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"Familienschützer" machen mobil

Stuttgart: Bereits dritte Demo gegen Bildungsplan


Bei der letzten Protestaktion der Homo-Gegner in Stuttgart argumentierte man gerne biblisch (Bild: gk)

In Stuttgart wollen Fundamentalisten und Rechtspopulisten zum dritten Mal gegen Homo-Akzeptanz auf die Straße gehen. Unterdessen wurde für Samstag eine Gegendemonstration gegen eine ähnliche Protestaktion in Köln angekündigt.

Gegner von Homosexuellenrechten haben für den 5. April erneut zu einer Demonstration am Stuttgarter Marktplatz gegen den von der baden-württembergischen Landesregierung beratenen Bildungsplan aufgerufen. Zu den bisherigen Veranstaltern hat sich die "Initiative Familienschutz" der katholischen Aktivistin Hedwig von Beverfoerde gesellt, die durch die Gleichbehandlung von Homosexuellen die heterosexuelle Familie "existenziell bedroht" sieht. Die Initiative ist Teil des AfD-nahen Thinktanks "Freie Welt" rund um die Familie von Storch.

Die Veranstaltung des "Aktionsbündnisses Elternrecht wahren" steht unter dem Motto: "Gegen Gender-Ideologie und Sexualisierung unserer Kinder per Bildungsplan". Dem Protestaufruf angeschlossen haben sich unter anderem auch Gabriele Kuby und DVCK – Aktion Kinder in Gefahr.

Bereits Anfang Februar und Anfang März hatten sich jeweils rund 800 Homo-Gegner an den Protesten beteiligt. Sie trugen Plakate mit Aufschriften wie "Christliches Land – Christliche Werte", "Keine Gehirnwäsche an Kindern" und "Pädos? Nein danke". Mit dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden Karl-Christian Hausmann protestierte selbst ein prominentes CDU-Mitglied unter anderem unter AfD-Plakaten mit. Es fanden jeweils Gegendemonstrationen von Befürwortern des Bildungsplans statt.

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Unterstützung der Familienministeriun


Die Veranstalter orientieren sich beim Motto an den französischen Massenprotesten gegen die Homo-Ehe

Scharfe Kritik an den Gegnern des Bildungsplans kommt unterdessen von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD). Sie nannte am Donnerstag bei einem LSVD-Familienfachtag in Berlin das Argument der Homo-Hasser "abenteuerlich", dass die Aufnahme des Themas "Sexuelle Vielfalt" dazu führen könnte, "dass Kinder zu Homo­sexuellen erzogen werden".

Sie ergänzte: "Als ob schon jemals ein Lehrer Einfluss hatte, mit wem Schüler später Sex haben." In der Gesellschaft gebe es immer noch einen Bodensatz an Vorurteilen" sowie eine "Diskriminierung" beim Thema Homosexualität. Als Beispiele nannte sie, dass an Schulhöfen nach wie vor "schwule Sau" eines der beliebtesten Schimpfwörter sei, aber auch abfällige Bemerkungen auf das Coming-out des VfB-Stuttgart-Stars Thomas Hitzlsperger.

Streit über Schulaufklärung auch in Köln

Derweil findet bereits an diesem Samstag in Köln eine Demonstration von Gegnern einer Schulaufklärung über Sexualität und Homosexualität statt – in einem Flugblatt nutzten die Initiatoren, die bereits im Januar Hunderte in die Domstadt lockten, auch homophobe Argumentationsmuster (queer.de berichtete).

Die recht neue Organisation Freie Vereinigung gegen Homophobie hat inzwischen einen Gegenprotest organisiert, Start ist um 14 Uhr am Wallraffplatz, von dort geht es zu einer Kundgebung am Neumarkt. Bereits zuvor, um 13.30 Uhr, startet ein Protest am Hauptbahnhof.

Der Kölner CSD ruft zur Teilnahme an den Protesten auf. "Wir werden vor Ort sein und bunt und vielfältig für Toleranz und Aufklärung demonstrieren, denn der Christphopher Street Day findet in jeden Moment von Diskriminierung statt!", so der Cologne Pride auf Facebook. (nb/dk)

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#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 21.03.2014, 16:52h
  • Und wieder wird es Zeit, eine Gegendemo auf die Beine zu stellen um dem gehirnamputiertem Mob zu zeigen, wie lächerlich er sich macht!
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#2 David77Anonym
  • 21.03.2014, 16:56h
  • "Die Initiative ist Teil des AfD-nahen Thinktanks "Freie Welt" rund um die Familie von Storch."

    Gleich kommt wieder ein Kommentar, die Storch sei ja nur eine harmlose Figur, hätte in der AfD nichts zu sagen, und die Plakate seien auch nur geklaut... Das gleiche Spiel wie früher mit ProKöln.
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#3 timpa354Ehemaliges Profil
  • 21.03.2014, 17:04h
  • "Christliches Land Christliche Werte", "Keine Gehirnwäsche an Kindern

    das ist ja wohl der Treppenwitz des Jahrhunderts, aber lasst mich raten, die katholischen Kinderficker bestimmt mitten drin.
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