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- 10. Dezember 2004 1 Min.
Ottawa Der oberste Gerichtshof in Kanada hat den Weg für die Öffnung der Ehe frei gemacht. Die Richter haben entschieden, dass die Regierung die Ehe so definieren kann, dass auch lesbische und schwule Paare eingeschlossen sind. In den letzten zwei Jahren hatten bereits sieben der 13 Provinzen und Territorien die Ehe geöffnet. Gerichte hatten dort festgestellt, dass Homo-Paare durch das Eheverbot diskriminiert werden. Daraufhin hatte die kanadische Bundesregierung beim obersten Gerichtshof angefragt, ob sie die Definition der Ehe verändern könne. Die Richter schränkten lediglich ein, dass Kirchen nicht dazu gezwungen werden könnten, Homo-Ehen durchzuführen. Außerdem müsse die Gesetzgebung durch das Parlament. Premierminister Paul Martin (Liberale) will dazu einen Antrag im kommenden Jahr einbringen. Einige Abgeordnete seiner Partei wenden sich zwar gegen die Homo-Ehe, jedoch scheint eine Mehrheit so gut wie sicher, da auch noch zwei kleinere Parteien den Premierminister in dieser Frage geschlossen unterstützen. Einzig die Konservativen wenden sich mehrheitlich gegen die Öffnung der Ehe. (dk)














