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Einzelkommentar zu:
Wieso nicht mit dem Sex warten?


#102 sanscapote
  • 17.03.2014, 08:03h
  • Antwort auf #80 von Andreas
  • Ich kann mich in dich sehr einfuehlen. Ich wuchs durch die Umstaende (Kindheit und Jugendzeit im und nach dem Krieg) nicht behuetet auf. Das Leben und Ueberleben war ein staendiger taeglicher Kampf. Ich habe viel Unsicherheit und Angst sowie staendigen Hunger erlebt. Meine Familie lebte damals in einem Gebiet in Deutschland, auf das naechtens Bombenangriffe geflogen wurden. Die Naechte verbrachte ich mit Mutter und Geschwistern meistens im Luftschutzkeller, bis unsere Mutter sich entschied uns Kinder nicht mehr aufzuwecken, sondern zu vertrauen dass alles gut geht. Als 1945 die Arbeitslager fuer auslaendische Kriegsgefangene aufgeloest wurden und die ehemaligen Gefangen nachts durch die Gegend streiften wurden wir Kinder versteckt.

    Ich habe vieles verarbeitet, aber noch einen Weg vor mir.... ob ein Leben ausreicht, um alles zu verarbeiten?

    Jeden Tag wahrnehmen, einfuehlen und entscheiden ist meine morgendliche Uebung geworden. Und ich bin dankbar fuer alles, was mir begegnet - alles.
    Dass mein Papa im Krieg getoetet wurde und nicht mehr nach Hause zu uns kam, hat viele Jahre mein Gefuehl vergraben.

    Meine Ausbildung lief parallel mit einer mehrjaehrigen Therapie. Sie hat vieles aufgeloest.
    Heute helfe ich anderen Menschen (keine Angst Andreas, dies ist keine Werbung ! und ich nehme hier auch keine Klienten an !).

    Da eine Therapie nur fuer Themen sinnvoll ist, die der Therapeut selbst erfolgreich bei sich bearbeitet hat, wird es auch einen/r fuer dich geben. Wenn du den Wunsch hast, denjenigen Bereich in deinem Leben zu veraendern, der dich so schmerzt, so stelle dich darauf ein, einen Menschen zu finden die-der dir die Hilfe geben wird, die fuer dich lebenswichtig ist.
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