

    Ähmm...der Link führt zu - Katholiken sehen sich im "Kulturkampf".
    Kann das bitte mal jemand ändern?
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  • Anm. d. Red.: Danke für den Hinweis. Jetzt führt der Link zum richtigen Artikel.