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  • 11. April 2014 53 2 Min.

Die Gleichstellungsministerin Schleswig-Holsteins, Kristin Alheit (SPD), während der kurzen Debatte

Die Länderkammer hat die Bundesregierung aufgefordert, nicht nur die Sukzessivadoption einzuführen, sondern Lebenspartnern die vollständige Adoption zu ermöglichen.

Der Bundesrat hat sich in seiner Sitzung am Freitag dafür ausgesprochen, schwulen und lesbischen Lebenpartnern ein vollständiges Adoptionsrecht einzuräumen. Zu dem Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Einführung der Sukzessivadoption verabschiedete die Länderkammer eine Stellungnahme (PDF), die klarstellt, dass der Entwurf "der völligen rechtlichen Gleichstellung der eingetragenen Lebenspartnerschaften noch nicht hinreichend Rechnung trägt".

"Der Bundesrat bittet daher, im weiteren Gesetzgebungsverfahren zu prüfen, inwieweit eine weitergehende Gleichbehandlung von eingetragenen Lebenspartnerschaften im Adoptionsrecht erreicht werden kann", so der Beschluss. Die Länderkammer folgte damit gleichlautenden Empfehlungen des federführenden Rechtsausschusses sowie der Ausschüsse für Frauen und Jugend sowie Familie und Senioren.

Eins-zu-eins-Umsetzung


Staatssekretär Christian Lange (SPD) ging nicht wirklich auf die Wünsche der Länderkammer ein

In der Debatte kritisierte die Gleichstellungsministerin Schleswig-Holsteins, Kristin Alheit (SPD), das Verbot der gemeinschaftlichen Adoption "verlängert von Amts wegen die Unklarheit, zu wem das Kind gehört" und belaste vor allem die Kinder. Es widerspreche zudem der Urteilssprechung des Bundes­verfassungs­gerichts, ein weiteres Urteil in der Sache sei "absehbar".

Christian Lange (SPD), parlamentarischer Staatssekretär im Bundesjustizministerium, sagte, der Entwurf entspreche eins zu eins dem Urteil aus Karlsruhe zur Sukzessivadoption und sei wegen der vom Gericht gesetzten Frist schnell umzusetzen gewesen. Das sei "nicht alles, was Schwule und Lesben wollen, aber ein Schritt in die richtige Richtung". Das Kind erhalte, "wenn auch nacheinander", zwei Elternteile. Auf die Kritik des Hauses ging er nicht näher ein.

"Wie Schwarz-Gelb setzt die schwarz-rote Bundes­regierung mit dem Gesetz zur Sukzessivadoption nur das Urteil des Bundes­verfassungs­gerichts um", kritisierte der LSVD am Freitag. "Die SPD muss hier deutliches Profil zeigen, wenn sie sich nicht mitschuldig an der ideologischen Blockade der Union auf Kosten von Regenbogen­familien machen will. Sie darf sich nicht die Deutungshoheit der Union über die im Koalitionsvertrag vereinbarte Beendigung der Diskriminierung von gleich­geschlechtlichen Lebenspartnerschaften aufzwingen lassen. Vor dem Bundes­verfassungs­gericht gelten keine Wahlversprechen, sondern verfassungskonforme Gesetzgebung."

Änderung im Meldewesen angemahnt

In einer weiteren Stellungnahme zur Neufassung des Meldewesens forderte der Bundesrat von der Bundesregierung eine Überprüfung, wie verhindert werden könne, dass Kirchen vom Eingehen einer Lebenspartnerschaft eines Angestellten erfahren könnten. "Aus der Sicht des Bundesrates kommt hierbei beispielsweise die Einführung einer Widerspruchsmöglichkeit für die betroffenen Personen in Betracht, die zur Folge hat, dass im Melderegister eine bereichsspezifische Übermittlungssperre eingetragen werden kann", so der Beschluss.

-w-

#1 wahlverwandschafAnonym
  • 11.04.2014, 21:35h
  • Eins wurde bei der Debatte doch vergessen: der Vorschlag, den Menschen das Recht zu geben sich zu entscheiden, welches genau Paar ihr leibliches Kind adoptieren darf: schwul oder hetero. das wäre doch unter den Umständen das mindeste.
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#2 Asoziale SPDAnonym
  • 11.04.2014, 21:47h
  • Seit Wochen geistert die SPD durch die Medien, Gabriel hält überall sein feistes Brauereigaulsarschgesicht in die Kameras und erzählt jedem, der es hören will, und noch mehr allen, die es nicht hören wollen, wie toll die SPD doch sei.

    Zum Glück sprechen die Umfragen eine andere Sprache, denn sie dümpeln wieder bei 23 % herum. Meiner Ansicht nach noch immer viel zu viel.

    Es bleibt zu hoffen, dass sich nun auch die letzten SPD-Fans unter den Homosexuellen von dieser abwenden. Denn das Thema Gleichstellung hat sie komplett fallen lassen.
    Im Gegensatz dazu haben beiden Oppositionsparteien es dankbar aufgenommen, und dabei waren sie ungewohnt arbeitsteilig: die Linke hat sich der Eheöffnung angenommen, die Grünen des Adoptionsrechts.

    Die 0%ige Gleichstellung bleibt allein der SPD überlassen. Brüder, zur Sonne, zur Feigheit! Und ab in die APO, zu der nicht minder asozialen FDP!
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#3 VerwandtschafAnonym