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Spende für Proposition 8
Neuer Firefox-Chef homophob?
- 26. März 2014 2 Min.

Seit Netscape-Tagen dabei: Brendan Eich
Brendan Eich, Geschäftsführer der Mozilla Foundation, hat 1.000 US-Dollar für den Kampf gegen die Homo-Ehe gespendet.
Die Mozilla Foundation, Entwicklerin u.a. des Browsers Firefox und des eMail-Programms Thunderbird, hat mit einer Entscheidung für Unmut in der Internet-Gemeinde wie in der LGBT-Community gesorgt. Am Montag ernannte sie Brendan Eich zum neuen Geschäftsführer – obwohl er bereits zuvor für die Unterstützung von Gegnern von Homo-Rechten in die Kritik geraten war.
Der 52-jährige Eich war 1995 zur damaligen Netscape Communications Corporation gestoßen, wo er sich international einen Ruf als Entwickler von JavaScript erarbeitete. Zuletzt war er als Technikchef der Foundation tätig. 2008 hatte er für die kalifornische Initiative Proposition 8 1.000 US-Dollar gespendet; ihr gelang später das Verbot der gleichgeschlechtlichen Ehe in dem Bundesstaat.
Während der Volksentscheid nach Klagen durch die gerichtlichen Instanzen ging (und letztlich aufgehoben wurde), interessierten sich Befürworter der Ehe-Öffnung auch für die Geldgeber der Bürgerinitiative. Dabei fiel auch Eich auf; seine Kleinspende führte so bereits 2012 zu einem Shitstorm bei Twitter.
In einem Blogeintrag sagte Eich damals dazu nur, er sei in seinem ganzen Leben Menschen nur höflich entgegen getreten und sei trotz privater politischer Überzeugungen niemand, der hasse oder über andere Leute urteile.
User drohen Mozilla mit Boykott
Nach der Ernennung am Montag schwelte der Streit erneut an: Ein Entwickler hat angekündigt, vorerst nicht mehr für Mozilla zu arbeiten, viele User drohten mit einem Boykott.
Die Foundation erklärte unterdessen, der Diversity-Gedanke stecke im Kern des Unternehmens. So biete man homosexuellen Angestellten die gleichen Rechte wie verheirateten heterosexuellen, etwa bei der Unternehmens-Lebensversicherung. (nb)













