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Einzelkommentar zu:
Wieso nicht mit dem Sex warten?


#5 m123Anonym
  • 15.03.2014, 10:20h
  • "Man trifft sich zum ersten Date, das man online angeleiert hat, und, ach zugegeben, man schielt auf die Jeans, um herauszufinden, was sich da so abzeichnet."

    Oh mein Gott. Nur weil der Autor dieses Artikels schwanzgeil ist, glaubt er, dass die allermeisten Schwulen beim ersten Date sich dafür interessieren wieviel der andere in der Hose hat. Vielleicht ist es ja so in der schwulen Szene, in der sich der Autor offenbar gerne aufhält. Aber echte ernsthafte Dates laufen garantiet nicht so ab.

    "Oder man knutscht im Club herum und lenkt die Wahrnehmung kurz auf die Mitte des Körpers, um zu erfühlen, ob die Beule da unten mehr verspricht."

    Wie schön, dass der Autor seine persönlichen Erfahrungen aus der schwulen Szene mit uns teilt. Wer anderen Fremden im Club in den Schritt greift um zu "erfühlen, ob die Beule da unten mehr verspricht", der ist einfach nur oberflächlich hoch unendlich.

    "Wenn man auf jemanden trifft, der beim Kuscheln plötzlich wieder einen Gang zurückschaltet und man in einer Loop aus Rumfummeln, Rumknutschen und wieder Fummeln gefangen ist, dann verstört das."

    Den Autor verstört das vielleicht, nicht aber die meisten nicht oberflächlichen Schwulen, die nämlich bei den ersten Dates gar nicht daran denken würden rumzufummeln. Es tut mir ja wirklich leid für den Autor, dass er immer nur Sex, Sex, Sex will und es ihm offenbar nur auf die Schwanzgröße des Anderen ankommt. Jetzt verstehen wir, warum der Autor sich so gerne in der schwulen Szene aufhält und die schwule Szene sogar noch zu prüde findet.

    " 'Ich bin halt ein Sexmuffelchen', kriegt man zu hören und kratzt sich selbst verlegen am Hinterkopf. Ich eigentlich nicht. Ficken, jetzt. Oder sonst? Nie?"

    Vielleicht braucht der Autor des Artikels eine Psychotherapie, wenn er denkt, dass es normal sei, dass beim ersten Date gefickt werden muss und ansonsten nie. Peinlich.

    "Wir sind alle erwachsen, ich kann, will hier niemanden belehren und im Dr.-Sommer-Modus Tipps verteilen. Aber das Nachdenken über ein erstmal sexloses Kennenlernen lohnt sich trotzdem. Was passiert, wenn man das Körperliche aufs Zärtlich-Unverfängliche beschränkt und die Hüllen einfach nicht fallen lässt?"

    Sexloses Kennenlernen ist für mich eine Selbstverständlichkeit, da musste ich nie drüber nachdenken. Ob der Autor es glaubt oder nicht, es gibt auch Schwule, die auch nach den ersten paar Dates noch keine Zärtlichkeiten austauschen. Das scheint für den Autor aber ein Ding der Unmöglichkeit zu sein, nicht sofort an wem anders rumzufummeln, und sagt viel über den Autor aus.

    "Die Gier des Jägers auf Beute wird nicht befriedigt, die ist nämlich nur halb erlegt. Sie liegt da, bereit, aber noch nicht willig, hält auf Distanz und neckt. Auch wenn der Jäger das nicht gerne zugibt: Ihm gefällt das. Das reizt seinen Jagdinstinkt. Und sind wir nicht alle kleine Jägerchen, im Rausch, wenn wir die Beute vor uns haben und erlegen, nicht wissend, wie es uns geht, wenn der Rausch abebbt?"

    Oh Gott. Wie arm so über andere Schwule zu denken als seien es nur Sexgeile und Sexobjekte. Kein Wunder, dass Teile der Gesellschaft uns immer noch für Menschen halten, die IMMER nur Sex wollen.

    "Und darin liegt der Reiz, mit dem Sex warten zu wollen. Anstatt sich einander sofort preiszugeben (was zumindest durch Normvorstellungen nicht verboten wäre, weil wir heterosexuelle Schranken wie: 'Wenn wir jetzt ficken, denkt er dann, ich sei eine Schlampe?' nicht in uns haben)"

    Ganz ehrlich, wenn ich den Autor so schreiben höre, dann denke ich als Schwuler, dass er eine Schlampe ist. Mir tut der Autor leid, dass er denkt kein Schwuler hätte ein Problem damit beim ersten Date Sex zu haben und er müsse nun die schwule Community belehren. Wenn ich jemanden gedatet habe, und der sofort Sex wollte, dann war ich schneller weg als der gucken konnte, weil ich nie mit einer Schlampe zusammen sein wollte.

    An den Autor: Nicht jeder Schwule ist so sex- und schwanzfokussiert wie du. Aber schön, dass du dir über deine eigene Sex- und Schwanzfokussierung Gedanken machst. Dann sprich aber auch bitte über dich und nicht über Schwule allgemein. Danke.

    Jede Hete, die diesen Artikel liest, muss denken, dass Schwule nur an Schwänze und Sex denken können. Vor allem weil der Autor Schwule allgemein als schwanzfokussierte, sexfokussierte Menschen beschreibt, die am liebsten alles vögeln würden was nicht bei drei auf dem Baum ist. Peinlich! Verzerrend und schädlich für unser Bild in der Öffentlichkeit.
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