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Sexualität ostdeutscher Jugendlicher
Studie: Mädchen haben mehr lesbische Erfahrungen
- 27. März 2014 1 Min.

Jedes vierte Mädchen hat homosexuelle Pettingerfahrung, so die Studie der Hochschule Merseburg (Bild: Marco Gomes / flickr / by 2.0)
Die Toleranz bei ostdeutschen Jugendlichen nimmt zu: 62 Prozent der Jungen können sich eine Freundschaft zu einem Schwulen vorstellen – im Jahr 1990 waren es nur 29 Prozent.
Dies ist eines der Ergebnisse einer umfassenden Studie zur Sexualität ostdeutscher Jugendlicher, die von der Hochschule Merseburg und dem dortigen Studiengang Angewandte Sexualwissenschaft durchgeführt wurde. Befragt wurden Jugendliche in städtischen und ländlichen Regionen Sachsens und Sachsen-Anhalts.
"Das Reflexions-und Toleranzniveau gegenüber gleichgeschlechtlicher Liebe hat sich in den letzten 20 Jahren gravierend positiv verändert", schreibt das Autorenteam um Prof. Dr. Konrad Weller in der Zusammenfassung. Bei den Mädchen könnten sich nun sogar 91 Prozent eine Freundschaft mit Homosexuellen vorstellen – 1990 waren es lediglich 56 Prozent.
Charakterisierten sich 1990 noch 73 Prozent aller jungen Frauen als ausschließlich heterosexuell, so sind es nach der neuen Studie nurmehr 58 Prozent. Der Anteil der ausschließlich auf das andere Geschlecht orientierten Jungen liegt dagegen konstant bei 85 Prozent.
"Dieser Wandel im Fühlen wird auch stärker in die Tat umgesetzt", heißt es in der Studie: Hatten in früheren Studien lediglich 7 Prozent der jungen Frauen homosexuelle Pettingerfahrung, sind es jetzt 24 Prozent. (cw)
Links zum Thema:
» Weitere Ergebnisse der Studie als PDF















Was bringt so ein "Fortschritt" wenn er einseitig nur ein Geschlecht betrifft?
Lesbische Sexualität gilt ja gegenwärtig als sexy, so das Mädchen weniger Hemmungen haben sich auszuprobieren als Jungs untereinander.
Es heißt auf den Schulhöfen ja auch schwule Sau und nicht lesbische Sau.
Während gleichgeschlechtliche Erfahrungen bei Jungs in den letzten Jahrzehnten abnehmen, nehmen sie bei Mädchen zu.