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Einzelkommentar zu:
Studie: Diversity Management nimmt ab


#5 AldieAnonym
  • 28.03.2014, 00:32h
  • Hallo alle, hallo seb1983, der fleischgewordene Muskelprotz aus Trier ;-)

    Ich glaube allerdings auch, dass das hier mit den Kirchen ausnahmsweise nichts zu tun hat. Man müsste eher die Frage stellen, wie bedeutsam sexuelle Orientierung in der neoliberalen Arbeitswelt überhaupt noch ist. So schielt der Arbeitsmarkt doch zuerst auf die "Verwertbarkeit" vor allem junger Akademiker aus den naturwissenschaftlich- technischen Studiengängen, der Rest ist ja schon so gut wie vernichtet oder in den Billiglohnsektor abgedrängt (oder in Hartz4). Bedeutet das Fehlen von Diversity da nicht eher eine von der Wirtschaft ohnehin gewünschte "Gleichschaltung" im Sinne von "Verwertung", die gar nicht mehr auf Merkmale wie sexuelle Orientierung, Hautfarbe, Weltanschauung schaut?

    Menschen, die Eltern haben und der Mittel- und Oberschicht schicht entstammen, können früh ihre Karrierechancen erkennen und nutzen. Wenn sie dann den richtigen, also KEINEN geistes- oder sozialwissenschaftlichen, Studiengang wählen oder eine Ausbildung, können sie problemlos ihren Weg gehen. Wichtig ist dann nur noch zu begreifen, dass Anpassung das oberste Prinzip ist und eben nicht Kritik oder gar emanzipatorisches Denkvermögen :-)
    Da spielt die sexuelle Orientierung doch keine Rolle mehr, was für diese Menschen ja auch gut so ist. Ich gönne denen das sogar!

    Der neoliberale arbeitgebernahe Völklinger Kreis als eine Vereinigung, die nur einen winzigen finanziell gut aufgestellten Teil der Community vertritt, wird dies sicher nicht thematisieren. Meiner Meinung nach sind die "alarmierenden" Zahlen gewollt, weil Diversity für die gewünschte Gleichschaltung der Arbeitnehmer im 21. Jahrhundert eher hinderlich ist. "Alarmierend" höchstens, weil dieser seltsame Kreis ja noch irgendwie Teil der Community sein will, die aber schon längst nicht mehr nach gay, bi, trans etc., sondern nach oben und unten unterscheidet. Da stehen wir den Heten mittlerweile in nichts mehr nach.
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