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  • 18. März 2014 22 2 Min.

Screenshot von Bild.de: Die beanstandete Formulierung ist nach wie vor online

Die Formulierung könne Vorurteile schüren und Transsexuelle herabwürdigen, befand der Beschwerdeausschuss, sprach jedoch statt einer "Rüge" nur einen "Hinweis" aus.

Der Beschwerdeausschuss des Deutschen Presserats hat in seiner jüngsten Sitzung am 13. März u.a. einen Hinweis gegen Bild.de ausgesprochen. Anlass war ein Onlineartikel vom 26. November 2013 mit der Überschrift "Stöckelte Terror-Transe einer Frau das Auge kaputt?". Darin ging es über einen Strafprozess gegen eine transsexuelle 19-Jährige aus Berlin, die sich wegen gefährlicher Körperverletzung vor dem Landgericht Tiergarten verantworten musste.

Insbesondere der Begriff "Terror-Transe" könne Vorurteile schüren und Transsexuelle herabwürdigen, befand der Beschwerdeausschuss laut einem Bericht von Mats Schönauer im BILDblog. Der "Hinweis" gegen Bild.de ist die mildeste Kritik des Presserats. Hat eine Zeitung, eine Zeitschrift oder ein dazugehöriger Internetauftritt gegen den Pressekodex verstoßen, kann er außerdem eine "Missbilligung" und eine "Rüge" aussprechen. Nur gerügte Medien werden in der Regel vom Presserat öffentlicht gemacht.

Immer wieder geistern "Terror-Transen" durch Boulevardmedien

Die Presseratsbeschwerde war von der Antigenitalistischen Offensive eingereicht worden. "Ich sehe in dem Beitrag einen ethischen Verstoß gegen Ziffer 12, 12.1 + 9 des Pressekodex, weil im Artikel gezielt die Zugehörigkeit zu einer 'Personengruppe' einer Straftäterin hervorgehoben wird, in sowohl diskriminierender Weise als auch so, dass gezielt eine Verbindung der Straftat mit dieser Personengruppe suggeriert wird (Diskriminierung)", hieß es in der Begründung. "Solche Berichterstattung gab es in letzter Zeit auch schon häufiger in der 'Bild', es wird scheinbar gezielt probiert, abwertende und diffamierende Begriffe wie 'Terror-Transe' für Frauen (!) mit Fehlzuweisungserfahrungen zu etablieren."

In der Tat scheint die Bezeichnung "Terror-Transe" eine beliebte Formulierung von Boulevardmedien zu sein. Eine einfache Google-Suche findet gleich auf der ersten Seite einen weiteren Bild.de-Treffer aus dem Jahr 2009 sowie Artikel aus den Onlineausgaben von "Berliner Kurier" und "B.Z.". (cw)

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 18.03.2014, 14:18h
  • "Terror-Transe" könnte zum Unwort dieses Jahres werden! Die BILD kommt aber auf Ausdrücke!
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 SilverclawEhemaliges Profil
  • 18.03.2014, 14:43h
  • Es ist für mich unbegreiflich, wieso nicht endlich mal rigoros gegen diesen Volksverblödenden, Sensationsheischenden Dreckskonzern Axel-Hurensohn-Springer vorgegangen wird. Vernichten! Auslöschen!
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