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Einzelkommentar zu:
FDP will schwul bleiben


#5 believerAnonym
  • 13.12.2004, 19:57h
  • Na ja, ich hab' nichts gegen Westerwelle und es ist auch legitim, sich so zu äußern.

    Nur Folgendes ist zu bedenken:

    1. Es ist eine Leichtes zu fordern, dass es keine Verschlechterungen in Bezug auf das LPartG geben darf. (Das würde selbst die Union nicht riskieren wollen).

    2. Weitere Verbesserungen - zumal solche, von denen jeder weiß, dass andere sie sofort durchsetzen würden, wenn sie könnten - kann man auch leicht fordern, denn mit der Union müssen die sowieso nie umgesetzt werden.

    3. Jahrelang hatte man von der FDP nichts gehört als Lippenbekenntnisse. Wenn jetzt so mutig der Ausbau der Lebenspartnerschaft gefordert wird, sollte man unabhängig davon, wo man politisch steht, nicht vergessen, dass die FDP nicht die Partei war, die gegen den Widerstand vieler den Weg dorthin bereitet hat. Sie hat sie selbst abgelehnt und ein Rechtsinstitut weit unterhalb der Ehe/LPart vorgeschlagen. In einer Zeit, in der alle noch brav in ihren Schränken saßen, hat dort niemand geschrieen, dass Schwule/Lesben benachteiligt werden. Jetzt erfordert ein solches Verhalten nicht wirklich Mut.

    4. Das Ganze hat einfach auch wahltaktische Motive, glaubt man so den Grünen ein paar Stimmen nehmen zu können.

    Dafür dass die FDP allerdings für die Enthaltung im Bundesrat gesorgt hat, gebührt ihr ausdrückliche Anerkennung.

    Es steht jedem frei, die FDP zu wählen, aber jetzt bitte nicht so tun, als wäre sie die Wegbereiterin für den Abbau von Diskriminierung gegen Schwule/Lesben gewesen. Den Mut hierzu hatten eindeutig andere, als das noch nicht en vogue war und ins Konzept passte.

    Unabhängig wie man sonst zu den Grünen stehen mag, aber zumindest in dem Punkt haben sie vieles bewegt..
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