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- 21. März 2014 2 Min.

SPD-Kandidat Dieter Reiter verpasste im ersten Wahlgang mit 40,5 Prozent klar die absolute Mehrheit, lag aber vor dem CSU-Kandidaten Josef Schmid, der 36,6 Prozent erhielt (Bild: SPD München - Konrad Ferterer / CC BY 3.0)
Vorstand und Mandatsträger der Rosa Liste haben Donnerstagabend beschlossen, für die Münchner OB-Stichwahl am 30. März eine Wahlempfehlung für den SPD-Kandidaten zu geben.
"Die Rosa Liste will das erfolgreiche rot-grün-rosa Bündnis für München, auch mit neuen Partnern, fortsetzen. Das geht nur mit Dieter Reiter, dem OB-Kandidaten der SPD, mit dem die größten inhaltlichen Übereinstimmungen bestehen", erklärte Stadtrat Thomas Niederbühl in einer Pressemitteilung. "So wie wir, will auch er die schwul-lesbische Gleichstellungspolitik aktiv stärken und die Akzeptanz von Lesben, Schwulen und Transgendern weiter erhöhen"
Der CSU-Kandidat Josef Schmid sei trotz seines Werbens um die LGBT-Community "keine Alternative", so die Rosa Liste. "Denn die CSU ist immer noch der stärkste Gleichstellungsverhinderer mit langer Tradition in Bund und Land, aktuell bei der Verweigerung des Adoptionsrechts für lesbische und schwule Paare. Deshalb sollte gerade die schwul-lesbische Szene einen verlängerten Arm der Staatskanzlei im Münchner Stadtrat nicht auch noch stärken."
Bei der Kommunalwahl am 16. März hatte die Rosa Liste 1,9 Prozent der Stimmen erhalten und damit ihren Sitz im Münchner Stadtrat verteidigt (queer.de berichtete). Das rot-grün-rosa Regierungsbündnis aus SPD, Grünen und Rosa Liste hat jedoch seine Mehrheit verloren und muss sich nun einen weiteren Partner suchen. Nach dem vorläufigen Ergebnis ist die rechtsextreme und homophobe "Bürgerinitiative Ausländerstopp" (BIA) nun doch wieder mit einem Abgeordneten im Stadtrat vertreten. (cw)
Links zum Thema:
» München: Rosa Liste bleibt im Stadtrat (18.03.2014)













