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Drohende Geldstrafe
Homophobe Fans: UEFA ermittelt gegen Bayern München
- 12. März 2014 2 Min.

In der englischen Presse ist das homosexuellenfeindliche Transparent ein großes Thema
Dem deutschen Rekordmeister droht eine Geldstrafe, weil Anhänger beim Spiel gegen einen englischen Verein ein homophobes Transparent gezeigt hatten.
Der Europäische Fußballverband UEFA hat eine Untersuchung gegen den deutschen Spitzenverein Bayern München eingeleitet, weil vermutlich Fans aus Österreich am Dienstag während des Champion-League-Spiels gegen Arsenal London einen homophoben Banner gezeigt haben. Nun wird wegen des Verstoßes gegen Antidiskriminierungsrichtlinien ermittelt. Die Kontroll- und Disziplinarkammer soll sich am 20. März damit beschäftigen, wie trotz Sicherheitskontrollen ein derartiges Transparent ins Stadion gelangen konnte.
Der Banner, der offen in der Allianz-Arena in München gezeigt wurde, trug die Aufschrift "Gay Gunners". Gunners ist der Spitzname des FC Arsenal. Darunter war die krude Zeichnung eines Spielers zu sehen, auf dessen Hintern ein Geschütz gerichtet ist. Auf dem Bild gab sich eine Fangruppe aus Tirol als Urheber der Zeichnung zu erkennen.
Der schwul-lesbische Fanclub "Queerpass Bayern" reagierte "mit großem Entsetzen" auf das Transparent. Der Vorfall zeige, dass "es weiterer Anstrengungen bedarf, um auch das letzte diskriminierende Gedankengut aus dem Stadion und aus den Köpfen der Menschen zu verbannen". Man betrachte den Vorfall zwar als "Einzelfall einiger weniger Unverbesserlicher", der aber nicht zu akzeptieren sei. "Wir entschuldigen uns im Namen der Gesamtheit der Bayernfans dafür", so Queerpass auf seiner Facebook-Seite.
Weiteres Verfahren droht
Die UEFA leitete außerdem ein weiteres Verfahren ein, weil ein Fan auf einem Transparent die Anerkennung des Kosovo gefordert hatte. Politische Aussagen in Spielen sind nach dem Reglement der UEFA allerdings ebenfalls verboten. Im vergangenen Jahr war bereits der schottische Verein Celtic Glasgow zur Zahlung von 50.000 Euro verurteilt worden, weil Fans im Spiel gegen den AC Mailand mit Postern indirekt für die Unabhängigkeit Schottlands geworben hatten.
2012 war bereits ein homophobes Plakat bei Fans des Bundesligisten Borussia Dortmund aufgetaucht (queer.de berichtete). Auf dem Transparent in den Farben des Vereins war zu lesen: "Lieber 'ne Gruppe in der Kritik als Lutschertum und Homofick". Der BVB wurde daraufhin vom DFB-Sportgericht zu einer Geldstrafe in Höhe von 20.000 Euro verurteilt und verhängte schließlich je dreijährige Stadionverbote gegen mehrere Fans, die das Transparent hochgehalten hatten (queer.de berichtete).
Bayern München gehört zu den Erstunterzeichnern der "Berliner Erklärung", mit der gegen Homophobie im Sport vorgegangen werden soll (queer.de berichtete). In der Live-Übetragung im Fernsehen waren beim gestrigen Spiel auch Regenbogenflaggen zu sehen. (dk)














