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- 14. März 2014 2 Min.

Steve Mbikayi hält Homosexualität für unafrikanisch und will Schwule und Lesben deshalb von der Polizei verfolgen lassen
Gibt nach Uganda und Nigeria auch der Kongo Homo-Hassern nach? Das Parlament des ehemaligen Zaire beschäftigt sich mit einem Gesetzentwurf, der Homo- und Transsexuellen mit Geld- oder Haftstrafen droht.
Im Parlament der Demokratischen Republik Kongo wird über einen bereits im Dezember vom Abgeordneten Steve Mbikayi eingebrachten Gesetzentwurf zum Verbot von gleichgeschlechtlichem Sex debattiert. Künftig solle darauf bis zu fünf Jahre Haft stehen, berichtet "Think Africa Press". Jedem Transgender soll zudem eine Haftstrafe von bis zu zwölf Jahren drohen. Außerdem sieht der Gesetzentwurf vor, dass die kongolesische Regierung künftig drei Viertel der Kosten von Behandlungen übernehmen soll, deren Ziel es ist, Homosexualität zu "heilen".
Initiator Mbikayi erklärte, Homosexualität sei ein Importprodukt des Westens und passe nicht zu Afrika: "Bereits jetzt ist es skandalös, wenn man einen Mann mit einem Mann oder eine Frau mit einer Frau sieht. Also habe ich meiner Basis versprochen, dass ich mich um dieses Thema kümmern werde und die Bestrafung von Homosexuellen anstrebe". In Reden verglich Mbikayi Homosexualität mit Kindesmissbrauch und Tier-Sex. Er reist derzeit durch das Land, um für seinen Gesetzentwurf zu werben.
Derzeit ist Homosexualität im 70 Millionen Einwohner zählenden Kongo nicht verboten, allerdings gibt es einen Gummiparagrafen, der Verstöße gegen die öffentliche Moral ahndet, der insbesondere gegen Schwule angewandt wird.
Vor seiner Unabhängigkeit war das Land bis 1960 eine belgische Kolonie. Bislang gab es nie ein Gesetz gegen Homosexualität im Kongo, da Belgien das Homo-Verbot bereits 1794 abgeschafft hatte. Bereits 2010 gab es im Parlament in Kinshasa eine Debatte im Kongo über das Verbot von Homosexualität im kongolesischen Parlament. Es wurde aber nie über das Gesetz abgestimmt.
In der Öffentlichkeit würde ein entsprechendes Verbot wohl begrüßt werden: Laut einer Pew-Umfrage aus dem Jahr 2010 halten nur vier Prozent der Kongolesen Homosexualität für moralisch akzeptabel, 83 Prozent finden es moralisch inakzeptabel. Die Werte unterscheiden sich kaum von Ländern wie Uganda oder Nigeria, die in den letzten Wochen die Gesetze gegen Schwule und Lesben verschärft hatten.
Bislang lassen 37 der 54 Staaten in Afrika Homosexuelle gesetzlich verfolgen. (dk)














Da sind dann wohl wieder die Religionsgestörten am Werke:
Römisch-katholische Kirche: 50 %
Protestantismus: 20 %
Islam: 10 %
Kimbangismus: 10 %
Synkretismus und traditionelle Religionen: 10 %
de.wikipedia.org/wiki/Demokratische_Republik_Kongo#Religione
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