https://queer.de/?2137
- 14. Dezember 2004 1 Min.
Atlanta Polizeibeamte haben in Atlanta ein Aufführungsverbot des in New York seit sechs Jahren aufgeführten Off-Broadway-Stückes "Naked Boys Singing" ausgesprochen. Das Musical hat eine schwule Handlung und feiert "die Pracht männlicher Nacktheit mit Comedy, Musik und Tanz". Nach der Premiere im September hat das Stück von der Presse gute Kritiken erhalten und ist seitdem drei Mal am Tag aufgeführt worden. Am Wochenende hatten die Beamten jedoch den Anfang des Musicals in der Armory Bar im Stadtzentrum Atlantas abgewartet, anschließend die laufende Vorstellung abgebrochen und eine Vorladung gegen Doug Youngblood, den Betreiber der Bar, ausgesprochen. Sie begründeten das Verbot damit, dass der Aufführungsort keine Lizenz für "Erwachsenenunterhaltung" besitze. Die Schauspieler im Stück sind meist nackt, es gibt jedoch keinerlei Andeutung von sexuellen Handlungen. "Das ist keine Erwachsenenunterhaltung, das ist Theater", protestiert Youngblood gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Ein Polizeisprecher verteidigt jedoch das Aufführungsverbot: "Die Beamten müssen jeden Vorfall untersuchen. Wenn sie etwas sehen, das sie für Erwachsenenunterhaltung halten, müssen sie das unterbinden". Das New Yorker Musical war zuletzt während des republikanischen Parteitags in die Schlagzeilen gekommen, als es die Partei aus der Liste von Touristen-Attraktionen für die Delegierten streichen ließ (queer.de berichtete). (dk)
Mehr queere Kultur:
» auf sissymag.de
















Aber seine Bürger haben es so gewollt, die Wahlen sind erst ein Paar Wochen her. Selbst Schuld.
Wir hatten auch schon mal eine Politik die Zensur verübte.